Kommentar

13.06.2005
Fans und Sponsoren - hört die Signale
Mit einem ungläubigen Staunen registriert man als leidgeprüfter Anhänger der Himmelblauen das geschäftige Treiben, welches derzeit an der Reichenhainer Straße herrscht. Verwundert sieht man, wie in nicht einmal einer Woche der komplette Spielerkader umgekrempelt wurde. Sieben Spieler bekamen ihre Papiere, mit fünf Spielern wurden die Verträge verlängert und was am meisten erstaunt, es stehen auch bereits fünf Neuzugänge fest.

Der große Schnitt war zwar von den Verantwortlichen nach der äußerst knappen Rettung angekündigt worden, aber das Tempo was dabei an den Tag gelegt wurde, überrascht dann doch. Die bereits getätigten Neuverpflichtungen zeigen zudem was möglich ist, wenn man noch während der Saison auf potentielle Kandidaten zugeht und sofort nach dem Erreichen des Klassenziels die Bemühungen um,den Vertragsabschluss intensiviert. Spätestens jetzt ist die gern vorgeschobene Ausrede des zu spät erreichten Klassenerhalts und damit der von vornherein fehlenden Möglichkeit einen guten Kader für die neue Saison zusammenzustellen, hinfällig. Und rückblickend betrachtet erscheinen in diesem Licht die krampfhaften Transferbemühungen der Rohde-Steinmann-Barsikow - Ära, insbesondere im Vorfeld der eben beendeten Saison, fast schon dilettantisch. Es reicht eben nicht, wenn man sich ausschliesslich auf windige Spielerberater verläßt, die ihre Schäfchen irgendwie unterbringen wollen, oder darauf spekuliert Spieler zu bekommen, die bereits bei dem Namen Chemnitz dankend abwinken.

Der Club scheint also aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben und man bekommt das ungemein befriedigende Gefühl vermittelt, dass die Zeichen klar auf Neuanfang stehen. Es wird agiert statt reagiert, schonungslos im Kader aufgeräumt, auch wenn es Härtefälle wie Kanitz darunter geben mag, und dies zeitnah der Öffentlichkeit mitgeteilt. Nach Jahren der Trostlosigkeit gibt es endlich wieder positive Signale von der Reichenhainer Straße. Und das stimmt auf jeden Fall optimistisch. Weiter so, Didi, Toni & Co!

Euer Pierre Schönfeld (Charlie S.)

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