Kommentar

05.10.2011
Tag der Entscheidung - für ein neues Stadion in Chemnitz!
Heute ist es nun so weit. Ab 15 Uhr berät der Chemnitzer Stadtrat über den Neubau des CFC-Stadions. Dabei steht nicht weniger als die Zukunft des Profifußballs in Chemnitz auf dem Spiel. Denn auf der ehrwürdigen, 77 Jahre alten "Fischerwiese, spielt die Mannschaft von Gerd Schädlich derzeit nur mit einer Ausnahmegenehmigung des DFB. Werden die Auflagen nicht erfüllt, droht der Zwangsabstieg. Die mühselige Aufbauarbeit der letzten Jahre wäre zunichte - Chemnitz wieder nur eine Randnotiz auf der deutschen Fußball-Landkarte. Die Chance auf eine höherklassige Zukunft für den Fußball in Chemnitz - sie wäre vertan.

Dabei ist die Vision des neuen Stadions, welche CFC-Präsident Mathias Hänel und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zeichnen, kein Luftschloß. Mit 15.000 Zuschauern ist es nicht überdimensioniert. Modern soll es sein, gleichzeitig aber in erster Linie zweckmäßig und auch die Interessen der Fans berücksichtigen. Zukünftig soll kein Zuschauer mehr im Regen stehen, auch der Filius eine Chance haben, etwas vom Spiel mitzubekommen, vernünftige Toiletten soll es geben und auch der Rollifahrer anständige Bedingungen vorfinden. Alles Dinge, die man in einem zeitgemäßen Stadion im 21. Jahrhundert erwarten kann.
In vielen anderen Städten im Osten hat man die Notwendigkeit eines modernen Fußballstadions schon erkannt, man schaue nach Dresden mit seinem sensationellen Stadion, man blicke nach Rostock, Berlin, Leipzig oder Magdeburg, wo bereits gebaut wurde. Nach Thüringen wo man in Erfurt und Jena gerade neue Stadion plant. Oder nach Halle, wo der Erdgas-Sportpark beim Eröffnungsspiel aus allen Nähten platzte.

Ein erfolgreicher CFC mit einer vernünftigen Infrastruktur - das ist mehr als nur ein Fußballverein. Das sind Arbeitsplätze für Trainer und Vereinsangestellte, das ist fußballerische Heimat für viele Jugendliche, das ist soziale Verantwortung auch für behinderte Menschen, wie dem Blindenfußballverein, dort spielen die Vorbilder für viele Kinder und Jugendliche.

Und das ist Liebe und Herzblut vieler tausender Fans in ganz Deutschland, die sich nichts sehnlicher wünschen, dass ihr Verein wieder höherklassig die himmelblauen Farben repräsentiert. Das ihr CFC sich endlich wieder auf Augenhöhe mit den Konkurrenten aus Dresden oder Hinterlößnitz duelliert. Am liebsten in der zweiten Liga - vor ausverkauftem Haus.

Chemnitz, das war auch immer die Stadt, die in Sachsen hinter Leipzig und Dresden stand. Es wird Zeit auch im Chemnitzer Rathaus das Selbstbewußtsein zu zeigen, was der führende Fußballverein der Stadt im vergangenen Jahr gezeigt hat. Als man den Geldsäcken aus Leipzig den Kampf ansagte und souverän den Aufstieg schaffte. Doch der Weg soll hier nicht zu Ende sein - in die zweite Liga, da wo man schon sieben Jahre eine gute Rolle spielte, soll er mittelfristig hinführen. Dort wo dann der CFC und damit die Stadt Chemnitz überregional ständig in den Medien wären.

Ein Stadion der Moderne in der "Stadt der Moderne"? Liebe Abgeordnete des Stadtrats - bitte sorgt dafür dass diese Vision am 5. Oktober wahr wird. Habt den Mut Euch für die Zukunft zu entscheiden!

Euer Pierre Schönfeld (Charlie S.)

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