Kommentar

05.11.2015
Keine Ausreden am Samstag
Was haben Reinhardt, Löwe, Becker und Glasner gemeinsam? Sie alle haben beim letzten Aufeinandertreffen der Himmelblauen ins Tor getroffen. Ihr habt richtig gelesen, auch Sebastian Glasner, damals noch im Dress der Unblauen, kann Tore schiessen. Er traf zum 1:0 für den Schacht. Am Ende drehten unsere Jungs das Spiel, gewannen 3:2 und holten den Sachsenpokal. Im Mai 2010 war das, viereinhalb Jahre ist das mittlerweile her. Will man sich an das letzte reguläre Punktspiel zwischen Himmelblau und Lila-Weiss erinnern muss man noch weiter im Geschichtsbuch blättern. 2003, da segelte noch ein Süssner durch den Strafraum, ein Ingo Walther räumte rustikal ab und Ersin Demir schoss Tore am Fliessband, traf man zuletzt aufeinander - dann trennten sich bekanntlich die Wege.
Man muss es den Schachtis lassen, sie haben es in der Zeit gut gemacht. Sich so lange da oben zu halten, ist aller Ehren wert. Nichtsdestotrotz hatte der Fussballgott am Ende der letzten Saison endlich ein Einsehen und schickte Helge, Martin und Konsorten zurück in Liga 3.

Und so kann sie wieder steigen, die Mutter aller Derbys. Himmelblau gegen Lila-Weiß, Bezirkshauptstadt gg. "Gibts nicht", Kalle Malle gegen Wismut A**.

Es geht um was am Samstag. Es ist mehr als "nur ein Spiel" - es ist eine Frage der Ehre. Karsten - das ist wie Union gegen BFC, Marc - das ist wie Freiburg gegen Stuttgart, Reagy - das ist wie HSV gegen Pauli. Es ist ein Spiel wo keine Gefangenen zu machen sind. Wer hier kein Vollgas gibt, hat Grundsätzliches nicht verstanden. Es gibt keine Ausreden für Nichtleistung am Samstag.

Halle muss der Maßstab sein - in Sachen Leidenschaft, Mut und Willen. Dann werden 10.000 Fans wie eine Wand hinter der Mannschaft stehen und sie nach vorne peitschen.

Jungs, ihr wisst, ihr habt was gut zu machen. Am Samstag. 14 Uhr. Fischerwiese. Einen besseren Zeitpunkt um "zu begeistern" wird es so bald nicht wieder geben.

Wir sind bereit! Ihr auch?

Euer Pierre Schönfeld (Charlie S.)

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