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CFC-NEWS VOM 12.07.2018, 18:15 Uhr

Aufsichtsrat kontert Insolvenzverwalter

Der Aufsichtsrat des CFC hat heute mit einer offiziellen Stellungnahme auf die Suspendierungen von AR-Chef Uwe Bauch und Vorstands-Chef Andreas Georgi reagiert. In dieser lehnen sie das Vorgehen des Insolvenzverwalters Klaus Siemon entschieden ab und stellen sich hinter die geschassten Gremienmitglieder. Gleichzeitig regen sie ein Schlichtungsverfahren durch den den Ehrenrat an.

Die Stellungnahme des Aufsichtsrat im Wortlaut:

Der Aufsichtsrat des Chemnitzer FC hatte sich in seiner Sitzung am 10. Juli 2018 auch mit der Presseerklärung des Insolvenzverwalters vom 10. Juli 2018 zu beschäftigen. In dieser Erklärung wurde u.a. ausgeführt, dass der Insolvenzverwalter "die Funktionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandes mit insolvenzrechtlichen Mitteln suspendiert" habe.

Der Aufsichtsrat hegt erhebliche Zweifel, inwiefern der Insolvenzverwalter zu derartigen Maßnahmen befugt ist. Hierdurch würden nicht nur ordnungsgemäß gewählte bzw. bestellte Vereinsvertreter an der Ausübung ihrer von den Vereinsmitgliedern übertragenen Rechte und Pflichten gehindert werden. Nach vorläufiger Ansicht des Aufsichtsrates würde dies insbesondere auch dazu führen, dass der Vorstand dauerhaft nicht beschlussfähig ist. Der Aufsichtsrat wird insofern eine rechtliche Prüfung vornehmen lassen.

Mit großem Befremden haben die Mitglieder des Aufsichtsrates insbesondere die vom Insolvenzverwalter gewählte mediale Darstellung zur Kenntnis genommen. Diese Art des Umgangs ist nach Ansicht des Aufsichtsrates nicht nur geeignet, das Ansehen der die Funktionen ehrenamtlich ausübenden Personen nachhaltig und zu Unrecht zu beschädigen. Nach unserer Ansicht führt die gewählte Form der Darstellung neuerlich zu einem negativen Erscheinungsbild des Vereins bei potentiellen und bestehenden Sponsoren, Mitgliedern, Fans und nicht zuletzt der Stadt Chemnitz. Dennoch bzw. gerade deswegen werden wir als gewählte Vertreter des Vereins mit dieser Situation lösungsorientiert und bedacht umgehen und uns mit den beschränkten vereinsrechtlichen Möglichkeiten, die den Gremien zur Verfügung stehen, für das Wohl des Vereins und sein Fortbestehen aktiv einbringen.

Entschieden verwahrt sich der Aufsichtsrat daher gegen den Eindruck, dass die Gremienmitglieder, insbesondere die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand "Individualinteressen" verfolgen würden, die der Glaubwürdigkeit eines Neuanfangs für Sponsoren, Mitglieder und Fans entgegenstehen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates schließen einen Rücktritt des Gremiums als auch einzelner Mitglieder (unter Vorbehalt eines Mitgliedes) aus. Diese Entscheidung basiert auf der Ansicht, dass mit den Nachwahlen zum Aufsichtsrat in den Jahren 2016 und 2017 und der daraufhin erfolgten Neubestellung des Vorstandes ein personeller Neubeginn bereits eingeläutet wurde. Außerdem berücksichtigen wir, dass im Dezember 2018 turnusmäßig Neuwahlen des Gremiums durchzuführen sind, so dass etwaige personelle Änderungen in den Gremien nur extrem kurzfristig wirken und unnötigen Aufwand verursachen würden.

Der Aufsichtsrat stellt sich geschlossen hinter die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand und wird sich um eine konstruktive Lösung mit dem Insolvenzverwalter bemühen. Hierbei wurde dem Aufsichtsrat von den in der Sitzung als Gästen anwesenden Mitgliedern des Ehrenrates Unterstützung zugesichert; so ist die kurzfristige Einleitung eines Schlichtungsverfahrens durch den Ehrenrat vorgesehen.

Klarstellend erklärt der Aufsichtsrat ausdrücklich, dass er im Übrigen natürlich das Konzept des Insolvenzverwalters zur Sanierung des Chemnitzer FC weiterhin unterstützt, wie dies auch in der Vergangenheit erfolgte. So waren insbesondere die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand erfolgreich an Gesprächen mit Sponsoren über die Fortführung bzw. gar Erhöhung deren Engagements für den Chemnitzer FC beteiligt. Auch für den Aufsichtsrat haben Konsolidierung und Zukunftsfähigkeit des Vereins oberste Priorität. Ebenso stimmt der Aufsichtsrat mit dem Insolvenzverwalter überein, dass tatsächliche private Befindlichkeiten und Animositäten in solchen richtungsweisenden Zeiten zurück zu stehen haben.

Aufsichtsrat des Chemnitzer Fußballclub e.V.