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CFC-NEWS VOM 28.06.2019, 08:55 Uhr

Talk-Runde mit OB Ludwig und CFC-Sportdirektor Sobotzik

Treff der Fanclubs mit OB Barbara Ludwig und Thomas SobotzikFür den gestrigen Abend waren die Vertreter der eingetragenen CFC-Fanclubs in die VIP-Räumlichkeiten der Haupttribüne eingeladen, um mit der Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Vereinsverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Klaus Siemon, der die Einladung zusammen mit der OB ausgesprochen hatte, war nicht anwesend - dafür nahmen Sportdirektor und CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik sowie Pressesprecher Steffen Wunderlich (als Moderator) als Stimmen des Vereins teil. Gleich zu Beginn stellte die OB in ihren einleitenden Worten dar, um was es ihr an diesem Abend ging - um die Außendarstellung der Stadt Chemnitz, deren Wahrnehmung in den Medien, und wie man dieses Bild in Zukunft verbessern könnte. Sowohl im März 2019 (Haller-Zeremonie) als auch im August 2018 (Demo nach dem Tod von Daniel H.) hatten Anhänger des Vereins bundesweit für negative Schlagzeilen gesorgt, und sie als OB müsse sich seit diesen Vorfällen immer wieder neu erklären. Sobotzik nahm als Sportdirektor vor allem zur sportlichen Situation Stellung, im späteren Verlauf des Abends musste er sich aber zunehmend mit Fragen zur GmbH und dem e.V. auseinandersetzen, die besser direkt an den Insolvenzverwalter adressiert worden wären. Nach der Einleitung von Ludwig und Sobotzik stellte sich der neue Fanbeauftragte Ralf Bernsdorf kurz vor und definierte seine zukünftige Rolle als neu zu bauende Brücke zwischen himmelblauen Fans und der CFC-GmbH.

Bei den drei Frage-Runden, wo jeder Fan mit seinem Anliegen vor das Mikrofon treten konnte, wurden die Sachgebiete natürlich vermischt. Gleich die erste Frage drehte sich darum, warum kein Vertreter des e.V. im Podium anwesend ist, obwohl der CFC e.V. mit 51% die Mehrheit an der GmbH hält. Weitere Fragen drehten sich um die politischen Darstellungen der OB, ihre eigene, schwache Rolle bei der Verteidigung des Ansehens der Stadt in der medialen Schlammschlacht, und ein Fan wollte wissen, warum seit dem neuen Ordnungsdienst das Abnehmen seiner Zaunfahne viel zu lange dauern würde. Kurz, es stellte sich heraus, dass es sehr viele unterschiedliche Baustellen, Fragen und Probleme zwischen den himmelblauen Fans und der Vereinsführung zu besprechen gibt - ein Zeichen dafür, dass seit dem Sommer 2018 und dem Insolvenz-Verfahren nie miteinander, sondern nur übereinander gesprochen wurde. Leider waren viele Antworten unbefriedigend, so zum Beispiel wurde Sobotzik gefragt, warum der Insolvenzverwalter das Geld für die neu geplante Mitgliederversammlung verweigert, obwohl er im Frühjahr 2019 für die damals angesetzte MV das Geld bereitgestellt hat. Sobotziks Antwort: "Wer in die Gaststätte zum Essen geht, muss auch das entsprechende Geld mitbringen!" Eine Frage zur Bezahlung der Trainer im Nachwuchsbereich (kein Lohn seit April?) wurde abgewimmelt, eine andere Frage zum Finanzloch in der abgelaufenen Saison (500.000 Euro?) gar nicht beantwortet ("Setzen sie sich wieder hin!"). Auch bei den politischen Brisanzthemen des Abends redete man mehr aneinander vorbei, als das es zu Lösungen gekommen wäre. Immerhin sprach sich die deutliche Mehrheit im Saal auf Nachfrage der OB per Handzeichen dafür aus, dass es solche Abende öfters geben sollte, und der Fanbeauftragte Bernsdorf bekam mit auf den Weg, den Kontakt zur alten "AG Faninteressen" zu suchen, welche zusammen mit der OB und der Vereinsspitze beim Stadionprojekt als Vertreter der Fan-Interessen gut funktioniert hatte.
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