Saison 1988/1989
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig1:0FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
11. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1988/1989
Samstag, 12. November 1988, 13:30 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 6.300
Schiedsrichter: Prokop (Erfurt)
1. FC Lok LeipzigTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Müller
A BaumGelbe Karte
A Lindner
A Kracht
M Liebers
M Kreer
M Scholz (81. Barylla)
M Halata
M Bredow
S MarschallGelbe Karte
S Zimmerling (72. Edmond)

Trainer: Hans-Ulrich Thomale
1:0 Marschall (27.)

T Schmidt
A Laudeley
A Ziffert (64. Illing)
A Köhler
A FankhänelGelbe Karte (78. Heidrich)
M Keller
M D. MüllerGelbe Karte
M Wienhold
M Mehlhorn
S Richter
S SteinmannGelbe Karte

Trainer: Hans Meyer
Pressestimmen

Fuwo

Das Feld wird aufgerollt

Das war doch eigentlich eine Konstellation, die Fußball-Genuß versprach: hier die Probstheidaer, die nach dem 4:10-Startschocker gewillt waren, mit dem vierten Sieg in Folge das Feld weiter von hinten aufzurollen; dort die Westsachsen mit der erklärten Absicht, sich weiter oben zu etablieren, nicht mitzuschwimmen, vielmehr mitzudiktieren! [..] Marschalls direkter Schlenzer aus 25 Metern über Schmidt hinweg - Liebers hatte im richtigen Moment die vergeblich auf Abseits spielende FCK-Viererabwehrkette überflankt - war ebenso sehenswert wie hochverdient. Obwohl weite Flugbälle auf Richter (wuchtiger Körpereinsatz gegen zwei, drei Mann) und Steinmann sich ein wenig stereotyp ausnahmen, die Meyer-Elf wählte nicht minder die Flucht nach vorn, durch Kellers Solo (38.) nachhaltig belegt.

Zehn Minuten nach dem Wechsel, mit einem aggressiveren FCK, hielt die Angriffsherrlichkeit noch vor. Dann brach die Hektik, die Stocherei, die Planlosigkeit, die Zweikampfintoleranz, das Stillose herein. Tatsächlich mit solcher Brachialgewalt, daß sich notierenswerte spieltechnische Aktionen kaum noch ergaben. Bei den Gastgebern wurde der konditionelle Verschleiß nach dem EC-Streß in Neapel sichtbar, der psychische ebenso. Auf diese Karte hatten die Karl-Marx-Städter gesetzt, aber "bei uns spielten nicht alle konzentriert genug, mannschaftlich wirkten wir zu schwach", urteilte Hans Meyer. Hans-Ulrich Thomales Sicht der Dinge war verständlich: "Kein gutes Spiel, aber wir gewannen und bestätigten unseren Aufwärtstrend trotz des Ausscheidens in Neapel. In der Tabelle sind wir weiter vorangekommen." [..]

(Günter Simon)

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