Saison 1991/1992
CFC / 2. Bundesliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:1SC Freiburg
SC Freiburg
2. Spieltag - 2. Bundesliga Süd - Saison 1991/1992
Freitag, 02. August 1991, 19:00 Uhr
Sportforum, Chemnitz
Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Amerell (München)
Chemnitzer FCTorfolgeSC Freiburg
T Hiemann
A Barsikow
A Seifert
A Illing
M Keller
M Bittermann
M ZiffertGelbe Karte
M Bliss
M Mehlhorn
S Boer (88. Vollmar)
S Mitzscherling

Trainer: Hans Meyer
1:0 Seifert (8.)
1:1 Fincke (19.)
2:1 Boer (74.)

T Sachs
A SchmidtGelbe Karte
A Maier
A KohlGelbe Karte (71. Renner)
M Braun
M M. Zeyer
M Todt
M A. Zeyer
M Pfahler
S Fincke
S Spies

Trainer: Volker Finke
Pressestimmen

FUWO
Am Anfang staunte der Trainer
Hans Meyer, Trainer des Chemnitzer FC, war nach dem 2:1-Erfolg über den SC Freiburg überrascht von seiner Mannschaft: "Ich hatte nicht geglaubt, daß wir trotz der Verletzungsausfälle so aufspielen können wie zu Beginn." Spranger, Köhler, vor allem aber Heidrich standen ihm nicht zur Verfügung. Davon spürten die 4000 Zuschauer in den Anfangsminuten kaum etwas. Chemnitz spielte aggressiv, erzielte bei den Freiburgern - wie Schiedsrichter Amerell aufgrund von Staus auf der Autobahn verspätet angereist - sichtlich Wirkung. Folgerichtig das 1:0: Nach einer Mehlhorn-Flanke konnte der blonde Seifert unbedrängt aus 10 Metern in das Tor einköpfen.
Um so unverständlicher - und für Trainer Meyer wiederum überraschend - der Bruch im Spiel der Sachsen schon nach 15 Minuten. Denn von nun an bestimmten die Freiburger bis zum Schlußpfiff das Geschehen auf dem Spielfeld, hatten auch bald den Ausgleich erzielt. Meyer: "Ich habe keine Erklärung dafür, warum wir so von der Rolle gekommen sind." Was fehlte, war ein Mann, der die Verantwortung übernommen hätte, der Ruhe und Übersicht behält, auch mal das Tempo aus dem Spiel nimmt. Brian Bliss, von Energie Cottbus zum Chemnitzer FC gekommen, war damit (noch?) überfordert. Meyer: "Kaum einer wirkte ballsicher, phasenweise haben sie aneinander vorbeigespielt, es gab zu viele Fehlpässe."
Ganz zu schweigen von der Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Nicht nur einmal schoben sich die Abwehrspieler zum Teil hilflos den ball hin und her. Anders der Gegner, dessen Trainer Volker Finke von einer schmerzlichen Niederlage sprach: "Wer so das Spiel kontrolliert wie wir, der hatte einen Sieg verdient, zumal beide Gegentore vermeidbar waren." Dem konnte Hans Meyer nicht widersprechen. Er lobte vor allem die kluge Raumaufteilung und die Spielintelligenz der Freiburger. "Mit ihnen wird man rechnen müssen und gerade deshalb bin ich sehr froh über diesen Sieg - auch wenn er etwas glücklich zustande kam." Beweis: Beim 2:1 brauchte Boer gleich drei Versuche, um aus fünf Metern Entfernung ins Tor zu treffen...
(Jörg Forbricht)

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