Saison 1991/1992
CFC / 2. Bundesliga



 
VfB Leipzig
VfB Leipzig0:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
3. Spieltag - 2. Bundesliga Süd - Saison 1991/1992
Samstag, 10. August 1991, 15:30 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 3.000
Schiedsrichter: Brandt-Cholle (Berlin)
VfB LeipzigTorfolgeChemnitzer FC
T Kischko
A Müller
A Hammermüller
A Edmond
A Lindner
M Trommer
M LiebersGelbe Karte
M Bredow
M Anders
S Turowski
S Hobsch

Trainer: Jürgen Sundermann
Tore Fehlanzeige

Besondere Vorkommnisse:
Lindner verschiesst Foulelfmeter (80.)

T Hiemann
A Barsikow
A BittermannGelbe Karte (46. Laudeley)
A Seifert
A Ziffert (48. Heidrich)
M Illing
M KellerGelbe Karte
M BlissGelbe Karte
M MehlhornGelbe Karte
S Boer
S Mitzscherling

Trainer: Hans Meyer
Pressestimmen

FUWO
Null Tore! Leipzig vergab sogar Elfer
Noch können Interessenten mit Leipzigs Mittelfeldspieler Uwe Bredow wetten. Seine Behauptung: "Wetten, daß wir in Halle unser erstes Tor schießen." Woher nimmt er nach 270 torlosen Minuten des VfB dieses Selbstbewußtsein? Ganz einfach: "Irgendwann muß der Knoten doch platzen. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert."
Kann man nach einem Spiel zum Wegschauen überhaupt von einer Steigerung sprechen? Leipzigs Geschäftsführer Wolfgang Koch zog sich elegant aus der Affäre: "Ich war zwar beim Auswärtsspiel in München nicht dabei, bin mir aber sicher, daß die Steigerung unbedingt kommen wird. Und zwar bald."
Die Null-Tore-Diät schlug nicht nur den Zuschauern auf den Magen. Auch beiden Trainern. Leipzigs Jürgen Sundermann: "Hier Sturmspitze zu spielen, ist nicht ganz einfach. Von hinten heraus kommt ja so gut wie nichts. Dabei bewegten sich Hobsch und Turowski ganz gut. Aber es gibt aus dem Mittelfeld heraus keine Ideen." Sein Chemnitzer Gegenüber Hans Meyer: "Auch ich muß die Stürmer in Schutz nehmen, wenn aus den hinteren Reihen nichts kommt."
Das die Leipziger durch Kapitän Lindner sogar einen Elfer nur an den Pfosten schossen (Foul von Heidrich an Rische/80.), setzte allem die Krone auf. Der erstaunliche Trost des Fehlschützen Lindner: "Es wäre ohnehin nur ein äußerst glücklicher Sieg gewesen, denn die bessere Mannschaft waren wir auf keinen Fall." Wie wahr!
Chemnitz-Trainer Hans Meyer besaß nach der wirklich unzumutbaren Vorstellung beider Mannschaften wenigstens noch Galgenhumor: "Im Gegensatz zum 0:3 vom Frühjahr ist dieses 0:0 ja schon ein Erfolg." Ernsthafter aber fügte er hinzu: "Eine ganze Menge Spieler sind noch nicht frisch. Ich hätte einige nur durch eine Auswechslung erlösen können."
Was zählte, war allein der Punkt. Mit dem waren die Chemnitzer trotz hochkarätiger Möglichkeiten in der Schlußphase (Mitzscherling, Mehlhorn) nicht unzufrieden. Gerade bei ihren vergebenen Chancen aber konnten Meyer graue Haare wachsen.
Am Ende hatten sich beide Mannschaften nichts vorzuwerfen. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Besseres. Wetten allerdings wollten die Chemnitzer darauf nicht annehmen.
(Andreas Baingo)

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