Saison 1991/1992
CFC / 2. Bundesliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC3:1VfB Leipzig
VfB Leipzig
14. Spieltag - 2. Bundesliga Süd - Saison 1991/1992
Sonntag, 20. Oktober 1991, 15:00 Uhr
Sportforum, Chemnitz
Zuschauer: 4.300
Schiedsrichter: Weise (Könitz)
Chemnitzer FCTorfolgeVfB Leipzig
T Hiemann
A IllingGelbe Karte
A Seifert
A Bittermann
M Spranger (72. Ziffert)
M Keller
M Köhler
M Heidrich
M Mehlhorn
S Torunarigha (83. Vollmar)
S Boer

Trainer: Hans Meyer
1:0 Heidrich (10.)
2:0 Heidrich (27.)
3:0 Heidrich (45.)
3:1 Turowski (73.)

T Kischko
A Lindner
A Kracht
A Edmond (29. Hammermüller)
M Däbritz (39. Liebers)
M TrommerGelbe Karte
M Bredow
M Rische
M Anders
S Turowski
S Hobsch

Trainer: Jürgen Sundermann
Pressestimmen

FUWO
Nach Heidrichs Hattrick Chemnitz wieder Spitze
Als ob es Steffen Heidrich geahnt hätte. Unmittelbar vor dem Spiel sagte er: "Wenn wir zwei Punkte holen und vorn weiter mitspielen, redet keiner mehr über das 0:4 vorige Woche in Freiburg."
Der offensive Mittelfeldspieler rackerte dann am meisten, um die Pleite von Freiburg vergessen zu machen und die Chemnitzer wieder an die Spitze zu schießen. Hinter den beiden Spitzen Boer und Torunarigha wirbelte Heidrich die spielerisch nicht viel schlechteren Leipziger völlig durcheinander.
10. Minute: Mehlhorn spielt Heidrich an der 16m-Linie an. Dieser schießt flach links ins Eck - 1:0. 27. Minute: Doppelpaß im Strafraum mit Boer. Heidrich trifft unter die Latte - 2:0. 45. Minute: Mehlhorn erkämpft sich an der linken Eckfahne von Anders den Ball, flankt hoch vor das Tor. Wer köpft das 3:0? Natürlich Heidrich! Drei Chancen, drei Tore. Lupenreiner Hattrick. Besser geht es nicht.
In der Chancenverwertung wurde der große Unterschied deutlich. Aber auch im besseren Mittelfeldspiel. An der Seite des überragenden Heidrich spielte nämlich auch Mehlhorn stark auf. Der Linksbeiner hat zumeist gegen die Leipziger einen guten Tag. Im Vorjahr schoß er gegen sie zwei Tore. Auch diesmal hätte Mehlhorn sein überzeugendes Spiel mit einem Tor krönen können. In der 56. Minute strebte er allein dem Leipziger Tor zu. VfB-Torwart Kischko aber blieb Sieger.
Auch wenn die Chemnitzer diese Chance nicht nutzten, bereits zur Pause waren die Leipziger klar geschlagen. So deutlich schlechter spielten sie aber nicht. Auch sie hatten bis dahin drei gute Gelegenheiten. Allesamt durch Anders. Dreimal jedoch vergab er. 11. Minute: Anders schießt, Hiemann wehrt ab. Nachschuß von Hobsch ans Außennetz. 17. Minute: Anders-Kopfball, Hiemann lenkt zur Ecke. 24. Minute: Erneuter Kopfball von Anders. Diesmal rettet Illing vor der Linie.
Trotz des klaren Rückstandes gaben sich die Leipziger nicht geschlagen. Sie spielten weiterhin wacker mit. Ihr Mühen wurde mit dem Ehrentor belohnt. Turowski nutzte eine Flanke von Hobsch mit schönem Direktschuß ins linke untere Eck. Diesmal war der gute Hiemann machtlos.
Dem Chemnitzer Torhüter aber ist es zu verdanken, daß der neue Tabellenführer nicht in noch ärgere Bedrängnis kam. Einen Flugkopfball von Hobsch meisterte Hiemann acht Minuten vor dem Ende mit prächtiger Parade.
Interessierter Beobachter dieses Spiels war übrigens Rico Steinmann, zuletzt in Köln nicht mehr erste Wahl. Sein Kommentar: "Vor allem in der ersten Halbzeit ein Superspiel der Chemnitzer. Es lohnte sich wirklich zuzuschauen."
(Thomas Brenner)

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