Saison 1991/1992
CFC / 2. Bundesliga



 
1. FC Saarbrücken
1. FC Saarbrücken3:1Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
15. Spieltag - 2. Bundesliga Süd - Saison 1991/1992
Samstag, 26. Oktober 1991, 15:30 Uhr
Ludwigspark, Saarbrücken
Zuschauer: 6.500
Schiedsrichter: Wippermann (Bonn)
1. FC SaarbrückenTorfolgeChemnitzer FC
T Wahlen
A KostnerGelbe Karte
A Eichmann
A Fuhl
M Zechel (59. Hach)
M LangeGelbrote Karte
M Nushöhr (61. Akpoborie)
M Schüler
M Pförtner
S Preetz
S Krätzer

Trainer: Peter Neururer
0:1 Mehlhorn (59.)
1:1 Akpoborie (76./Foulelfmeter)
2:1 Fuhl (84.)
3:1 Pförtner (90.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rote Karte für Lange (81.)

T Hiemann
A Illing
A Laudeley
A SeifertGelbe Karte
M Keller
M Bittermann
M Köhler
M HeidrichGelbe Karte
M MehlhornGelbe Karte
S Boer
S Torunarigha (79. Vollmar)

Trainer: Hans Meyer
Pressestimmen

FUWO
Ein Elfmeter, der gar keiner war
Saarbrücken - 76. Minute: Saarbrückens Libero Kostner stürmt halbrechts, den Ball am Fuß, in den Chemnitzer Strafraum. An seiner Seite Chemnitz-Stürmer Torunarigha. Beide rangeln, und plötzlich hebt Kostner ab. Schiedsrichter Jürgen Wippermann pfeift Elfmeter. Torunarigha versteht die Welt nicht mehr. "Kostner hat in dieser Szene erheblich nachgeholfen", stellte Chemnitz-Trainer Hans Meyer später fest. Auch Saarbrückens Trainer Peter Neururer redete Klartext: "Ich hätte in dieser Situation nicht gepfiffen, Kostner hat den Elfmeter clever herausgeholt."
Meinung hin, Meinung her. Der Strafstoß war die Wende im Spiel. Denn Saarbrückens Akpoborie, wie Torunarigha aus Nigeria, war's egal. Er schickte Chemnitz-Torhüter Hiemann in die falsche Ecke, glich die Chemnitzer Führung (durch Mehlhorns abgefälschten Schuß/59.) aus.
Der Ausgleich verlieh den Saarländern mächtig Auftrieb. So schafften sie sogar mit zehn Spielern den Sieg. Jürgen Lange erhielt nach einem Foul an Mehlhorn (81.) eine Matchstrafe.
So lief's: Fuhl war nach Pförtners präziser Flanke freistehend zur Stelle, gab Hiemann mit tückischem Kopfballaufsetzer das Nachsehen (84.) - 2:1. Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Pförtner noch Kostner-Paß den vielbejubelten 3:1-Endstand.
Das Resultat kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich Saarbrücken gegen die abwehrstarken Sachsen bis zum Strafstoß sehr schwer tat. Lediglich im Spiel nach vorne ließ der gestürzte Tabellenführer einige Wünsche offen. Trainer Meyer gestand dieses Defizit seiner Mannschaft nach dem Spielschluß offen ein: "Bei eigenem Ballbesitz haben wir in der ersten Halbzeit die schlechteste Leistung seit langer Zeit geboten."
Nach der Pause setzte Chemnitz auch in der Offensive stärkere Akzente. Heidrich wurde auf dem Weg zum sicher scheinenden 0:2 vom Schiedsrichter zurückgepfiffen (72.). Wegen angeblicher Abseitsstellung. Auch diese Entscheidung rief Meyers Unmut hervor: "Das war niemals Abseits, eine klare Fehlentscheidung."
(Michael Emmerich)

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