Saison 1991/1992
CFC / 2. Bundesliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC4:0TSV 1860 München
TSV 1860 München
18. Spieltag - 2. Bundesliga Süd - Saison 1991/1992
Freitag, 15. November 1991, 18:30 Uhr
Sportforum, Chemnitz
Zuschauer: 5.410
Schiedsrichter: Stenzel (Forst)
Chemnitzer FCTorfolgeTSV 1860 München
T Hiemann
A Illing
A Bittermann
A Laudeley
M Keller
M SprangerGelbe Karte (67. Bliss)
M KöhlerGelbe Karte
M Heidrich
M Mehlhorn
S Torunarigha
S Boer (80. Vollmar)

Trainer: Hans Meyer
1:0 Heidrich (10.)
2:0 Torunarigha (35.)
3:0 Heidrich (68.)
4:0 Heidrich (81.)

T Berg
A Hainer
A MillerGelbe Karte
A Maurer
M Störzenhofecker
M Hecht
M MotzkeGelbe Karte
M ZiemerGelbe Karte
M ZeilerGelbe Karte (62. Kneißl)
S Pingel
S Schmidbauer (19. Heisig)

Trainer: Karsten Wettberg
Pressestimmen

FUWO
Heidrich-Show: Eins - Zwei - Drei
Eine Überschrift aus unserer letzten Donnerstag-Ausgabe: "Antreiber gesucht". Gemeint war der Chemnitzer FC, der sich nach einem torgefährlichen Stürmer oder Mittelfeldspieler umsieht.
Nach dem 4:0 gegen München nun diese Frage an Trainer Hans Meyer: "Haben Sie nicht Angst, daß Heidrich vielleicht im Sommer von einem Erstliga-Klub weggeholt wird?" Meyer witzig und schlagfertig: "Warum Angst? Mit jedem Tor steigt Steffens Wert. Vielleicht rettet uns sein Verkauf finanziell über das nächste Jahr."
Drei Tore schoß der 24jährige Chemnitzer Steffen Heidrich gegen die Traditionself aus Bayern. Seinem Bewacher Störzenhofecker gab er ein Rätsel nach dem anderen auf. Dazu Münchens Trainer Wettberg: "Wir müssen noch viel lernen."
Erfreulich für die Chemnitzer, daß Heidrich und Torunarigha, der Publikumsliebling aus Nigeria, immer besser miteinander harmonieren.
Beispiel Tor Nr. 3: Der 21jährige Afrikaner spielt in halblinker Position an der Torauslinie zwei Münchener aus und schlenzt den Ball mit dem rechten Außenrist über Torwart Berg. Dahinter lauert Heidrich. Der braucht nur noch den Fuß hinzuhalten. Eine technische Delikatesse der "schwarzen Perle".
Beispiel Tor Nr. 4: Alle rechnen damit, daß "Otcho" (Spitzname von Torunarigha) seine Schußgelegenheit an der Strafraumgrenze selbst nutzt. Denkste! Kurzpaß auf den am 11m-Punkt besser postierten Heidrich. Der tunnelt (Ball wird durch die Füße gespielt) Störzenhofecker und läßt auch Berg keine Chance.
Und auch diesen Vorteil hatten die Chemnitzer. Verteidiger Laudeley ließ Münchens dänischem Sturm-Import Pingel keinen Stich, wurde mit ihm mühelos fertig.
Trainer Wettberg hob danach die "deutliche technische Überlegenheit der Chemnitzer" hervor. Als Schlüsselszenen bewertete er die ersten beiden Treffer.
Beim 1:0 wurde Heidrichs Schuß von Hainer abgefälscht und senkte sich als Bogenlampe über den zu weit vor dem Kasten stehenden Torhüter Berg ins Netz. Da wurde Münchens Stürmer Schmidhuber gerade behandelt.
Vor dem 2:0 gab es ein krasses Fehlabspiel von Ziemer im Mittelfeld.
Kein Wunder, daß Chemnitz-Trainer Meyer dies sagte: "Das Spiel war für uns komplizierter, als es das 4:0 vermuten läßt." Trotzdem, die Sachsen stehen bereits mit einem Bein in der Aufstiegsrunde. Schaffen sie die, wäre ihr wichtigstes Saisonziel erreicht.
(Thomas Brenner)

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