Saison 1992/1993
CFC / 2. Bundesliga



 
MSV Duisburg
MSV Duisburg1:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
12. Spieltag - 2. Bundesliga - Saison 1992/1993
Samstag, 29. August 1992, 15:30 Uhr
Wedaustadion, Duisburg
Zuschauer: 9.000
Schiedsrichter: Zerr (Ottersweier)
MSV DuisburgTorfolgeChemnitzer FC
T Rollmann
A Westerbeek
A Böger
A Nijhuis
M Azzouzi (60. Sailer)
M Steininger
M Gielchen
M Harforth (45. Minkwitz)
M Tarnat
S SchmidtGelbe Karte
S Preetz

Trainer: Uwe Reinders
1:0 Schmidt (83.)

T SchmidtGelbe Karte
A Barsikow
A Laudeley
A Mehlhorn
M Bittermann
M Keller
M Heidrich (84. Zweigler)
M VeitGelbe Karte
M Neuhäuser (81. Lucic)
S Renn
S SchweizerGelbe Karte

Trainer: Hans Meyer
Pressestimmen

FUWO

Duisburger Sieg nach Kerze im Strafraum

Glück und Pech lagen in Duisburg ganz eng beieinander. Ganze sieben Minuten fehlten den Chemnitzern, um mit ihrer Mauer-Taktik zum ersehnten Punkt zu kommen.

Duisburg begann wie die Feuerwehr, zwei Riesenchancen innerhalb von 120 Sekunden. Doch Steininger (1.) und Preetz (2.) scheiterten freistehend an Chemnitz-Torwart Schmidt. Erst nach zehn Minuten bekamen die Chemnitzer das Spiel in den Griff. Libero Barsikow organisierte die Abwehr, Mehlhorn meldete Preetz ab und Laudeley hatte Schmidt unter Kontrolle.
Es wurde schnell klar: Chemnitz-Trainer Meyer setzte voll auf Defensive. Begründung: "In den letzten beiden Auswärtsspielen waren wir zu offensiv und verloren." Renn und Schweizer in der Spitze hatten viele Defensiv-Aufgaben, Manndeckung im Mittelfeld. Duisburg feldüberlegen, fand aber nie ein Mittel gegen die tiefgestaffelte Abwehr, Chancen Fehlanzeige. In der 35. Minute dann Schrecksekunde für Duisburg. Doch nach tollem Paß von Neuhäuser verzieht Schweizer freistehend nur knapp.

Nach der Pause das gleiche Bild. Nur zwei Duisburger Lattentreffer von Preetz und Steininger ließen das graue Mittelmaß für Momente vergessen. Dann die 83. Minute: Laudeley schlägt im eigenen Strafraum eine Kerze. Schmidt reagiert am schnellsten und trifft zum 1:0. Und plötzlich wurde Fußball gespielt. Chemnitz gab das Mauern auf und hatte zwei Riesenchancen durch Schweizer. Erst scheiterte er an Rollmann (85.), drei Minuten später traf er nur den Pfosten. Da kamen die schwachen Duisburger noch arg ins Schwitzen. "Wer so ein Spiel gewinnt, der steht zu Recht oben", sagte Duisburgs glücklicher Trainer Reinders nach dem schwer erkämpften Sieg. Es war auch das einzige Positive, was unter dem Strich für den MSV sprach. Chemnitz-Trainer Meyer: "Mit dem Tor habe ich nicht mehr gerechnet." Pech!

(Bernd Bemmann)

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