Saison 1992/1993
CFC / 2. Bundesliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:2VfB Leipzig
VfB Leipzig
19. Spieltag - 2. Bundesliga - Saison 1992/1993
Samstag, 24. Oktober 1992, 15:30 Uhr
Sportforum, Chemnitz
Zuschauer: 2.760
Schiedsrichter: Kemmling (Burgwedel)
Chemnitzer FCTorfolgeVfB Leipzig
T Hiemann
A Barsikow
A Bittermann (67. Zweigler)
A Laudeley
M Heidrich
M Renn
M KellerGelbe Karte
M Veit
M Mehlhorn
S Torunarigha
S Boer (18. Schweizer)

Trainer: Hans Meyer
0:1 Edmond (14.)
0:2 Anders (68./Foulelfmeter)
1:2 Veit (77.)
2:2 Mehlhorn (80.)

T Kischko
A Lindner
A EdmondGelbe Karte
A Kracht
M Gyamfi (60. Liebers)
M BredowGelbe Karte
M Heidenreich
M AndersGelbe Karte
M Däbritz
S RischeGelbe Karte
S Hobsch (87. Engelmann)

Trainer: Jürgen Sundermann
Pressestimmen

FUWO

Chemnitz fast noch Sieger

Selbst der Ball war platt beim Sachsenderby zwischen Chemnitz und Leipzig (2:2). Ließ die Luft raus nach dem Leipziger Führungstreffer (Kopfball von Edmond nach einer präzisen Bredow-Ecke/14.). Aber auch die Zugabe zum 2:0 (Anders verwandelte Foulelfmeter/68.) mit einem neuen Ball reichte nicht für die Konterspezialisten aus Leipzig. Denn danach drehten die Chemnitzer erst so richtig auf, schafften innerhalb von drei Minuten noch den Ausgleich: "Ojo" Torunarigha, bester Chemnitzer Angreifer, wirbelte in der Leipziger Abwehr. Seine Flanke leitete Zweigler mit dem Kopf weiter, Veit traf aus sechs Metern (77.). Da sahen sowohl Liebers (erster Einsatz nach dreimonatiger Pause!) und Kracht schlecht aus. Torunarigha war auch am 2:2 beteiligt (80.). Ausgangspunkt war sein glänzendes Doppelpaßspiel mit Mehlhorn, der spitzelt mit einer Bogenlampe den Ball über den machtlosen Kischko aus sieben Metern in das Leipziger Tor.

Mehlhorn und Heidrich dominierten im Mittelfeld, waren die herausragenden Ideengeber des CFC-Spiels. Deshalb fast noch der Chemnitzer Sieg: Renn zwingt Leipzigs Torwart Kischko mit einem schönen Kopfball zu einer Glanztat (86.). Drei Minuten später knallt Heidrich einen 25m-Freistoß in die Leipziger Abwehrmauer. Seinen gefährlichen Nachschuß rettet Kischko im letzten Moment glücklich mit dem Fuß von der Linie. Leipzigs Trainer Sundermann erleichtert: "Nach dem 2:0 rechnete ich mit einem Sieg. Doch zuletzt war ich froh, daß wir wenigstens einen Punkt hatten." CFC-Trainer Meyer: "Das 0:2 war für uns ein Schlag in die Fresse. Doch mit der guten Moral haben wir wie beim 4:4 in Braunschweig die Rückschläge gut weggesteckt, den einen Punkt hochverdient gewonnen."

Schrecksekunde der Chemnitzer bereits in der 18. Minute: Stürmer Boer mußte verletzt vom Platz. Mit Verdacht auf Wadenbeinbruch. Diagnose im Krankenhaus: Schwere Prellung, deshalb mindestens drei Wochen Pause. Schweizer, für Boer eingewechselt, bestätigte seinen Formanstieg, paßte sich gut in das Chemnitzer Spiel ein.
Fazit: Mit dieser Leistung ist Chemnitz kein Abstiegskandidat. Allerdings war Leipzig nur mit einigen Kontern stark. Sturm-Star Hobsch zeigte nur in der ersten Halbzeit gegen Bittermann und Laudeley gefährliche Angriffe, versank dann immer mehr in der Versenkung. Der Grund: Aus dem Mittelfeld kam zu wenig, Gyamfi und Heidenreich spielten schwach.

(Thomas Brenner)

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