Saison 1992/1993
CFC / 2. Bundesliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:0FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock
23. Spieltag - 2. Bundesliga - Saison 1992/1993
Samstag, 28. November 1992, 15:30 Uhr
Sportforum, Chemnitz
Zuschauer: 3.500
Schiedsrichter: Willems (Mönchengladbach)
Chemnitzer FCTorfolgeFC Hansa Rostock
T Hiemann
A Barsikow
A Seifert
A Laudeley
M Keller
M Veit
M Mehlhorn
M Heidrich
M Renn (79. Bittermann)
S Schweizer (65. Torunarigha)
S BoerGelbe Karte

Trainer: Hans Meyer
1:0 Seifert (50.)

T Hoffmann
A Sänger
A Alms
A März
M Lange
M Zallmann
M Persigehl
M Weilandt (58. Kubala)
M Wahl (76. SchmidtGelbe Karte)
S Bodden
S Chalaskiewicz

Trainer: Erich Rutemöller
Pressestimmen

FUWO

Chemnitz in Laune: Bremen kann kommen

Geglückte Chemnitzer Generalprobe beim 1:0 gegen Hansa für den Pokalfight gegen Bremen. Trainer Meyer: "Rostock hat, ähnlich wie Werder, lange Kerls in der Mannschaft. Für mich war wichtig zu sehen, wie wir damit klarkommen. Gegen Bremen werden wir aber nicht auf Teufel-komm-raus stürmen." Meyer ist jetzt nach "vier Spielen hintereinander, die wir zu Null beendet haben, vor der Zukunft nicht bange."

Der Sieg gegen Rostock: Ein gutes Omen für das "Spiel des Jahres" gegen Bremen. Beim letzten Heimspiel gegen Rostock (29.9.90) verlor Chemnitz in der Oberliga Nordost 0:2 gegen den späteren Bundesliga-Aufsteiger Hansa. Wenige Tage später (3.10.) mußten die Sachsen im UEFA-Cup gegen Borussia Dortmund ran, verloren ebenfalls 0:2. Jetzt aber gewannen die Chemnitzer. Gibt es nun nach dem "Gesetz der Serie" am Dienstag gegen Bremen auch einen Sieg?

Ergebnis und Spielverlauf gegen Rostock machen ein wenig Hoffnung. Chemnitz, mit Ausnahme der ersten und letzten Viertelstunde die klar bessere Mannschaft. Trainer Meyer: "Während dieser Zeit hatte ich nie den Eindruck, daß wir das Spiel verlieren könnten." Überragender Mann auf dem Platz: Mittelfeld-Macher Steffen Heidrich. Er war Dreh- und Angelpunkt, spielte seinen Gegenspieler Zallmann schwindlig, leitete die gefährlichsten Angriffe ein. So in der 15. Minute, als er von links in den Strafraum paßte. Der Rostocker Lange wehrte zwar ab, doch Heidrich bekam den Ball erneut vor die Füße, zog aus 25 m ab: Hoffmann konnte gerade noch abwehren.

Rostock, defensiv eingestellt, konnte sich vom Chemnitzer Druck nicht freimachen, enttäuschte vor allem im Mittelfeld, hatte selbst kaum Chancen. Die beste in der ersten Halbzeit: Ein Weilandt-Schuß aus 14 m strich über das Tor (40.). Trainer Rutemöller sah als Hauptgrund für die Niederlage "wieder mal unsere berühmt-berüchtigten zehn Minuten nach der Pause." Beim 1:2 in Freiburg vor zwei Wochen schaffte der Freiburger Rraklli in der 47. Minute das Siegtor. Diesmal war es der Chemnitzer Seifert in der 50. Minute. Mehlhorn hatte von links geflankt, Bodden verpaßte den Ball, Seifert fackelte aus zehn Metern nicht lange.

Fünf Minuten vor Schluß aber auch Glück für Chemnitz. Klares Foul von Seifert im Strafraum an Bodden, Schiedsrichter Willems aber pfiff nicht. Allerdings: Ein Unentschieden wäre auch unverdient gewesen. Rostocks Trainer Rutemöller: "Der doppelte Punktverlust tut unheimlich weh."

(Robert Löwe)

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