Saison 1984/1985
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock4:2FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
20. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1984/1985
Samstag, 13. April 1985, 15:00 Uhr
Ostseestadion, Rostock
Zuschauer: 7.300
Schiedsrichter: Hagen (Dresden)
FC Hansa RostockTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Hauschild
A Uteß
A Littmann
A März
A Rillich
M Mischinger (74. Kleinminger)
M Schlünz
M Schulz
S Doll
S Jahros
S Röhrich (55. Pinkohs)

Trainer: Jürgen Heinsch
1:0 Schulz (23./Foulelfer)
2:0 Jahros (32.)
3:0 Jahros (43.)
4:0 Schulz (63.)
4:1 Meier (86.)
4:2 Persigehl (87.)

T Krahnke
A Köhler
A Birner
A Uhlig
A Fankhänel
M Schwemmer
M A. Müller
M Wienhold (64. Persigehl)
S GlowatzkyGelbe Karte
S Meier
S Bemme (46. Neuhäuser)

Trainer: Manfred Lienemann
Pressestimmen

FUWO

Nach einer Stunde "Klar Schiff"

Die Hanseaten gingen mit recht gemischten Gefühlen in diese für sie eminent wichtige Partie. Schlünz plagte sich während der Woche mit einer Darmgrippe herum. Der Einsatz von Jahros (Leistenzerrung) stand bis kurz vor dem Anpfiff auf der Kippe. Probleme also, und die ausgerechnet gegen "Angstgegner" FCK. Im Vorjahr nämlich hatte er beide Punkte aus dem Ostseestadion entführt (1:2), und in der Hinrunde bezogen die Rostocker von ihm ihre erste Schlappe (1:5). Aber siehe da: Bereits nach einer guten Stunde hatten die Gastgeber "klar Schiff" gemacht.

"Ich kann mich nicht entsinnen, daß wir jemals mit 4:0 führten", strahlte Rainer Jahros. Er hatte nach dem Strafstoßtor ("Eine unvertretbare Entscheidung, die uns verunsicherte, ja, aus der Bahn warf", äußerte Manfred Lienemann verärgert) seine großen Auftritte. Zuerst schloß er eine Kombination über Röhrich - Uteß aus halbrechter Position mit Flachschuß in die kurze Ecke ab; dann bugsierte er aus halblinker Position den Ball mit tollem Effetstoß in die lange Ecke.

...

Dabei hatten die Gäste anfangs die Ausfälle von insgesamt vier Stammkräften (J. Müller, Illing verletzt, Persigehl saß nach gerade ausgeheilter Knöchelverletzung anfangs auf der Bank) nahezu völlig überspielt. "Sie operierten in der ersten halben Stunde bewegungsreicher, schneller, spritziger und gefährlicher als die Hanseaten", urteilte DFV-Verbandstrainer Horst Brunzlow. Sehenswert auch das Umkehrspiel des FCK (Schwemmer, Fankhänel, A. Müller, Birner), der fast die doppelte Anzahl von Chancen gegenüber den Hanseaten besaß und versiebte, ehe ausgerechnet der Debütant Jens Meier ("Er hatte einen frappierend guten Einstand", freute sich Trainerassistent Manfred Fuchs) traf.

Bis dahin aber war bereits alles für die Hanseaten gelaufen, "weil wir endlich einmal unsere Chancen nahezu hundertprozentig nutzten", freute sich Jürgen Heinsch. Dank Jahros und Schulz, dank Hauschild, der mehrfach bravourös rettete. Und was der junge Doll zeigte, das berechtigt ebenfalls zu einigen Hoffnungen!

(Klaus Thiemann)

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