Saison 1985/1986
FCK / DDR-Oberliga



 
BSG Stahl Riesa
BSG Stahl Riesa1:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
19. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1985/1986
Samstag, 29. März 1986, 15:00 Uhr
Stadion der Stahlwerker "Ernst Grube", Riesa
Zuschauer: 6.500
Schiedsrichter: Gläser (Breitungen)
BSG Stahl RiesaTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Boden
A Schmidt
A WilkanowskiGelbe Karte
A Fischer (46. Kupper)
A G. Kerper
M Mecke
M Lieberam
M F. Kerper
M ZschiedrichGelbe Karte
S Uecker (54. Seifert)
S J. Pfahl

Trainer: Siegfried Gumz
0:1 Heidrich (9.)
1:1 J. Pfahl (51.)

T Kompalla
A Bähringer
A Laudeley
A Birner (67. Bletsch)
A Illing
M Schneider
M A. MüllerGelbe Karte
M Wienhold
M Glowatzky
S Heidrich
S Persigehl

Trainer: Heinz Werner
Pressestimmen

FUWO

Beide Punkte verdiente keiner

Das Beste neben dem Sonnenschein, der sich später regelrecht Bahn brach, war die Punkteteilung. Einen Sieg nämlich verdiente sich nach dieser niveaulosen, förmlich zerhackten Partie keiner von beiden! Eifer, Hingabe, Einsatzbereitschaft waren auf beiden Seiten, sogar über Gebühr, vorhanden. [..] Die Folgen: Spielwitz, ideenvolle Züge und Kombinationsansätze blieben förmlich auf der Strecke dieser 90 Minuten, "die einfach zu unruhig, zu hektisch und zu ungeordnet von uns gestaltet wurden."

In das Lied, das Stahl-Trainer Siegfried Gumz anstimmte, konnte auch Heinz Werner, der "einen rapiden Leistungsabfall" später konstatieren mußte, mit einfallen. Seine Elf, in der Abwehr durch das Fehlen von Heß [..] und Fankhänel [..] umformiert, wußte anfangs ihre Schnelligkeitsvorteile (Persigehl, Glowatzky, Schneider, Heidrich) durchaus einzusetzen. [..] Im Angriff stifteten Heidrich und Persigehl, den Fischer nicht markieren konnte, viel Unruhe. Persigehl bereitete auch per Solo die Führung vor, der resolut in die Gasse einlaufende Heidrich überlistete Boden mit einem Schlenzer in die rechte Ecke. Nach der Pause jedoch, gegen den starken Wind spielend, "zerfiel förmlich unser Spiel. Da hätten wir überlegter, resoluter kontern müssen", bekannte Jürgen Bähringer.

Die gleiche Krankheit belastete auch die Platzherren, die durchgängig um eine planmäßige, druckvolle, eben torgefährliche Spielführung rangen. [..] Als untauglichstes Mittel erwiesen sich die ständigen hohen Eingaben. Sie nämlich waren nicht der stete Tropfen, der den Stein höhlt. Beim Ausgleich stiftete einmal eine Freistoßeingabe Verwirrung im FCK-Strafraum, was nicht zufällig J. Pfahl zu nutzen wußte.

(Klaus Thiemann)

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