Saison 1983/1984
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt1:11. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig
17. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1983/1984
Samstag, 10. März 1984, 15:00 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 14.000
Schiedsrichter: Peschel (Radebeul)
FC Karl-Marx-StadtTorfolge1. FC Lok Leipzig
T Kompalla
A Bähringer
A Birner
A Uhlig
A SchwemmerGelbe Karte
M Heß
M J. Müller
M Neuhäuser
S Persigehl
S A. Müller
S Bemme (62. Glowatzky)

Trainer: Lienemann
1:0 Persigehl (3.)
1:1 Kühn (59.)

Besondere Vorkommnisse:
Zötzsche verschießt Foulstrafstoß (2.)
Bähringer schießt Moldt per Freistoß k.o.(70.)

T Müller
A Altmann
A Treske
A Kreer
A Zötzsche
M Moldt (79. Kinne)
M BredowGelbe Karte
M Liebers
S Schöne (54. Stephan)
S Richter
S KühnGelbe Karte

Trainer: Miller
Pressestimmen

Fuwo

Mitreißenden Fight bestanden

Natürlich wußten beide Lager sehr wohl, daß Lok dem FCK am 2. September 1983 in Probtsheida die letzte 1:3-Niederlage verpaßt hatte, und daß danach die beeindruckende Erfolgsserie der Westsachsen mit 12 ungeschlagenen Spielen begann. "Serien halten und enden", lächelte Manfred Lienemann dazu nur. "Vielleicht sind wir die Unterbrecher, denn auf Angriff spielen wir. Das steht fest", artikulierte Harro Miller die feste Absicht der Gäste, dem FCK am Zeuge zu flicken. Argwöhnisch beäugten beide Mannschaften die Spielfläche, dünn mit Schnee bedeckt. Nach einer Viertelstunde wußten sie mehr. Morast, Dreck verklebte alles. Jeder Schritt saugte an den Kräften. [..] Was in dieser Hinsicht an Kraft, Einsatz, Kampfgeist, Laufvermögen geboten wurde, hätte einem Cupfinale zur Ehre gerreicht. [..]

Erstaunlich die Wahl der Mittel bei den Gästen, nachdem ihnen Zötzsche den ersten Schock versetzt (nach Kompallas Foul an Kühn setzte der Auswahlverteidiger den fälligen Strafstoß an den Außenpfosten/3.) und Persigehl mit dem Kopfballführungstor für den FCK auch nicht gerade die Nerven der Leipziger beruhigt hatte. Moldt (nach 70 Minuten von Bähringer mit einem Freistoß k.o. geschossen!) dirigierte seine Elf, hielt sie zuerst zu tempovariierender Ballsicherung an, verlagerte das Spielgeschehen zumeist in die gegnerische Hälfte und zwang die Gastgeber über weite Strecken in unerbittliche Streßsituationen hinein. [..]

Die Auswärtsstärke der Leipziger stellte der FCK sehr wohl in Rechung [..], doch wie die Gastgeber die Daueroffensive der Messestädter annahmen und beantworteten, das nötigte Respekt ab. Sich individuell zu behaupten, gelang nicht jedem. Um so hartnäckiger stemmten sich Bähringer, Uhlig, Birner und Schwemmer mit aller Kraft den Lok-Angriffen entgegen. Was sie verabsäumten, waren temperierte Pässe, und Gelegenheiten dafür gab es ehr wohl. [..] Aber wer wollte an diesem Tag und bei diesen Bedingungen einen Stein auf Abwehrspieler werfen, die das Risiko fürchten mußten wie der Teufel das Weihwasser?

(Günter Simon)


Junge Welt

Furioser Auftakt beim Duell der Tabellennachbarn: Zötzsches Foulstrafstoß knallt an den Außenpfosten (2.), kurz darauf die FCK-Führung durch Persigehls Kopfball. Danach bewegtes Geschehen, meist im Mittelfeld. Beide Partner offerierten ein Konterspiel, ließen nur zwei echte Sturmspitzen agieren. Der FCK wirkte reserviert, scheute das Risiko. Lok kam immer stärker zum Zuge und bewies seine beeindruckende Auswärtsstärke!

(Wolfgang Schönherr)

Trainerstimmen

Manfred Lienemann (FuWo)
"Kampfbetonter Fußball auf schwierigem Boden. Lok war über weite Strecken spielbestimmend. Wir hatten im Mittelfeld Probleme. Ich bin mit dem 1:1 zufrieden. Unsere gute Serie hielt."

Harro Miller (FuWo)
"Eine kampfstarke Partie, die wir unter Kontrolle hatten. Der Ausgleich fiel folgerichtig. Individuell wie mannschaftlich setzten wir die besseren Akzente mit deutlichen Chancenvorteilen."

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