Saison 1982/1983
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin0:0FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
18. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1982/1983
Samstag, 19. März 1983, 15:00 Uhr
Stadion an der "Alten Försterei", Berlin
Zuschauer: 10.000
Schiedsrichter: Stumpf (Jena)
1. FC Union BerlinTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Matthies
A Weniger
A Ksienzyk
A Koenen
A Wirth
M Möckel
M Quade
M Lahn
S Hovest
S Reinhold (79. Wegener)
S Borchardt

Trainer: Harry Nippert
Tore Fehlanzeige

T Krahnke
A Bähringer
A BirnerGelbe Karte
A Uhlig
A Pelz
M Eitemüller
M J. Müller
M A. Müller
S Richter
S Schubert
S Persigehl

Trainer: Manfred Lienemann
Pressestimmen

FUWO

Ganz auf Nummer sicher

Dem FCK zuzuschauen machte 45 Minuten lang schlichtweg Vergnügen. Planvoller Spielaufbau schon aus der Abwehr heraus, in der das Gespann Bähringer/Uhlig in jeder Hinsicht souverän wirkte; geschickte Spielverlagerungen, meist vom überall auftauchenden Joachim Müller inszeniert; Eitemüller und Andreas Müller "ackerten" zwischen den Strafräumen, daß ihre Kontrahenten Lahn und Quade alle Mühe hatten, ihnen zu folgen. Einziger, allerdings schwerwiegender Mangel, aus den optischen Vorteilen wurde nichts gemacht, und das nicht nur, weil sich die Angreifer als zu harmlos entpuppten. "Es fehlte uns insgesamt an Konsequenz in den Abschlußhandlungen", monierte Manfred Lienemann. Er mochte dabei auch an Uhlig gedacht haben. Der sprunggewaltige Vorstopper der Gäste hätte die Rot-Weißen schon vor dem Wechsel zweimal "erschießen" können. Lienemanns Gesamteinschätzung war dann verständlicherweise auch mit kritischen Aspekten versehen: "In Erfurt oder Halle sahen wir durchgängig besser aus als hier."

Eine der ältesten Thesen im Fußball ist die: Die Mannschaft spielt immer so gut, wie es der Gegner zuläßt! Was den 1. FC Union betrifft, so ließ er zumindest in der ersten Halbzeit eine ganze Menge zu. [..] Abwehr und Mittelfeld zogen sich bei Ballverlust geradezu automatisch in Richtung eigenen Strafraum zurück, so den Gästen die Möglichkeit gebend, ruhig und durchdacht den eigenen Spielaufbau zu inszenieren. "Für uns bestand heute der Schwerpunkt im Spiel darin, ohne Gegentreffer über die Zeit zu kommen", erklärte hinterher Union-Verteidiger Peter Wirth. Das schaffte der Gastgeber schließlich. [..]

(Rainer Nachtigall)

FUWO (zum Schiedsrichterkollektiv)

Der Referee amtierte unauffällig, zumeist in unmittelbarer Nähe des Geschehens. Er legte bemerkenswertes Fingerspitzengefühl an den Tag, als Krahnke von einem Knallkörper getroffen wurde und zu Boden ging. Nachdem Krahnke in sportlich-fairer Haltung sein Weitermachen signalisiert hatte, ließ Stumpf die Partie weiterlaufen. Der Werfer wurde von echten Union-Anhängern dem Ordnungsdienst des platzbauenden Klubs übergeben. Es ist übrigens kein Berliner - er hatte eine 90-km-Anreise hinter sich gebracht...


Trainerstimmen

Harry Nippert (FuWo)
"Der Zwang, dieses Spiel möglichst zu gewinnen, ließ einige Spieler vor allem in der ersten Halbzeit nicht zu ihrem Leistungsvermögen finden. Auf den ansonsten von uns gewohnten Druck aus allen Reihen, haben wir diesmal bewußt verzichtet. Das Fazit dieses Spiels für uns: Die Mannschaft kann auch diszipliniert abwehren."

Manfred Lienemann (FuWo)
"Ein gerechtes Remis, denke ich. In unserer guten Auftaktphase in der ersten Halbzeit haben wir es nicht verstanden, einen Vorsprung herauszuschießen, weil wir in den Abschlußhandlungen, beim Torschuß vor allem, zu fehlerhaft und unschlüssig zu Werke gingen."

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