Saison 1981/1982
FCK / DDR-Oberliga



 
HFC Chemie
HFC Chemie0:4FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
15. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1981/1982
Samstag, 27. Februar 1982, 14:00 Uhr
Kurt-Wabbel-Stadion, Halle
Zuschauer: 9.000
Schiedsrichter: Ziller (Königsbrück)
HFC ChemieTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Kühn
A Fülle
A Wawrzyniak
A Rehschuh
A Schliebe
M Meinert (67. Kuhnt)
M Pingel
M Schmidt
S Lorenz (46. Zorn)
S PastorGelbe Karte
S Peter

Trainer: Peter Kohl
0:1 Richter (38.)
0:2 Bähringer (39.)
0:3 J. Müller (78./Foulelfer)
0:4 Uhlig (83.)

T Krahnke
A Bähringer
A Birner
A Uhlig
A Eitemüller
M A. Müller
M Heß
M J. Müller
S Ihle
S Richter (80. Schubert)
S Persigehl

Trainer: Manfred Lienemann
Pressestimmen

FUWO

Souveräner erster Auswärtssieg

Im Mai 1973 erkämpfte sich der FCK durch ein Tor von Joachim Müller (90.) seinen letzten Sieg im Kurt-Wabbel-Stadion. Danach folgten sieben Niederlagen und ein 0:0 (1976). Nun hatte der FCK-Regisseur, dessen Elf die Platzherren später regelrecht auseinanderspielte, erneut großen Anteil am ersten Auswärtssieg. "Endlich streiften wir mal unsere Hemmungen ab, spielten so gelöst wie daheim", freute sich der 29jährige. Zuerst bereitete er mit einem Solo das Führungstor vor, das Richter danach mit Kopfball erzielte, dann entschied sein Strafstoß, flach in die linke Ecke verwandelt, die Partie. Er zerstörte die letzten Hoffnungen der Platzherren, die nach dem 0:8-Debakel von Leipzig umformiert, personell wohl verstärkt aufliefen. [..]

[..] "Vielleicht hätte ein Tor für ein Wunder gesorgt", gestand Wolfgang Schmidt, der nach dem Doppelschlag durch H. Richter und Bähringer, der innerhalb von 73 Sekunden zum 0:2 führte, förmlich mit unterging. Zwar gab es noch ein kämpferisches Aufbegehren, vornweg durch Peter, aber neben der Moral fehlte es beim HFC wohl auch an der erforderlichen Kraft und Spielfitneß. Beim 4:0 zum Beispiel lief Uhlig mit dem Ball am Fuß von der Mittellinie Zorn, der erst eingewechselt, also noch frisch war, regelrecht davon!

Das war der Schlußpunkt hinter der eindrucksvollen Spiel- und Laufleistung des FCK, der durch Spritzigkeit, Geschlossenheit und Harmonie gefiel. Imponierend die famose Partie von Persigehl, dem Birner und A. Müller kaum nachstanden. Unübersehbar jedoch auch die große Wirkung des Stopper-Tandems Bähringer-Uhlig. Sie waren nicht nur bei den ständigen hohen Eingaben, hinter denen sich die Hilflosigkeit der Platzherren verbarg, in ihrem Element, sie belegten ihre überraschenden Vorstöße auch mit blitzsauberen Toren. "Ich bin über zwanzig Jahre dabei. So klar siegten wir auswärts noch nie" strahlte Mannschaftsleiter Peter Müller nach dem Sieg. [..]

(Klaus Thiemann)

Trainerstimmen

Peter Kohl (FuWo)
"Dieser Doppelschlag innerhalb von 75 Sekunden hinterließ in der Mannschaft, deren nervliche Verfassung nach dem 0:8 von Leipzig ohnehin nicht die beste war, eine verheerende Wirkung. Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren, nicht in Panik zu verfallen."

Manfred Lienemann (FuWo)
"Endlich zeigte die Mannschaft auch einmal auswärts, was in ihr steckt. Anfangs operierten wir viel zu ängstlich. Aber mit den Toren zogen Sicherheit und Selbstvertrauen bei uns ein. Dieser erste Auswärtssieg wird unserer jungen Elf viel Auftrieb geben."

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