Saison 1981/1982
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt1:3BFC Dynamo
BFC Dynamo
14. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1981/1982
Samstag, 20. Februar 1982, 14:00 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 15.200
Schiedsrichter: Peschel (Radebeul)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeBFC Dynamo
T Krahnke
A Bähringer
A Eitemüller
A Uhlig
A Pelz
M A. Müller
M Heß
M J. MüllerGelbe Karte
S Ihle (58. Neuhäuser)
S Richter
S PersigehlGelbe Karte

Trainer: Manfred Lienemann
1:0 A. Müller (6.)
1:1 Schulz (15.)
1:2 Seier (49.)
1:3 Netz (78.)

T Rudwaleit
A Trieloff
A Noack
A Troppa
A A. Ullrich
M Terletzki
M Seier
M Backs
S Schulz
S Sträßer
S Netz

Trainer: Jürgen Bogs
Pressestimmen

FUWO

Der Meister wurde voll gefordert

Beim FCK stieg unmittelbar vor dem Anpfiff das Stimmungsbarometer weiter in die Höhe. "Frank Uhlig kann spielen. Seine Wadenprellung ist abgeklungen. Damit steht unsere Abwehr", verriet Joachim Müller, wie alle "heiß" und zuversichtich. "Wir wollen gegen den Meister an die 5:0-Leistung gegen den 1.FCM anknüpfen." Und das gelang den Gastgebern - trotz des 1:3, das die Berliner erst nach einer großen Energie- und Abwehrleistung mit Cleverness "und mit Glück", so BFC-Cheftrainer Dr. Dieter Fuchs, über die Runden brachten. [..]

Beeindruckend die Schlußoffensive der Platzherren, die von Mut und bedingungsloser Risikobereitschaft gekennzeichnet war. Überragender Mann war erneut J. Müller, der sich von Backs nicht stellen ließ, immer wieder das Spiel des FCK aktivierte, das auch von Persigehl, von Richter, Uhlig und A. Müller getragen wurde. Turbulent ging es vor allem dann im BFC-Strafraum zu, wenn Bähringer aus der Abwehr heraus mit Riesensolos glänzte. Der Mangel dabei: Der FCK versuchte es zumeist durch die Mitte, kaum über die Flügel, und darauf stellte sich der Gast ein.

[..] Zuvor und danach stand dem BFC-Keeper jedoch auch das Glück des Tüchtigen zur seite. Richter, der wuchtigste Dränger in den FCK-Reihen, traf nämlich gleich dreimal (!) nur den Pfosten, und zwar zwischen der 62. und 90. Minute, "in denen das Spiel lange Zeit auf der Kippe stand", meinte Jürgen Bähringer. Unübersehbar jedoch, daß der Gast nach dem 2:1 nicht zum ersten Mal einen taktischen Schnitzer machte. Er sicherte nämlich zu früh den Vorsprung, gab die Initiative im Mittelfeld ab, die er sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten nach Sträßers Pfosten-Kopfball (13.) erkämpft hatte. [..] Als es aber brenzlig wurde, da war Netz zur Stelle und "staubte" ab. [..]

(Klaus Thiemann)

Trainerstimmen

Manfred Lienemann (FuWo)
"Ich freue mich über die gute körperliche und spielerische Verfassung der Elf, die einen mutigen und engagierten Fußball spielte. Sie scheiterte an der Cleverness des Meisters, der unsere "Schaltpausen" in der Abwehr resolut bestrafte."

Jürgen Bogs (FuWo)
"Ein gutes, weil tempostarkes und spannendes Treffen zum Auftakt. Die junge FCK-Elf verlangte uns alles ab. Hervorragend ihr Regisseur J. Müller. Ich gestehe es: Uns stand in der letzten halben Stunde, als wir zu verhalten operierten, das Glück zur Seite."

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