Saison 1981/1982
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock3:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
18. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1981/1982
Samstag, 20. März 1982, 15:00 Uhr
Ostseestadion, Rostock
Zuschauer: 15.000
Schiedsrichter: P. Müller (Cottbus)
FC Hansa RostockTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Schneider
A Uteß
A Arnholdt
A Alms
A Littmann
M Mischinger
M Schulz
M Schlünz
S Koppe (88. Kaschke)
S Jarohs
S Radtke

Trainer: Jürgen Heinsch
1:0 Uteß (9.)
2:0 Jarohs (25.)
2:1 Schubert (53.)
3:1 Mischinger (80.)

T Krahnke
A BähringerGelbe Karte
A Pelz
A Uhlig
A Eitemüller
M A. Müller
M Heß
M J. Müller
S Ihle (46. Schubert)
S Richter
S Persigehl (46. Neuhäuser)

Trainer: Manfred Lienemann
Pressestimmen

FUWO

Hansas Dauerdruck und Pausen

Das erlebte man nicht zum erstenmal im Ostseestadion: Mit einem orkanartigen Wirbelsturm brachte die Hansa-Elf den Gast ins Wanken. 45 Minuten entfachten die Schlünz, Uteß, Littmann, Arnholdt einen Dauerdruck, daß dem FCK Hören und Sehen verging, ohne daß der sich etwa widerstandslos ergab. [..] Aber wieder riß nach der Pause der Spielfaden, wie schon beim 1:1 gegen den 1. FCM. [..] Trotz des 2:0 büßten die Gastgeber, als sie den Angriffsdruck drosselten, sofort in der zweiten Hälfte an Klarheit, Bestimmtheit in den Aktionen ein. [..] "Es wird fast zur Dauererscheinung, daß wir nicht konsequent nach der Pause unser Spiel fortsetzen", räumte Hansa-Torwart Dieter Schneider ein, "obwohl es am Schluß wieder lief." Ja, aber erst, als beim FCK durch die Verletzungspause von Schubert (73. bis 77.) die Kombinationen eine Unterbrechung erfuhren. Solange fehlten den Hanseaten die Sicherheit und der Rhythmus. [..]

Der FCK war durch zwei eklatante Schnitzer seines Torwarts Krahnke, der Uteß' Weitschuß und Jarohs' Freistoßball unter sich durchschlüpfen ließ, vorzeitig aus der Balance geraten. Das er sich danach nicht selbst aufgab und verkrampfte, sondern sich nach der Pause noch einmal energisch zu Gegenstößen zusammenfand, muß ihm hoch angerechnet werden. "Die jungen Leute Schubert und Neuhäuser brachten neuen Druck mit", anerkannte Libero Jürgen Bähringer, der seine Elf mit großem Schwung mitriß. Schuberts Anschlußtor nährte bei der Vielzahl wirkungsvoller Konter über A. Müller, Richter sogar die Hoffnung auf ein Remis.

Doch fehlte den Gästen nun ein Regisseur, wie ihn auf der Gegenseite in so nachdrücklicher Weise Schlünz [..] gab. J. Müller sah sich bei Mischinger in aufmerksamer Obhut, so enthielt sein Wirken eine zu hohe Fehlerquote, wurde er nicht zum Initiator der FCK-Attacken. Eine Wende schufen die Gäste nicht, aber sie durften mit hoher Moral für sich in Anspruch nehmen, spielerisch eine Halbzeit zumindest Gleichwertigkeit erlangt und zeitweilig den Hanseaten sogar das Spielkonzept entrissen zu haben. Nach dem Schock der ersten Halbzeit war das gar nicht so selbstverständlich.

(Wolf Hempel)

Trainerstimmen

Jürgen Heinsch (FuWo)
"Ein gutes Treffen mit einer starken FCK-Elf. Eine Halbzeit Tempospiel, in dem wir die Gäste nicht zur Entfaltung kommen ließen. Nach der Pause verstanden wir es nicht, die Aktionen richtig zu steuern; der Kombinationsfluß stockte."

Manfred Lienemann (FuWo)
"Durch zwei schwere Torwartfehler fielen wir entscheidend zurück. Aufgrund der starken ersten Halbzeit gewann Hansa verdient. Ich muß aber meine Elf für ihren Kampfgeist loben. Wir fanden mit zwei frischen Leuten zu beachtenswerten Angriffen."

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