Saison 2009/2010
CFC / Regionalliga



 
SV Babelsberg 03
SV Babelsberg 032:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
19. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2009/2010
+++ Nachholespiel +++
Mittwoch, 21. April 2010, 19:00 Uhr
Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam
Zuschauer: 1.512
Schiedsrichter: Siebert (Berlin)
SV Babelsberg 03TorfolgeChemnitzer FC
T Unger
A Rudolph
A Oumari
A Laars
A Weidlich
M Prochnow
M CivaGelbe Karte (86. Hartwig)
M Müller
M Kocer (70. Ergirdi)
S Frahn
S Kutschke (63. Hebisch)

Trainer: Demuth
1:0 Frahn (48./Foulelfer)
2:0 Kutschke (51.)

Besondere Vorkommnisse:
3-minütige Spielunterbrechung wegen Pyro auf der Heimseite (75.)

T Pentke
A Löwe
A WilkeGelbe Karte (56. Thönelt)
A Richter
A ReinhardtGelbe Karte
M SchlosserGelbe Karte
M Emmerich
M Vrtelka (65. PeßolatGelbe Karte)
M Garbuschewski
S Jansen
S Kellig (65. Förster)

Trainer: Schädlich
Kurzbericht

Von Frank Neubert und Frank Hähnel

Der Endstand in BabelsbergDer Chemnitzer FC konnte trotz sichtbarer Bemühungen dem Spitzenreiter aus Babelsberg im Nachholespiel vom 19. Spieltag leider kein Bein stellen. Einer couragierten ersten Halbzeit mit Vorteilen für die Himmelblauen folgte ein derber Genickschlag kurz nach dem Wiederanpfiff. Nach einem äußerst zweifelhaften Pfiff von Schieri Siebert, der im Strafraum ein Foul von Reinhardt an Frahn erkannt haben wollte, ging der SVB durch den Gefoulten höchstpersönlich mit 1:0 in Führung. Unmittelbar nach der Babelsberger Führung hatte Jansen das 1:1 auf dem Fuß, doch sein Schuß ging knapp vorbei. Statt des verdienten Ausgleichs fiel unmittelbar nach dieser Chance das 2:0 für den Spitzenreiter. Kutschke platzierte nach einer Flanke von Kocer seinen Kopfball unhaltbar für Pentke im Chemnitzer Tor. Der CFC gab sich nicht auf und kämpfte um den Anschluß, erspielte sich dabei auch Torchancen, doch alle himmelblauen Bemühungen inclusive dreier Auswechslungen sollten an diesem Abend leider umsonst sein.

Unter den für einen Regionalliga-Spitzenreiter höchst beschaulichen 1512 Zuschauern waren auch knapp 100 Chemnitzer am Start, die sich durch die mehrmalige Verschiebung der Ansetzung und dem schlußendlichen Mittwoch-Termin nicht abschrecken ließen. Abschreckend war vielmehr der Auftritt der Heimseite, die ein Fußballspiel zum wiederholten Male mit einer politischen Kundgebung verwechselten und mit Antifa-Flaggen und Bannern wie "Ho(h)ligans Chemnitz - Opfer der [R]evolution" fleißig zu provozieren versuchten. Unrühmlicher Höhepunkt war die 75. Spielminute, als von der Heimseite Bengalos im eigenen Fanblock gezündet wurden und von einer zweiten Stelle im Stadion sogar Raketen auf das Spielfeld flogen, was zu einer 3-minütigen Spielunterbrechung führte. Die SVB-Spieler verzichteten daraufhin nach dem Spiel auf den Siegesjubel am Zaun. Inwieweit im Übrigen die großspurige Ankündigung im Ticker des SVB "Die Hymne des Chemnitzer FC schallt durch das Rund! Zum letzten Mal für die nächsten Jahre!" Bestand haben wird, wird die Zukunft zeigen...

Pressestimmen

www.mdr.de

Doppelschlag bringt Chemnitz um Punkt

[..] Die "Himmelblauen" unterlagen am Mittwoch bei Spitzenreiter Babelsberg etwas unglücklich 0:2 (0:0). Chemnitz bot den Potsdamern in der ersten Hälfte einen offenen Schlagabtausch, versteckte sich nicht und hatte eigene gute Chancen. Ein Doppelschlag nach der Pause (48./51.) brachte aber die Vorentscheidung. Chemnitz blieb zwar bis zuletzt bemüht, Babelsberg brachte den Sieg im Spitzenspiel aber routiniert nach Hause und baute die Führung an der Tabellenspitze weiter aus. [..]


Freie Presse

CFC verliert das Spitzenspiel

[..] "Wir sind aus der Kabine gekommen wie eine Schülermannschaft. Das zieht sich durch die Saison, dass wir durch einfache Fehler Spiele verlieren", erklärte CFC-Trainer Gerd Schädlich nach der Partie "angefressen". [..] Die ersten 45 Minuten konnten die Gäste mit dem Spitzenreiter noch gut mithalten. Reinhardt hatte zunächst Frahn, den besten Torjäger der Regionalliga (23 Treffer), gut im Griff. Doch dann kam der Stürmer bei einem Zweikampf mit Reinhardt geschickt im Strafraum zu Fall und verwandelte auch noch selbst den Elfmeter. "Es hat zwar einen Körperkontakt gegeben, aber ob man das pfeifen muss?" sagte Reinhardt anschließend. Beim 2:0 nur zwei Minuten später setzte sich Kutschke im Kopfballduell durch. [..]

Trainerstimmen

Dietmar Demuth (MDR-Online):
"In der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften neutralisiert. Wir haben die Chemnitzer Stärken sehr gut aus dem Spiel genommen und wenig Standards zugelassen. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas mutiger und aggressiver. Deshalb ist der Sieg für uns aus meiner Sicht verdient."

Gerd Schädlich (MDR-Online)
"Auf schwierigen Bodenverhältnissen war es für beide schwer, Fußball zu spielen. In der ersten Halbzeit war es ein verteiltes Spiel, in dem meine Mannschaft etwas zu halbherzig war. Da hätten wir mutiger agieren müssen. Nach der Pause sind wir wie eine Schülermannschaft aufgetreten. Vor dem Elfmeter zum 0:1 haben wir die Innenbahn aufgemacht und beim Kopfballtor haben wir geschlafen. Wir waren einfach in den ersten Minuten nach der Pause nicht im Bilde. Das ist extrem ärgerlich."

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