Saison 2009/2010
CFC / Regionalliga



 
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg1:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
30. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2009/2010
Sonntag, 25. April 2010, 13:30 Uhr
Stadion Magdeburg, Magdeburg
Zuschauer: 3.484
Schiedsrichter: Trautmann (Hannover)
1. FC MagdeburgTorfolgeChemnitzer FC
T Tischer
A Bartsch (59. Bankert)
A Gaebler
A Gewelke
A Neumann
M Watzka
M Tüting
M Wolf (82. Racanel)
M Instenberg
S Fuchs
S Siga (79. Matthias)

Trainer: Müller
1:0 Fuchs (24.)

T Pentke
A Löwe
A Richter
A Wilke
A Thönelt
M EmmerichGelbe Karte (46. Vrtelka)
M Peßolat (59. Hampf)
M Schlosser
M Garbuschewski
S Jansen
S Förster (59. Kellig)

Trainer: Schädlich
Kurzbericht

Von Pierre Schönfeld & Frank Neubert

Dritte Auswärtsniederlage in Folge für den CFCDer CFC hat sich mal wieder erfolgreich als Aufbaugegner präsentiert. Beim krisengeschüttelten 1. FC Magdeburg verloren die Himmelblauen mit 0:1. Das Tor des Tages, bei dem Pentke keine gute Figur machte, erzielte Fuchs in der 24. Minute.

Vor 3.400 Zuschauern (ca. 350 Chemnitzer), welche beim Einlaufen die Heimelf mit einem gellenden Pfeifkonzert begrüßten, begannen die Himmelblauen forsch, erspielten sich auch Chancen, offenbarten aber die bekannte Abschlußschwäche. Nach dem Treffer aus dem Nichts dominierte plötzlich Magdeburg, ohne dabei wirklich zwingend zu wirken. Pentke fischte noch einen gefährlichen Kopfball aus der Ecke, dann stellte Magdeburg seine Angriffsbemühungen wieder ein. Bis auf einen Aufreger, bei dem Emmerich einen Gegner eiskalt auflaufen ließ und dafür nur den gelben Karton kassierte, war bis zur Pause lauwarmer Sommerfussball angesagt.

Nach der Pause erspielte sich der CFC leichte Feldvorteile, konnte daraus aber keinerlei Kapital schlagen. Zu unbedarft, zu planlos, zu verzettelt wirkte der gesamte himmelblaue Auftritt. Magdeburg beschränkte sich auf das Verwalten des Vorsprungs und gelegentliche Konter. Mit abnehmender Spielzeit drückte der CFC den Gastgeber zwar immer mehr in die eigene Hälfte, doch trotz einiger guter Szenen fiel kein Tor für Karl-Chemnitz-Stadt. Die beste Gelegenheit hatte Hampf mit einem Kopfball aus Nahdistanz, doch Tischer hielt den Sieg für den 1.FCM fest. Wie so oft in dieser Saison bewährte sich der Club als Aufbauhelfer für zuvor schwächelnde Teams.

Notiz am Rande: die Fankurve des FCM blieb aus Protest gegen die Leistungen der Spieler im Allgemeinen und gegen Halberstadt im Besonderen (Pokal-Aus!) 90 Minuten lang verwaist. Im Block hing ein großes Transpi mit einem Nachruf auf die Mannschaft, welche am 21.04. gestorben ist (= Aussscheiden in Halberstadt). Die harte Kern der Einheimischen traf sich vor dem Stadion zur Grillparty. Dem Gästeblock wurde für volle 90 Minuten akustisch das Stadion überlassen.

Pressestimmen

Freie Presse

CFC nutzt Chancen nicht

Der Chemnitzer FC kann in der Fußball-Regionalliga auswärts einfach nicht mehr gewinnen. Im Prestigeduell beim zuletzt enttäuschenden 1. FC Magdeburg sprang für die Elf von Trainer Gerd Schädlich trotz guter Tormöglichkeiten nichts Zählbares heraus. Die Himmelblauen unterlagen gestern mit 0:1 (0:1). Es war ihre dritte Auswärtsniederlage in Folge. [..] Die Chemnitzer besaßen in der ersten Halbzeit durch Matthias Peßolat ihre größte Möglichkeit. Der Ex-Erfurter stand frei vor dem Tor, brachte den Ball aber nicht am FCM-Schlussmann Tischer vorbei (13.). Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste eine Vielzahl an Einschussmöglichkeiten ungenutzt oder scheiterten am gut aufgelegten Magdeburger Torhüter. [..]


www.volksstimme.de

Protestgrillen und "Maulkorb" begleiten Duselsieg des FCM

Der "harte Kern" der FCM-Fans hatte angesichts der jüngsten blamablen Vorstellungen auf seine Weise reagiert: Man blieb dem Spiel fern, feierte stattdessen vorm Stadion eine "Protest"-Grillparty und hatte auf den Rängen ein "Nachruf"-Transparent ausgelegt. [..] Aber selbst diejenigen, die im Fanblock auf der Tribüne saßen, zeigten eine Reaktion und begrüßten ihre Mannschaft beim Einlaufen mit einem gellenden Pfeifkonzert. Was dann beide Teams auf dem schlecht bespielbaren Rasen der MDCC-Arena boten, war nicht mehr als Fußball-Magerkost. Der Club hatte dabei das Glück, dass sich die im Aufstiegsrennen gescheiterten Chemnitzer kein Bein mehr ausrissen und reihenweise gute Gelegenheiten vergaben - die größte durch Peßolat, der an Tischer scheiterte (13.). [..] Nach der Pause wurde das Niveau noch schlechter. Beide Teams spielten ideen- und drucklos, leisteten sich immer wieder individuelle Schwächen. Glück für den Club, dass Gewelke für seinen bereits geschlagenen Torhüter Tischer, der sich bei einem aufspringenden Ball verschätzt hatte, auf der Linie klären konnte (53.). So retteten die Platzherren den knappen Vorsprung über die Zeit. [..]

Trainerstimmen

Carsten Müller (MDR-Online):
"Wichtig war, dass wir das Spiel gewonnen haben. Egal wie. Wir haben über die Stärken des CFC gewusst und haben so die Außenbahnen mit schnellen Leuten besetzt, so dass der CFC nicht wie gewohnt über die schnellen Außen zum Spiel kam. Insgesamt hat sich die Mannschaft mit Einsatz und Willen selbst mit dem Sieg belohnt."

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Ich denke, wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten auch, z.B. durch Peßolat, eine sehr gute Möglichkeit. Praktisch der erste Schuss auf unser Tor führte zum 0:1, von dem der FCM zehren konnte. Wir waren oft zu unkonzentriert und unentschlossen, um das Spiel noch mal zu drehen."

<< 19. Spieltag 31. Spieltag >>