Saison 1978/1979
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt1:41. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig
Achtelfinale - FDGB-Pokal - Saison 1978/1979
Samstag, 18. November 1978, 13:30 Uhr
Ernst-Thälmann-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Prokop (Erfurt)
FC Karl-Marx-StadtTorfolge1. FC Lok Leipzig
T Krahnke
A Sorge
A P. Müller
A Uhlig
A Heydel
M Eitemüller (52. Schlegel)
M Lehmann
M J. Müller
S Bähringer (52. Ihle)
S Richter
S Hötzel

Trainer: Manfred Kupferschmied
0:1 Kinne (32.)
0:2 Löwe (36.)
0:3 Eichhorn (50.)
1:3 Richter (83.)
1:4 Teubel (84.)

T Stötzner
A Baum
A Sekora
A Gröbner
A Fritsche
M Kreer
M Liebers
M Eichhorn (70. Roth)
S Löwe
S Kinne
S Herrmann (74. Teubel)

Trainer: Heinz Joerk
Pressestimmen

FuWo

Der FCK geriet völlig außer Rand und Band

Gern werden sich die Leipziger an die "Karl-Marx-Städter Wochen" erinnern. Innerhalb von 21 Tagen mußten beide Klubs dreimal gegeneinander antreten - dreifacher Sieger: der 1. FC Lok! "Haben wir bei den beiden vorangegangenen Niederlagen im Feldspiel recht gut mitgehalten, so waren wir diesmal den Gästen in allen Belangen unterlegen", übte Joachim Müller Selbstkritik. Auch Trainer Manfred Kupferschmied war natürlich unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir wirkten sehr unsicher, machten viele Fehler und waren bei den ersten drei Toren, die alle aus Standardsituationen heraus fielen, nicht auf der Höhe der Aufgaben."

Tatsächlich geriet der FCK völlig außer Rand und Band. Die Abwehr fand trotz des Wiedereinsatzes von Sorge [..] nicht zu erhoffter Geschlossenheit. Mittelfeldregisseur J. Müller hatte in dem jungen Kreer einen ebenbürtigen Gegenspieler, und die Stürmer, allen voran Bähringer, blieben blaß. [..] Und diese Gelegenheit ließen sich die Messestädter nicht entgehen, um ihr eigenes Spiel eindrucksvoll aufzuziehen. Bereits in der Anfangsphase, da die Leipziger mit einem entschlossenen FCK gerechnet hatten, sich deshalb auch selbst etwas zurückhielten, verfügten sie über die geradlinigere Spielanlage.

Als die Harmlosigkeit des Gastgebers [..] von den Leipzigern erkannt wurde, traten sie aus ihrer abwartenden Haltung heraus. Die Tore vor dem Wechsel entschieden bereits über den Einzug in die nächste Runde. Die mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwartenden Lok-Spieler kamen danach nicht mehr in Gefahr. [..] Das Gegentor war schließlich nur ein Schönheitsfehler, den jedoch der eingewechselte Teubel im Gegenzug korrigierte. Ein auch in dieser Höhe verdienter Lok-Erfolg.

(Andreas Baingo)

<< Achtelfinale FDGB-Pokal 10. Spieltag >>