Saison 1978/1979
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt3:0FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock
11. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1978/1979
Samstag, 02. Dezember 1978, 13:00 Uhr
Ernst-Thälmann-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 3.000
Schiedsrichter: Hagen (Dresden)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeFC Hansa Rostock
T Krahnke
A P. Müller
A Uhlig
A Eitemüller
A Heydel
M Lehmann
M J. Müller
M Sorge (85. Mäthe)
S Bähringer
S Richter
S IhleGelbe Karte (51. Günther)

Trainer: Manfred Kupferschmied
1:0 Richter (18.)
2:0 Richter (61.)
3:0 Richter (64.)

T Aul
A Seering
A Kische
A Wandke
A Littmann (43. Lentz)
M Schulz
M Mischinger
M Uteß
S Kaschke (72. Wenzlawski)
S Jarohs
S Radtke

Trainer: Helmut Hergesell
Pressestimmen

FuWo

FCK mit der größeren Dynamik

In Karl-Marx-Stadt wußte man am Sonnabend, was auf dem Spiel stand. [..] Da fanden sich mehrere hundert Anhänger, Mitarbeiter der Sportstättenverwaltung, Mitglieder der Nachwuchsabteilung des Klubs und viele ehrenamtliche Helfer auf dem Spielfeld des Ernst-Thälmann-Stadions ein, um den zwanzig Zentimeter hohen Schnee herunterzutreten, den Aktiven einigermaßen normale, den Umständen entsprechende Bedingungen zu schaffen. Mit diesem Elan ging dann auch die FCK-Elf in diese für den Abstiegskampf bedeutungsvolle Auseinandersetzung [..], selbst wenn nur 3000 Zuschauer eine spärliche Kulisse bildeten, was eigentlich das einzige an diesem Tage war, das nicht so richtig in die Karl-Marx-Städter Fußball-Landschaft passte.

Die Gastgeber warteten auf dem für sie ungewohnten Schneeboden mit einer sehr hohen Einsatzbereitschaft auf, operierten weiträumig und geradlinig, ließen sich auch nicht beirren, wenn die eine oder andere erfolgversprechende Aktion im Schnee steckenblieb. Der Wiedereinsatz von P. Müller und Bähringer erwies sich als eine Verstärkung. Kapitän Sorge konnte von der Liberoposition ins Mittelfeld vorrücken, im Verein mit dem veranlagten, spielverständigen Lehmann, dem ständig nachrückenden Heydel, mit Bähringer und Richter für zuletzt vermißte Durchschlagskraft sorgen. Da schaltete sich später auch der eingewechselte Günther mit einigen beherzten, torgefährlichen Aktionen ein, er bereitete das 2:0 mit einem schönen Seitfallzieher vor. [..]

Die Entscheidung dieser Partie fiel durch zwei Schnitzer von Schlußmann Aul, der den verletzten Schneider vertrat [..]. Bei Schüssen von Bähringer (11.), Sorge (27.) und Günther (77.) sowie bei einem Kopfball von J. Müller (36.) zeigte er sich jeweils auf dem Posten, aber einen Eckball von J. Müller (18.) und den bereits erwähnten Seitfallzieher von Günther (61.) ließ er jeweils dem unermüdlich nachsetzenden Richter vor die Füße prallen, der im wahrsten Sinne des Wortes "abstaubte", schließlich auch noch für den 3:0-Endstand sorgte. "Meine ersten Oberliga-Punktspieltore und dann gleich noch ein Hattrick", strahlte der 19jährige Mittelstürmer über das ganze Gesicht.

Von solchen Einschußmöglichkeiten konnten die Rostocker an diesem Tage nur träumen. Bis auf eine verheißungsvolle Szene in der Anfangsphase blieben sie die Harmlosigkeit in Person, fanden keinerlei Einstellung zu den Bodenverhältnissen und dem einsatzstarken Spiel der Gastgeber. Lediglich Kische und Jarohs konnten noch die Erwartungen erfüllen. [..]

(Manfred Binkowski)

Trainerstimmen

Manfred Kupferschmied (FuWo)
"Dieser Erfolg wird die Mannschaft sicherer machen. Vor allem im Mittelfeld haben wir heute wesentlich stärker als zuletzt aufgetrumpft. Das und die hohe Einsatzbereitschaft jedes einzelnen hat schließlich den Ausschlag für unseren wichtigen Doppelpunktgewinn gegeben."

Helmut Hergesell (FuWo)
"Der FCK hat sich den Bodenverhältnissen wesentlich besser angepasst, zweikampfstärker, unkomplizierter, weiträumiger und mit viel mehr Zug zum Tor operiert. Da hatten wir, gerade heute, als es so drauf ankam, deutliche Nachteile."

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