Saison 1971/1972
FCK / DDR-Oberliga



 
HFC Chemie
HFC Chemie2:4FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
Achtelfinale - FDGB-Pokal - Saison 1971/1972
Samstag, 05. Februar 1972, 14:00 Uhr
Kurt-Wabbel-Stadion, Halle
Zuschauer: 9.000
Schiedsrichter: Glöckner (Markranstädt)
HFC ChemieTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Brade (46. Jänicke)
A Kersten
A Urbanczyk
A Bransch
A Klemm
M Riedl
M Milde (63. Vogel)
M Schmidt
S Nowotny
S Boelssen
S Köppe

Trainer: Schmidt
0:1 Wolf (3.)
0:2 Schuster (16.)
0:3 Rauschenbach (40.)
1:3 Sorge (59./Eigentor)
1:4 J. Müller (78.)
2:4 Nowotny (84./Handelfmeter)

T Kunze
A Schuster
A Erler
A Sorge
A Franke
M Wolf
M J. Müller
M Wiedensee
S Zeidler
S Dost
S Rauschenbach

Trainer: Hofmann
Pressestimmen

Fuwo

FCK bot beeindruckende Partie

[..] "Die Gegentore fielen einfach zu schnell, ließen uns nicht aus der Verkrampfung herausfinden", bemerkte Bernd Bransch am Schluß. "Ja, wenn wir gleich nach der Pause unsere Chancen genutzt hätten, vielleicht wäre dann noch etwas drin gewesen." Aber weder Bransch (49.) noch Nowotny (53. und 55.) vermochten eine davon zu nutzen. Eine Tatsache, die einmal mehr die Nervosität und Unkonzentriertheitin den Reihen der Gastgeber bestätigte, die selten zu zwingenden Kombinationen und verheißungsvollen Aktionen fanden. Dabei trieb vor allem Bransch nach dem Wechsel seine Kameraden unaufhörlich nach vorn. [..]

Was dagegen der FCK bot, verdient Hochachtung. Die drei blitzsauber herausgespielten Tore vor der Pause waren der Lohn für eine prächtige Leistung. Hervorragend der erste Treffer durch Wolf, der einen 30m-Gewaltschuß mit enormen Effet genau in den rechten Dreiangel wuchtete. "Dieses frühe Tor sorgte sofort für das nötige Selbstvertrauen", freute sich der Torschütze. "Dadurch gewannen unsere Aktionen gleich an Sicherheit und Abgeklärtheit." Imponierend, mit welch lockerem Stil die Gäste in der Folgezeit ihre Konzeption in die Tat umsetzten, die in der Kombinationssicherheit und im gedanklichen Erfassen klare Vorteile besaßen.

Dabei machte sich das Fehlen von Neubert (drei Verwarnungen) nicht bemerkbar. Für ihn operierte neben Zeidler Rauschenbach auf der linken Seite als Angriffsspitze, der fast nie zu binden war. Außerdem ging die Variante, Dost als zurückhängenden Mittelstürmer agieren zu lassen, voll auf. Keiner fühlte sich beim HFC für den Blondschopf verantwortlich, der [..] zu den drei ersten Toren jeweils die unmittelbaren Vorlagen lieferte. Beeindruckend die tadellose Leistung der Mittelfeldreihe Wiedensee, J. Müller und Wolf - er war der Angelpunkt der Elf -, die, ebenso wie Franke, Schuster oder Sorge wechselseitig immer wieder für neue, überraschende Situationen sorgend, in die Spitze stießen. Damit wurde die Voraussetzung für diesen Erfolg geschaffen, an dem die engere Abwehr (Erler) ebenso ihren Anteil hatte.

(Klaus Thiemann)

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