Saison 1973/1974
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt4:1BSG Wismut Aue
BSG Wismut Aue
6. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1973/1974
Samstag, 15. September 1973, 15:00 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 24.000
Schiedsrichter: Prokop (Erfurt)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeBSG Wismut Aue
T Krahnke
A GöckeGelbe Karte
A P. Müller
A Sorge
A Franke
M K. Lienemann
M Bartsch
M Wolf
S Bähringer
S J. Müller
S Neubert

Trainer: Hofmann
1:0 Franke (32.)
2:0 Sorge (60.)
2:1 Schmiedel (63./Elfer)
3:1 Wolf (69./Elfer)
4:1 Bartsch (86.)

T Ebert
A Pohl
A Weikert
A Schmiedel
A Pekarek
M Schüßler
M Erler
M Schaller
S Einsiedel
S SeinigGelbe Karte
S EscherGelbe Karte (81. Teubner)

Trainer: Müller
Pressestimmen

Sportecho

Reifere FCK-Spielanlage

Das sind zunächst die nüchternen Fakten: Im 27. Bezirksderby feierte der FCK seinen neunten Sieg. Er glich mit dem 4:1 das Gesamttorverhältnis aus (35:35), liegt mit neun Siegen, acht Unentschieden und zehn Niederlagen aber immer noch um zwei Zähler (26:28) in der Punkt-Gesamtbilanz zurück. 45 Minuten boten die Kontrahenten, die sich von Beginn an nichts schenkten, rasanten, temposcharfen Fußball, dem es an Einfallsreichtum auch nicht mangelte. Selbst wenn sich Stil, Denken und Handeln beim FCK vorteilhafter, weil exakter, ausnahmen, zunächst bot Wismut dank des stellungssicheren, intelligenten Libero Pohl Paroli. Er musste sich allerdings auch in Top-Form zeigen, da der - gegenüber dem 0:1 beim FC Vorwärts - diesmal lauffreudige J. Müller sowie Bartsch und Wolf die Partie machten, mit sehenswerten Direktangriffen, Schwerpunktverlagerungen und Dribblings Wismut in Atemnot brachten.

Schon schien Sorges 2:0 die Fronten endgültig geklärt zu haben, die Entscheidung gefallen zu sein, brach sich die angestaute innere Erregung erst Bahn, erreichte die Partie ihren Kulminationspunkt mit zwei Strafstößen. Prokop sah Handspiel [..] und Foul [..] so beurteilt, konnte er nur auf den ominösen Punkt zeigen. Da K. Lienemann das Leder jedoch an die Schulter sprang und Sorge nach dem Rempler erst durch die Wucht seines Einsatzes in den Strafraum hineinstürzte, waren beide Strafstoßpfiffe absolut überflüssig. Sie hätten die Gemüter gar nicht erst in Wallung gebracht, wobei sich freilich dumme Handgreiflichkeiten und Ausschreitungen auf den Rängen zwischen Wismut- und FCK-Anhängern von selbst richteten. Auf dem Rasen spielte der FCK fortan seine physischen, konditionellen, aber auch seine Vorteile in der weiträumigeren, gefestigten Anlage der Aktionen aus. [..]

(Günter Simon)

Trainerstimmen

Gerhard Hofmann (Sportecho)
"In einem gutklassigen Treffen, schnell, steil zügig geführt, hatten wir keinen Ausfall, jeder bot eine willenstarke Partie."

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