Saison 1973/1974
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt3:1BSG Chemie Leipzig
BSG Chemie Leipzig
9. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1973/1974
Samstag, 20. Oktober 1973, 14:30 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 10.000
Schiedsrichter: Bader (Brehmen/Rhön)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeBSG Chemie Leipzig
T Krahnke
A Schuster
A P. Müller
A SorgeGelbe Karte
A Franke
M Göcke
M Bartsch
M Wolf
S Bähringer
S J. Müller
S Förster

Trainer: Hofmann
0:1 Trunzer (11.)
1:1 Sorge (41.)
2:1 J. Müller (60.)
3:1 Förster (66.)

Besondere Vorkommnisse:
Krahnke hält Foulelfmeter von Erler (85.)

T Hindenberg (33. Stötzner)
A Trojan
A Pfitzner
A Brümmer
A Müller
M Rothe
M SchneiderGelbe Karte
M Trunzer
S LischkeGelbe Karte (65. Meyer)
S Erler
S Schubert

Trainer: Dallagrazia
Pressestimmen

Sportecho

Die Nerven, die Nerven...

Das Überwinden der eigenen Schwächen, der Kampf mit sich selbst - das ist zuweilen nicht leichter als die Auseinandersetzung mit dem Kontrahenten. Der FCK startete drangvoll, Göcke (7.) und Sorge (8.) trafen mit zwei Scharfschüssen aber nur die Latte und dann konterte die Chemie-Elf - 0:1. Das zehrte gerade nach den beiden Auswärtsniederlagen in Riesa und Jena an den Nerven der Gastgeber. Gegen die sich geschickt in die Defensive zurückziehenden, aber jederzeit über Schubert, Schneider, Trunzer zweckmäßig konternden Messestädter verloren sich die Bartsch, J. Müller, Göcke, Wolf in viele unnötige Zweikämpfe, in denen es hier wie dort mitunter keinen Pardon gab. [..] Der FCK kämpfte, aber unkontrollierte Schläge aus der Hintermannschaft, Abspielfehler erschwerten alle Bemühungen.

Wussten sich die Leutzscher eine Halbzeit immer wieder klug in der eigenen Hälfte zu befreien [..] so gerieten sie danach unter starken Druck. Mit kraftaufwendigen Laufspiel und häufigen Positionswechseln operierte der FCK nun gelöster, setzte besser seine spielerischen Potenzen ein. Dafür sorgten schon aus der Abwehr der konstruktive Franke, J. Müller kurbelte unermüdlich, dabei nie den Abschluss der Aktion vergessend, und er fand aus dem Mittelfeld in Bartsch und Göcke (doch zahlreiche Abspielfehler) und im schnellen Förster fleißige Mitspieler. Über 20 Minuten kamen die Leipziger kaum aus der eigenen Spielhälfte. Erst nach dem 3:1, als der FCK sofort die Zügel lockerte, sein Tempospiel nicht mehr fortsetzte, zogen die Messestädter wieder eine Reihe gefährlicher Gegenaktionen auf und bewiesen in der Zeit, dass sie keineswegs nur zu kämpfen verstehen.

(Wolf Hempel)

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