Saison 1974/1975
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt3:0FC Rot-Weiß Erfurt
FC Rot-Weiß Erfurt
19. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1974/1975
Samstag, 26. April 1975, 15:00 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 12.000
Schiedsrichter: Peschel (Radebeul)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeFC Rot-Weiß Erfurt
T Fichtner
A Wolf
A P. Müller
A Sorge (78. K. Lienemann)
A Heydel
M Uhlig
M Göcke
M J. Müller
S Rauschenbach
S M. Lienemann (83. S. Schädlich)
S SachseGelbe Karte

Trainer: Erler
1:0 Sorge (11.)
2:0 Sorge (18.)
3:0 Rauschenbach (58.)

T Fischer
A Krebs
A BirkeGelbe Karte (75. Bilsing)
A Göpel
A Menge
M Schuster
M Schnuphase
M LindemannGelbe Karte
S H. Weißhaupt
S J. Weißhaupt
S Schröder

Trainer: Bäßler
Pressestimmen

Fuwo

Sorges Tore wie Keulenschläge

Von Deckungskonsequenz in der engeren Abwehr sprachen nach dem Abpfiff beide Trainer. Während der FCK-Chef Dieter Erler seinen Mannen Lob zollte, ging Gerhard Bäßler mit den Seinen hart ins Gericht. Doch nicht nur, daß der Abwehrblock des Gastgebers den Weißhaupt-Zwillingen und Schröder den Schneid abkaufte, die Rot-Weißen dagegen den gegnerischen Stürmern allzuviel freie Bahn ließen, nein, die Karl-Marx-Städter hatten in diesem Treffen einfach spielerisch stärkere Elemente zu bieten.

Nach dem Ausfall Schellenbergs und Ihles sah das taktische Konzept Erlers vor, aus den hinteren Reihen für Gefahr und Druck zu sorgen. Da marschierten Wolf, Sorge, Heydel, gut aufeinander abgestimmt, pausenlos in den Angriff, wichen Göcke und vor allem J. Müller immer wieder auf die Flügel aus, versetzte Sorge die Erfurter mit zwei Knallbonbons in Angst und Schrecken. Beim ersten Tor überraschte er mit einem Freistoß Fischer, beim zweiten nutzte er eine Unaufmerksamkeit der Erfurter Deckung. "Natürlich gehört auch ein bißchen Glück dazu, heute hatte ich es", freute sich der konsequente Vorstopper des FCK.

So spiegelt das 3:0 den Leistungsunterschied beider Mannschaften an diesem Tag wider, "weil wir eine unserer schwächsten Partien boten", wie es Gerhard Bäßler sah. Davon konnte er kaum einen seiner Akteure ausnehmen [..]. Krebs, unsicher, mit vielen Abspielfehlern, Lindemann, ohne Ausstrahlungskraft, Schnuphase, zwar kämpfend, aber keinen Überblick verratend, konnten zum FCK kein Gegengewicht schaffen. "Uns trafen die Tore von Sorge wie Keulenschläge", meinte Kapitän Schröder. In der Tat, die Erfurter wirkten danach sehr zerfahren. Vielleicht bestand noch einmal eine Chance zur Wende in der 40. Minute, doch J. Weißhaupt vergab freistehend eine Riesenchance. [..]

(Jürgen Nöldner)

Fuwo

Rubrik: "Spieler des Tages"

Frank Sorge [..] vom FC Karl-Marx-Stadt durchkreuzte mit seiner offensivstarken Spielweise und seiner Treffsicherheit alle Hoffnungen des FC Rot-Weiß Erfurt auf ein erfolgreiches Abschneiden. Der deckungs- und einsatzstarke Vorstopper lähmte das Spiel der Gäste mit seinen beiden Toren in der 1. und 18. Minute spürbar. Gerhard Bäßler, Cheftrainer der Blumenstädter, kommentierte später: "Unsere taktische Konzeption berücksichtigte Sorges Stärken im ständigen Vorwärtsdrang zwar entsprechend, aber der FCK-Spieler ließ sich in seiner Bewegungsfreude einfach nicht stoppen." [..]

Trainerstimmen

Dieter Erler (Fuwo)
"Ich freue mich über das gelungene Debüt des 19-jährigen Uhlig, der seine Chance nutzte. Unser ständiges Nachrücken aus der Abwehr und dem Mittelfeld brachte uns die Überlegenheit und auch den unerwartet klaren Sieg."

Gerhard Bäßler (Fuwo)
"Wir deckten schlecht und besaßen im Mittelfeld keine Ausstrahlungskraft. So war für uns gegen einen starken FCK einfach nichts zu gewinnen. Der Gastgeber war uns in allen Belangen überlegen."

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