Saison 1975/1976
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt3:0FC Carl Zeiss Jena
FC Carl Zeiss Jena
15. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1975/1976
Samstag, 14. Februar 1976, 14:30 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 7.000
Schiedsrichter: Glöckner (Markranstädt)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeFC Carl Zeiss Jena
T Krahnke
A Wolf
A P. Müller
A Sorge
A Heydel
M Göcke
M J. Müller
M Wiedensee (78. G. Schädlich)
S Eitemüller
S Sachse
S Rauschenbach

Trainer: Naumann
1:0 J. Müller (5.)
2:0 Sorge (17.)
3:0 J. Müller (85./Foulelfer)

T Grapenthin
A Stein
A Brauer
A Kurbjuweit
A Wachter
M Oevermann
M Irmscher
M Schlutter (46. Trocha)
M Sengewald
S Schröder
S Vogel

Trainer: Meyer
Pressestimmen

Fuwo

FCK-Anhang hatte Grund zum Jubeln

Der FCK-Anhang muß weit zurückblicken, um auf eine ähnlich gute Leistung zu stoßen wie die seiner Elf gegen Jena. "Heute lief es endlich, heute zeigte die Mannschaft, wozu sie fähig ist. Ich denke, es geht wieder aufwärts", freute sich der neugewählte Klubvorsitzende Hans Groschwald. Freude, Jubel allenthalben. Dieter Erler, nach seiner Erkrankung jetzt als Talentetrainer tätig, strahlte: "Das hätte sogar ein halbes Dutzend werden können."

Die kleinen FCK-Flitzer fühlten sich auf dem glatten Schneeboden ("Ich hatte Mühe, mich auf den Füßen zu halten." - Rudi Glöckner) wohl, wirkten stand- und ballsicherer, verrieten Ideen, Mut zu überraschenden Angriffsaktionen und beherzten Torschüssen. [..] Spielte der Gastgeber den Bodenverhältnissen angepaßten Fußball, gestützt auf eine lückenlose Mannschaftsleistung, so taten sich im Gefüge und Spielweise der Zeiss-Elf manche Widersprüche auf. [..] Gefahr drohte Krahnke höchst selten. "Im Bemühen, den Ball zu sichern, auf dem schwierigen Geläuf wenig Ballverluste zu riskieren, wurde zu engmaschig gespielt. Das war eine verfehlte Spielanlage", sah Assistenztrainer Bernd Stange die Hauptursache für die letztlich klare Niederlage.

Aber auch in den Einzelleistungen setzte der FCK mit seinen jungen Burschen die eindeutig besseren Akzente. Im Mittelfeld konnte Hans Meyer nur mit Oevermann zufrieden sein, Herbert Naumann hatte in J. Müller, Wiedensee und dem praktisch auch aus der zweiten Linie spielenden Rauschenbach Akteure mit imponierender spielerischer Ausstrahlung. Rauschenbach im Spielaufbau, J. Müller im Abschluß krönten eine Glanzleistung des FCK, "auf die wir lange gewartet haben", wie Kapitän Sorge sagte. Wie Jenas gewiß nicht schwache Abwehr zeitweise ausmanövriert [..], durch Sachse, Eitemüller in die Konterfalle gelockt wurde, das löste Begeisterung unter den 7.000 aus. [..]

(Horst Friedemann)

Trainerstimmen

Herbert Naumann (Fuwo)
"Unsere wendigen, spritzigen Spieler trumpften auf diesem Boden so auf, wie ich es mir immer wünsche! Wir operierten ballsicher und weiträumig, wobei J. Müller und Rauschenbach aus einer homogen wirkenden Elf noch herausragten."

Hans Meyer (Fuwo)
"Ich hatte meine Abwehr auf das bewegungsstarke Spiel des FCK hinreichend vorbereitet, doch dann klappte es leider nicht annähernd nach meinen Vorstellungen. Kurzpässe waren für diese Verhältnisse zweifellos das ungeeignetste taktische Mittel."

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