Saison 1973/1974
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt2:2FC Carl Zeiss Jena
FC Carl Zeiss Jena
21. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1973/1974
Samstag, 09. März 1974, 15:00 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 14.000
Schiedsrichter: Männig (Böhlen)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeFC Carl Zeiss Jena
T Kunze
A Schuster
A Göcke
A Roßburg
A Franke
M Sorge
M J. Müller
M Wolf
S M. Lienemann
S Bähringer
S Petzold

Trainer: Hofmann
0:1 Irmscher (11.)
1:1 Bähringer (13.)
1:2 Irmscher (24.)
2:2 J. Müller (54.)

T Blochwitz
A Bransch
A Göhr
A Weise
A Kurbjuweit
M Göbel
M Irmscher
M Stein
S Kunze
S SchumannGelbe Karte
S Vogel

Trainer: Meyer
Pressestimmen

Sportecho

Die Nerven bezwungen

Die betont spielerische Gelassenheit beim Aufwärmen konnte nicht über die nervliche Anspannung bei beiden Vertretungen hinwegtäuschen. Während den Karl-Marx-Städtern die Erfolglosigkeit der zweiten Halbserie - in sieben Spielen gelang kein Doppelpunktgewinn - im Nacken saß, spürte der Tabellenführer von Woche zu Woche stärker den Atem der unmittelbaren Verfolger Dresden und Magdeburg. Der FC Carl Zeiss fand als erster seinen Faden, weil die technische Sicherheit, vor allem seiner Auswahlkandidaten, schwierige Situationen meistern half [..]. Ein umsichtiger Irmscher, stets anspielbereit und mit Tordrang ausgestattet, sowie ein die FCK-Deckung verwirrender Vogel sorgten für das spielerische Übergewicht der Gäste. Ja, wenn der Jenaer Linksaußen, den Göcke nur selten unter Kontrolle bekam, seine Effetflanken in den Strafraum schickte, begannen die Nerven der Karl-Marx-Städter Abwehr und auch des FCK-Anhangs zu flattern.

Nach der Pause war diese Sorge größtenteils dann unbegründet, weil der Spitzenreiter aus unerklärlichen Gründen ein langsames, ungefährliches Sicherheitsspiel demonstrierte. Der Gastgeber bot dem Favoriten über neunzig Minuten den Fight an. Viel, anderweitig notwendig gebrauchte Kraft wurde jedoch verpulvert, da die Genauigkeit des Abspiels zu wünschen übrig ließ oder die Vorlage erst dann und zumeist noch signalisiert kam, wenn die Jenaer ihre Lücken geschlossen hatten. Mit dem Nachlassen der Jenaer belebte sich jedoch das Spiel des FCK, trugen die Ideen eines umsichtigen Joachim Müllers, durch Wolf später wirkungsvoll unterstützt, Früchte. Der lange Bähringer wusste seine Übersetzung im Dribbling vorteilhaft in Szene zu setzen. Diese Steigerung war auch notwendig, denn Lienemann, zwar eminent fleißig, und Petzold ging jede Gefährlichkeit im Strafraum ab. [..] Das beide Vertretungen Herr ihrer Nerven wurden, der FCK zwar erst im Verlaufe des Treffens, stellt ihnen ein gutes Zeugnis aus.

(Jürgen Nöldner)

Trainerstimmen

Gerhard Hofmann (Sportecho)
"Mit der spielerischen Leistung meiner Elf bin ich zufrieden. Dieser Punkt wird Auftrieb geben."

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