Saison 2010/2011
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:0Eintracht Braunschweig II
Eintracht Braunschweig II
9. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2010/2011
Samstag, 02. Oktober 2010, 13:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 3.314
Schiedsrichter: Färber (Augsburg)
Chemnitzer FCTorfolgeEintracht Braunschweig II
T Pentke
A Sträßer
A Trehkopf
A Richter
A Löwe
M Garbuschewski
M WilkeGelbe Karte
M Fröhlich (65. Hampf)
M Peßolat
M Schlosser (90. Gewelke)
S Förster (76. Dobry)

Trainer: Schädlich
1:0 Schlosser (40.)

T Later
A Celikyurt
A Meier
A P. Thomsen
A Papaefthimiou
M Kluk
M Tozlu (63. Neumann)
M Göwecke (63. Skoda)
M M. Thomsen
M LatowskiGelbe Karte
S Calamita (76. Vucinovic)

Trainer: Benbennek
Spielbericht

Ein mühsamer Arbeitssieg der Marke "Ganz wichtig!"...

Von Frank Neubert

Sauber, Jungs! Auch so ein Spiel muss man erst einmal gewinnen. Braunschweig II zeigte sich gewarnt durch das Chemnitzer 11:0 gegen Lübeck und Havelse. Die Braunschweiger Reserve bestach von Beginn an durch aufmerksames und diszipliniertes Abwehrverhalten, und der Club tat sich lange Zeit schwer, diese Defensive spielerisch zu überwinden. Daß es am Ende doch klappte und drei Punkte eingefahren wurden, spricht absolut für die neue himmelblaue Qualität, welche mit 25 Zählern nach 9 Spielen ihren absolut respektablen - höchst lobenswerten - tabellarischen Ausdruck findet!

Der Kopfball von Fröhlich kracht leider nur an die LatteSchädlich vertraute der bislang erfolgreichen Elf. Selbst Benjamin Förster stand nach seinem grippalem Infekt und dem entsprechenden Trainingsrückstand von Beginn an auf dem Platz. Doch es sollte bis zur 30. Minute dauern, bis der Braunschweiger Kasten zum ersten Mal richtig bedroht wurde. Wilke zog aus dem Hinterhalt ab, der Schuß ging weit über das Tor. Bis dahin hatte Braunschweig clever und aufmerksam verteidigt. Sobald sich ein himmelblauer Kicker mit dem Ball am Fuß in der Braunschweiger Spielhälfte zeigte, wurde er von den in Weiß spielenden Blau-Gelben sofort umstellt und attackiert. Vor allem die Flügelzangen Schlosser und Garbuschewski hatten einen schweren Stand, wobei "Garbu" vor allem in Hälfte Eins eher einen gebrauchten Tag erwischte. Trotzdem hatte er in der 40. Minute einen lichten Moment, als er einen steilen Pass durch die Braunschweiger Abwehr spielte, den der durchlaufende Schlosser perfekt aufnahm und wunderschön zum 1:0 vollendete.

Die Halbzeitpause wurde durch das Einlaufen von Steppkes aus der himmelblauen F-Jugend verkürzt, welche aus den Händen der `Ultra Youngsters` und des Fanclubs `Fischerviruz` funkelnagelneue Trainingsjacken überreicht bekamen. Ermöglicht und finanziert wurde diese Aktion aus dem Verkauf von selbst entworfenen T-Shirts in der Fanhalle. Bereits vor dem Spiel hatte es dicken Beifall gegeben - und zwar für Torjäger Steffen Kellig, der höchst anständig und mit einem umrahmten Trikot mit seiner geliebten Nr. 20 vom Verein, dem applaudierenden Publikum, und dem Chemnitzer Rasen verabschiedet wurde.

Philipp Pentke beim Abklatschen im Block BNach dem Pausentee kam der Club mit etwas mehr Schwung aus der Kabine, erstes Achtungszeichen war der Lattentreffer von Fröhlich, der von dessen Kopf nach einer Ecke von Löwe zustande kam. Trotzdem blieb der BTSV stachelig und unangenehm. Unangenehm vor allem deshalb, weil nun auch der in Halbzeit Eins nahezu beschäftigungslose Pentke desöfteren sein Können zeigen mußte. So zum Beispiel in der 55. Minute, als die Leihgabe aus der ersten Braunschweiger Elf, Calamita, aus ca. 15 Metern zum Drehschuß ansetzte und sich der Chemnitzer Keeper erneut als Meister seines Fachs erwies. Die angespannten Nerven der 3314 Zuschauer hätte Förster beruhigen können, als er nach einer Musterflanke von Schlosser frei zum Kopfball kam. Leider krachte das Leder nur an den Pfosten. Eine noch größere Chance bot sich dem eingewechselten Dobry, der nach einem Schnitzer in der Eintracht-Abwehr allein auf Torwart Later zulief, aber an dessen Fußabwehr scheiterte. So war weiteres Zittern angesagt, welches von Schieri Färber nach 90 Minuten beendet wurde und dem Club einen Arbeitssieg der ganz zähen Sorte einbrachte.

Fazit: Den langjährigen Club-Gängern war es am Ende völlig Wurst, wie die drei weiteren Punkte erkämpft wurden - Hauptsache gewonnen! Große Tage wie gegen Lübeck und Havelse erwischt man eben nicht immer. Was trotzdem beeindruckte und nun für ganz breite Schultern sorgen sollte, ist die phänomenale Bilanz nach 9 Spieltagen. Von den bisher möglichen 27 Punkten wurden in diesem Spieljahr satte 25 Zähler geholt! So eine stolze Startbilanz gab es beim Club bisher noch nie - noch nicht einmal im Meisterjahr oder in der Aufstiegssaison 1998/99! Die 3-Punkte-Bilanz aus diesen Spieljahren liegt lediglich bei 21 (1966/67: 6 Siege, 3 Remis) bzw. 16 (1998/99: 4 Siege, 4 Remis, 1 Niederlage) Zählern. Von daher gilt: Mund abputzen Jungs, aufs nächste Spiel konzentrieren, und einfach so weitermachen!

Wertung: 2,5

Beste Himmelblaue: Pentke, Schlosser, Sträßer

Pressestimmen

MDR-Online

Chemnitzer Höhenflug geht weiter

Auch knappe Arbeitssiege bringen drei Punkte. Dank des goldenen Schlosser-Tores hat der Chemnitzer FC gegen Eintracht Braunschweig II mit 1:0 gewonnen und seine Regionalliga-Spitzenposition eindrucksvoll untermauert. Die Himmelblauen übernahmen wie erwartet die Initiative und versuchten, ein gepflegtes Flügelspiel aufzuziehen. Allerdings fanden sie lange nicht die geeigneten Mittel, die dicht gestaffelte Eintracht-Abwehr zu knacken. Die Gäste hielten ordentlich dagegen, waren flink auf den Beinen und versuchten es mit weiten Bällen auf ihre Spitzen Thomsen und Calamita. [..] Steter Tropfen höhlt den Stein: Fünf Minuten vor dem Wechsel wurden die Angriffsbemühungen der Hausherren endlich belohnt. Garbuschewski düpierte die Braunschweiger Viererkette mit einem feinen Pass. Schlosser kam ans Leder und zog flach ab - der Spitzenreiter führte 1:0. [..]

Freie Presse

Schlosser nimmt präzise Maß

[..] Doch obwohl die Schützlinge von Trainer Gerd Schädlich nun mit 25 Punkten und 21:2 Toren die Tabelle anführen, wusste Schlosser, dass die Himmelblauen über die gesamte Distanz keinen Glanz versprüht hatten. "Nach den beiden Galavorstellungen gegen Lübeck und Havelse ging es heute zu Hause nicht mit Hurra-Fußball weiter. Aber wichtig ist, dass wir den Dreier eingefahren haben", meinte "Schlossi", der seit 2004 das Trikot des Vereins trägt. Sein Trainer Gerd Schädlich fand erwartungsgemäß deutlichere Worte. "Es ist uns nicht gelungen, an die Leistung der vorangegangenen Partien anzuknüpfen", zeigte sich der erfahrene Coach vor allem mit dem ersten Durchgang unzufrieden. [..] "Nach dem Seitenwechsel", so der Coach weiter, "haben wir zwar mit mehr Emotionen und Leidenschaft, aber keinesfalls wie gewünscht, gespielt. So war mein Team nicht in der Lage, das vorentscheidende 2:0 zu machen", lautete sein Fazit. [..]


Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Wir konnten nicht an die letzten Heimspiele anknüpfen, die wir hoch gewonnen haben. Das 1:0 war eine sehr gute Aktion von Garbuschewski, die dann Schlosser vollendete. In der zweiten Hälfte haben wir mit mehr Leidenschaft und Zug nach vorn gespielt. Allerdings fehlte das zweite Tor. Wir sind froh, dass wir die Serie der Siege gehalten haben."

Christian Benbennek (MDR-Online)
"Der Chemnitzer Sieg geht in Ordnung. Wir hatten sehr gut begonnen und mit viel Ordnung auf dem Platz. Wir haben uns viele Bälle erobert, die Angriffe aber nicht gut ausgespielt. Es fehlte immer wieder an Kleinigkeiten. Letztlich konnte meine Mannschaft nicht hundertprozentig mit dem CFC mithalten."

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