Saison 2010/2011
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC0:0Hallescher FC
Hallescher FC
22. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2010/2011
Samstag, 26. Februar 2011, 13:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 4.512
Schiedsrichter: Wingenbach (Altendiez)
Chemnitzer FCTorfolgeHallescher FC
T Schmidt
A Löwe
A Trehkopf
A Richter
A Bankert
M Sträßer
M Peßolat (65. Tüting)
M Schlosser (79. Kurbjuweit)
M GarbuschewskiGelbe Karte
S Förster (79. Fröhlich)
S Dobry

Trainer: Schädlich
Tore Fehlanzeige

T Horvat
A Kanitz
A Mouaya
A Kamalla
A Teixeira Rebelo
M HartmannGelbe Karte
M David (90. Schubert)
M Boltze
S Aydemir
S Lindenhahn
S HaukGelbe Karte (90. Neubert)

Trainer: Köhler
Spielbericht

Hoch und weit bringt keinen Sieg

Von Erik Büttner

Es ist alles angerichtet für ein Fußballfest: 5°C, herrlicher Sonnenschein und 4.500 siegeshungrige Zuschauer auf der Fischerwiese. Am Ende aber steht eine Nullnummer, mit der keiner so richtig glücklich ist.

Der CFC geht mit einer gut durchmischten Mannschaft in die Partie. Für den verletzten Schaschko muss Löwe hinten ran. Dafür spielt Schlosser als linker Flügelflitzer und Dobry wieder im Sturm. Auch ein wohl müder Tüting wird ersetzt, der kampfstarke Sträßer darf neben Peßolat von Beginn an ran. Chemnitz hat sich nach der durchwachsenen Leistung gegen Plauen etwas vorgenommen, geht gleich engagiert in die Partie. Den ersten Torschuss der Partie verbucht aber Halle für sich. Schmidt, noch ein wenig wacklig beim Schuss aus 30m, wird in der Folgezeit mit jeder Aktion sicherer. Halle hält der Chemnitzer Sturm- und Drangphase eine sichere Defensive entgegen und findet nach einer Viertelstunde ins Spiel. Es entwickelt sich eine Begegnung zwischen dem Spitzenreiter und dem abgeschlagenen Tabellenfünften, die im Wesentlichen zwischen den Strafraumgrenzen stattfindet - erwartungsgemäß. Beide Mannschaften versuchen, den Ball durch die Reihen laufen zu lassen, verpassen aber stets den mit letzter Konsequenz gespielten „tödlichen Pass“ zu spielen. Halle gelingt das aus einer Konterstellung heraus noch etwas besser und kann sich optische Vorteile bei den Chancen herausarbeiten. Richtig zwingend ist aber nur ein Kopfball von Hartmann, der knapp neben das Gehäuse fliegt. Die Himmelblauen entwickeln ihre Chancen aus den zahlreichen Ecken heraus. Doch auch hier gelingt es dem CFC nicht, das zeitweilige Chaos vor dem HFC-Tor auszunutzen. Torlos geht es in die Pause mit der Hoffnung, dass Gerd Schädlich seinen Mannen Dampf machen wird.

Es scheint viel Redebedarf zu geben, denn Chemnitz lässt sich Zeit mit dem Wiederantritt auf dem Rasen. Und tatsächlich scheint Chemnitz einen Hauch druckvoller aus der Kabine zu kommen. Doch dieser Druck wird überwiegend von der Knautschzone der Hallenser Verteidigung abgefedert. Halle setzt jetzt noch mehr auf die Kontertaktik und spielt nach Ballgewinnen gefällig in die Spitze. Aber vor allem Trehkopf ist hellwach und oft das klärende Element. Die Zeit verrinnt und Chemnitz verrennt sich immer wieder in Halles Abwehr. Zu ideenlos ist das, was die Himmelblauen abliefern. War in Halbzeit 1 wenigstens noch der Versuch einer spielerischen Linie erkennbar, so heißt das Motto in Halbzeit 2 nur noch: Lange Bälle auf Förster und Dobry. Die sehen sich, gut flankiert von Halles Verteidigern, zu Kopfballverlängerungen ins Nichts gezwungen. Es mangelt vor allem am Spiel über die Flügel. Schlosser ist links über fordert, Löwe in der Abwehr gebunden. Rechts wirkt Garbuschewski uninspiriert und jedes Risiko scheuend. Logisch, dass da Förster und Dobry wenig zur Geltung kommen. Dobry zeigt großes Kämpferherz, hat beim Abschluss in Minute 59. eine gute Szene, aber die falsche y-Koordinate gewählt. Försters einziger lichter Moment ist ein Schuss von links, den Halles „Rentner“ Horvath klärt (63.). Das Chemnitzer Publikum klammert sich am Ende der Spielzeit an die vage Hoffnung auf einen erneuten Glückstreffer in letzter Minute. Doch Halle ist zu clever, um sich in den Schlusssekunden noch einen einklinken zu lassen. Es bleibt beim 0:0 und einer Serie: Chemnitz kann gegen Halle zu Hause weiter nicht gewinnen.

Vielleicht kommt der kleine Dämpfer in Form des Punktverlustes vor dem Spitzenduell beim VfB Lübeck am kommenden Samstag auch rechtzeitig. Denn trotz der komfortablen Tabellenführung muss Chemnitz endlich wieder spielerisch Dampf machen.

Wertung: 3,5 (ausgeglichenes Spiel mit etlichen Fehlern, aber ohne Tore)

Beste Himmelblaue: Schmidt, Trehkopf, Dobry

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Wir können mit dem einen Punkt leben, denn wir müssen anerkennen, dass der Gegner eine gute Leistung gebracht hat. Klar wollten wir das Heimspiel gewinnen, aber die Hallenser haben wirklich gut gespielt. Für die Zuschauer wäre es sicher schöner gewesen, wenn das Spiel 2:2 ausgegangen wäre. Aber das lag daran, dass zwei gute Torhüter heute am Werk waren. Von Halles Horvat weiß man das. Aber ich möchte ein Extra-Lob an unseren Ersatzkeeper Stefan Schmidt verteilen."

Sven Köhler (MDR-Online)
"Wir hatten gehofft, ein gutes Spiel machen zu können. Wir wollten punktemäßig auch was mit nach Hause nehmen. Das ist uns gelungen. Diese Partie hat gezeigt: In einem Spiel können wir einer Spitzenmannschaft Paroli bieten. Das ist der Unterschied zwischen Chemnitz und Halle."

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