Saison 2010/2011
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC3:01. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
29. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2010/2011
Sonntag, 24. April 2011, 13:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 5.315
Schiedsrichter: Valentin (Taufkirchen)
Chemnitzer FCTorfolge1. FC Magdeburg
T Pentke
A Bankert
A Richter
A Trehkopf
A Löwe
M Garbuschewski
M Peßolat
M Tüting
M Schlosser (77. Schaschko)
S Förster (72. Fröhlich)
S Dobry (72. Dressler)

Trainer: Schädlich
1:0 Richter (7./Foulelfer)
2:0 Förster (13.)
3:0 Garbuschewski (70.)

T Tischer
A HalkeRote Karte
A Köhne
A Scharlau (81. Stiefel)
A Neumann
M Wolf
M Becker
M Verkic
M Georgi (51. Müller)
S Bauer
S Rodrigues (55. Instenberg)

Trainer: Sandhowe
Spielbericht

Dem Traum ein Stückchen näher...

Von Andreas Schreiter

Selten wurde es dem Chemnitzer FC so leicht gemacht, wie am Ostersonntag anno 2011, erst Recht nicht durch den Gegner, der da 1.FC Magdeburg hieß und der sich erstaunlich widerstandslos seinem Schicksal ergab. Am Ende waren die Elbestädter mit dem 3:0 noch gut bedient.

Aber der Reihe nach... Gut 5300 Zuschauer fanden sich auf der sonnenüberfluteten Fischerwiese ein, wobei man beim Blick ins weite Runde durchaus eine größere Zahl hätte annehmen können. Trainer Gerd Schädlich musste zwei Änderungen vornehmen. Tüting ersetzte den gesperrten Wilke und Peßolat sprang für Sträßer ein, der sich beim Warmmachen verletzte. Die Himmelblauen nahmen sofort Fahrt auf und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Dabei profierten sie davon, dass der FCM die starken Außenspieler immer wieder ungedeckt ließ. Insbesondere Schlosser vereinsamte teilweise auf dem linken Flügel. Und natürlich spielte den Gastgebern die frühzeitige Führung verbunden mit der gleichzeitigen Überzahl an Feldspielern in die Hand. Was war passiert? Ein Freistoß an der Mittellinie wird schnell ausgeführt, Förster ist schneller als Halke, der sich nur durch einen Schubser zu helfen wusste. Was folgte war der Platzverweis für den Magdeburger, Elfmeter für die Club und das frühe 1:0 durch Richter (7.). Zumuindest über den Elfmeter kann man nach Betrachtung der TV-Bilder streiten - muss man aber nicht ;-). Magdeburg wirkte geschockt und der Club gestärkt. Es ging weiter nach vorn und die Führung wurde sechs Minuten später ausgebaut. Der gut spielende Peßolat setzte energisch nach, legte quer auf Förster und der himmelblaue Goalgetter Nummer 1 hat wenig Mühe den Ball im leeren Tor zu versenken (13.) und damit seinen 24! Saisontreffer zu erzielen. Damit war der Drops eigentlich gelutscht, den die Bördestädter konnten oder wollten sich an diesem Tag nicht gegen die offensichtlich Niederlage wehren. Lediglich die Höhe des Sieges war zu dem Zeitpunkt noch offen. Und es hätte eine erneute Demütigung für die in Rot-Grün spielenden Gäste werden können, hätten Förster, der ebenfalls stark spielende Tüting (2x) oder Pavel Dobry ihre teilweise klaren Chancen genutzt. So ging es mit der 2-Tore-Führung in die Pause, denn der FCM brachte offensiv nichts, gar nichts, überhaupt nichts zu Stande. Die gefährlichste Aktion war ein Querschläger unseres Kapitäns, der über die Latte, des von Rückkehrer Penkte gehüteten Kastens strich.

Nach dem 3:0 ging die LaOla-Welle durchs RundDie zweite Halbzeit ist dann schnell erzählt. Der Club verwaltete geschickt seine Führung und setzte dabei immer wieder offensive Akzente. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass Magdeburg jetzt deutlich defensiver agierte und die Räume etwas enger machte, als vor der Pause. Doch auch jetzt war deutlich zu sehen: Wenn man gewollt hätte, wäre es eine Demütigung für die Gäste geworden. So aber schonte man die Kräfte für anstehende Aufgaben und legte den abstiegsbedrohten Mannen um Trainer Sandhowe nur noch ein Ei ins Nest (diese Metapher darf bei einem Spiel am Ostersonntag einfach nicht fehlen *gg*): Schlosser setzte sich schön auf der linken Seite durch und schlug den Ball nach innen. Wer zunächst dachte, die Flanke war missglück, weil viel zu weit geschlagen, sah sich umgehend getäuscht. Denn am rechten Strafraumrand tauchte Ronny Garbuschewski auf und drosch den Ball präzise und hart ins lange Eck. Wieder mal ein Treffer Marke "Tor des Monats" durch unseren rechten Mittelfeldmann. Damit war das Spiel endgültig entschieden und das Ergebnis in eine standesgemäße und dem Spielverlauf entsprechende Höhe geschraubt worden. Am Ende strahlten die CFC-Fans mit der Sonne um die Wette und feierten einen offenbar wiedererstarkten Spitzenreiter, der seinen 4-Punkte-Vorsprung auf den Verfolger aus Wolfsburg auch an diesem Tag verteidigen konnte.

Fazit:Der CFC zeigte einen starken, konzentrierten und souveränen Auftritt, der einem Spitzenreiter würdig war. Man kam zu keiner Zeit in Bedrängnis und hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle - sicher auch begünstigt durch die frühe Führung verbunden mit dem Platzverweis und in dessen Folge durch einen Gegner aus Magdeburg, der sich selten so schwach präsentierte, wie in dieser Saison bereits zum zweiten Mal. Durch die Rückkehr von Penkte und Richter hat man offenbar wieder die Form der Souveränität gewonnen, die die Truppe in der Hinserie ausgezeichnet hat. Werden die kommen Spiele in gleicher Weise bestritten, kann, nein wird der himmelblaue Traum am Ende der Saison auch Wirklichkeit.

Wertung: 2,5 - dem CFC wurde es sehr leicht gemacht

Beste Himmelblaue: Tüting, Peßolat

Pressestimmen

Freie Presse

Weiterer Meilenstein nach oben

[..] Richter brachte seine Elf mit einem Foulstrafstoß bereits nach acht Minuten in Front. Zuvor hatte Daniel Halke Benjamin Förster an einer Einschussmöglichkeit behindert, wobei die Strafstoß-Entscheidung durchaus strittig war. [..] Anschließend erhöhte Förster nach einer knappen Viertelstunde auf 2:0. Bis zur Pause hatten die Gastgeber weitere Chancen, doch der Torschrei blieb im Stadion an der Gellertstraße zunächst aus. Im zweiten Abschnitt ließ es Chemnitz ruhiger angehen. [..] Trainer Gerd Schädlich wollte seiner Elf deswegen keine Vorwürfe machen. "Vielleicht dachten einige an das letzte Heimspiel, als wir nach einer 2:0 Führung nur Remis spielten und gingen deshalb auf Nummer sicher", zeigte sich der sonst gestrenge Coach am Ostersonntag milde gestimmt. Ronny Garbuschewski sorgte dann dafür, dass die Zuschauer dennoch auch im zweiten Durchgang etwas für ihr Geld geboten bekamen. Er donnerte 20 Minuten vor Feierabend eine Flanke von Marcel Schlosser volley in die gegnerischen Maschen und gab damit eine nachdrückliche Bewerbung für die Wahl zum Tor des Monats ab. [..]

Volksstimme

FCM gerät in Chemnitz früh auf die Verliererstraße

Die Schlüsselszene ereignete sich bereits nach sieben Minuten: Der Unparteiische wertete ein Foul von Halke an Förster als Notbremse, schickte den "Sünder" mit Rot vom Platz und gab Elfmeter, den Richter zum 1:0 verwandelte. Für den abstiegsbedrohten Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg war das beim Chemnitzer FC der Anfang vom Ende. [..] Doch es war nicht nur diese Aktion, die den Club frühzeitig auf die Verliererstraße führte. Nur fünf Minuten später setzte Peßolat nach einer Unaufmerksamkeit in der Gäste-Abwehr energisch nach und bediente den freistehenden Förster, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte. In der Folgezeit spielten die Elbestädter zwar munter mit, und es sah nicht so aus, als habe man einen Akteur weniger auf dem Rasen, doch Chancen auf eine Ergebniskorrektur ergaben sich nur ganz selten. [..] Glück vor allem für den FCM, dass nach einem Konter der frühere Magdeburger Tüting nur das Außennetz traf (34.). Nach dem Wechsel tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel, abgesehen vom spektakulären 3:0 in der 70. Minute, als Garbuschewski in halbrechter Position die Kugel volley ins linke obere Eck hämmerte und somit aus Sicht des Aufstiegs-aspiranten für den krönenden Abschluss sorgte.

MDR-Online

Chemnitz lässt im Derby nichts anbrennen

Tabellenführer Chemnitzer FC hat den 1. FC Magdeburg mit 3:0 besiegt und damit den Vier-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Wolfsburg II gehalten. Im Stadion an der Gellertstraße war die Partie nach einer Viertelstunde bereits so gut wie entschieden: Der CFC führte zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0 und hatte zudem einen Mann mehr auf dem Feld. Nach einer Roten Karten gegen einen Magdeburger wegen Notbremse im Strafraum verwandelten die Sachsen den folgenden Foulelfmeter (8.). Nur fünf Minuten später erhöhte der Tabellenführer auf 2:0. Danach zog sich der Gastgeber zurück, hätte bei hochkarätigen Konterchancen aber locker noch weiter erhöhen können. Magdeburg hatte nur einen Kopfball ans Außennetz zu bieten (32.). Höhepunkt der zweiten Halbzeit war zunächst Jubel über das Ausgleichstor von Plauen gegen Wolfsburg II. Danach nahm Chemnitz wieder mehr Fahrt auf und erzielte das 3:0. [..]


Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Für mich war es ein klarer Elfmeter. In der ersten Halbzeit haben wir recht ordentlich gespielt und neben dem 2:0 noch einige hochkarätige Chancen gehabt. In der zweiten Hälfte wollten wir wohl das 2:0 verwalten. Vielleicht hatten einige Akteure auch das letzte Heimspiel in Erinnerung. Aber dann schoss Ronny Garbuschewski ein sehr schönes Tor und wir hatten noch weitere gute Chancen."

Wolfgang Sandhowe (MDR-Online)
"Verdienter Sieg für den Chemnitzer FC. Für mich war der Elfmeter fragwürdig und dazu noch die Rote Karte - das hat uns den Nerv gezogen. Damit wurde die geplante Taktik über den Haufen geworfen. Danach lief bei Chemnitz das Bällchen ordentlich. Glückwunsch!"

<< Viertelfinale Sachsenpokal 30. Spieltag >>