Saison 1966/1967
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig0:2FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
7. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1966/1967
Samstag, 01. Oktober 1966, 15:00 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 12.000
Schiedsrichter: Schulz (Görlitz)
1. FC Lok LeipzigTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Weigang
A Faber
A Gießner
A Geisler
A Zerbe
M Drößler
M Engelhardt
M Trölitzsch
S Frenzel
S Naumann
S Gase

Trainer: Studener
0:1 Schuster (74.)
0:2 Posselt (76.)

T Hambeck
A Kreul
A Feister
A P. Müller
A A. Müller
M Posselt
M Schuster
M Steinmann
S Lienemann
S Erler
S Vogel

Trainer: Scherbaum
Pressestimmen

Fuwo

FCK erteilte Lok eine deutliche Abfuhr

Wer hätte wohl vor dieser Spitzenbegegnung schon daran gedacht, daß die Leipziger, die zu unseren technisch befähigsten Vertretungen zählen, solch eine unfreiwillige Lektion in ihrem ureigensten Metier erteilt bekommen würden? Denn wie die Männer um Erler nach der spielerisch gutklassigen ersten Halbzeit sich noch zu steigern vermochten, das war schon imponierend. Schon in der ersten Hälfte schlugen sie die technisch feinere Klinge, selbst die Youngster Posselt, P. Müller und Lienemann spielten frech und selbstbewußt wie alte Routiniers, und durch Steinmann, der von Schuster uneigennützig drei Meter vor dem Leipziger Gehäuse freigespielt wurde, hatten sie neben zwei, drei anderen Chancen eine Riesenmöglichkeit. [..]

Da Drößler durch die Manndeckung gegen Lienemann [..] nichts für den Aufbau im Mittelfeld tun konnte, und Zerbe und Trölitzsch dazu einfach nicht in der Lage waren, hingen Frenzel und Engelhardt, die bei Feister und P. Müller ohnehin in guter Obhut waren, fast völlig in der Luft und erzielten keine Wirkung. [..] Anders dagegen die Gäste. Durch die inkonsequente Deckungsarbeit der Lok-Abwehr taten sich für die quirligen Schuster, Lienemann und Vogel weite Räume auf. Von Erler und dem nach der Pause mit nach vorn gehenden A. Müller immer wieder angespielt, waren die Tore nur noch eine Frage der Zeit. Wie diese Treffer dann jeweils nach wundervollen Kombinationen, bei denen jedesmal Lienemann den letzten entscheidenden Paß gab, herausgespielt wurden, war sehenswert.

(Klaus Thiemann)

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