Saison 1966/1967
FCK / DDR-Oberliga



 
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden0:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
19. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1966/1967
Samstag, 08. April 1967, 15:00 Uhr
Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden
Zuschauer: 33.000
Schiedsrichter: Riedel (Berlin)
SG Dynamo DresdenTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Kallenbach
A Prautzsch
A Sammer
A Pfeifer
A Haustein
M Walter
M Engelmohr
M Ziegler
S Engels
S Kreische
S Gumz

Trainer: Fuchs
0:1 Vogel (3.)

T Hambeck
A Rüdrich
A Feister
A P. Müller
A A. Müller
M Posselt
M Schuster
M Steinmann
S Lienemann
S Erler
S Vogel

Trainer: Scherbaum
Pressestimmen

Fuwo

Das Tor folgte dem Glückwunsch

Auch nach P. Müllers Verletzung verteidigte der hohe Favorit seine frühe Führung gegen die ungestüm, aber unklug anrennenden Dresdener

[..] Dynamo-Kapitän Pfeifer überreichte beiden Geburtstagskindern vor dem Anpfiff Blumen. Vogel und Kallenbach gratulierten sich gegenseitig, und genau 150 Sekunden später hatte der Linksaußen das erste Duell gegen den Torwart zu seinen Gunsten und damit das Spiel entschieden. Steinmann schlug den ersten Eckball (insgesamt 7:3 für Dynamo) in den Torraum. Kallenbach blieb wie angewurzelt stehen. Vogel bedankte sich für diesen Fehler auf seine Weise, stieg nach oben und schmetterte die Kugel mit dem Kopf in die Maschen. 2 000 Karl-Marx-Städter Schlachtenbummler jubelten, schwenkten blau-weiße Fahnen. Über 31 000 Dresdener Zuschauer waren schockiert, hatten auch in der Folge kaum Gelegenheit, ihre Mannschaft wie gewohnt anzufeuern. [..]

"Zu vielbeinig war die Abwehr des FCK", klagte Trainer Fuchs. "An solchen Deckungen haben sich schon klügere Mannschaften die Zähne ausgebissen. Wir waren zwar überlegen, doch die anderen haben gewonnen", resignierte er. [..] Schuster übernahm nach 20 Minuten die Position des angeschlagenen P. Müller, Erler, Steinmann waren mehr im eigenen Strafraum zu finden als in der gegnerischen Hälfte, in der meist nur Lienemann stand, dabei immer oft drei Mann beschäftigte, die er nicht nur einmal klug ausspielte, den Ball haltend und Zeit gewinnend, bis andere nachrückten. "Wir haben den Kampf angenommen und gewonnen", freute sich FCK-Trainer Scherbaum. "Jeder kämpfte für den anderen bei uns, und ich will keinen Spieler hervorheben. Daß die Verfolger Punkte ließen, ist ein großer Vorteil für uns. Die Entscheidung kann schon am Sonnabend fallen."

(Klaus Schlegel)

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