Saison 1968/1969
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig1:2FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
7. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1968/1969
Samstag, 28. September 1968, 15:00 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 11.000
Schiedsrichter: Zülow (Rostock)
1. FC Lok LeipzigTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Friese
A Franke
A Gießner
A Geisler
A Faber
M Zerbe
M Buckewiz
S Weiße (55. Fritsch)
S Frenzel
S Naumann
S Löwe

Trainer: Rosbigalle
0:1 Vogel (4.)
1:1 Löwe (17.)
1:2 Vogel (45.)

T Gröper
A Göcke
A A. Müller
A Hüttner
A P. Müller
M Schuster
M Steinmann
S Zeidler
S Lienemann
S Neubert
S Vogel

Trainer: Müller
Pressestimmen

Fuwo

Vogel und Lienemann schockierten 1. FC Lok

Die Lok-Elf ging mit den besten Vorsätzen auf das Spielfeld. Sie wollte einen Sieg, sie wollte mit diesem Erfolg zum Selbstvertrauen zurückfinden, wie es Henning Frenzel vor dem Spiel ausdrückte, und sie hatte auch gute Aussichten, den ersten Doppelpunktgewinn zu verbuchen, da (bis auf den schulterverletzten Gröbner) alle in Erfurt angeschlagenen Spieler wieder mitwirken konnten. Sie hatte nur das Pech, auf einen Gegner zu stoßen, der dieses Selbstvertrauen bereits besaß, der keine Krisenerscheinungen mehr erkennen ließ und zwei Spieler in seinen Reihen hatte, die schockierend auf die Leipziger Deckung wirkten: Vogel und Lienemann! [..]

Dabei kann man der Elf keineswegs vorwerfen, daß sie nicht gekämpft hätte. Sie überwand sogar den Schock eines Bilderbuchtores, von dem man in Karl-Marx-Stadt sicher noch lange sprechen wird. Eberhard Vogel erzielte es bereits in der 4. Minute. Der kleine wendige Lienemann war nach rechts ausgewichen, zog den Ball scharf nach innen und der Kapitän der Blau-Weißen schnellte sich förmlich in diese Vorlage und schmetterte den Ball unter die Latte, daß Friese noch nicht einmal Zeit blieb, die Arme hochzureißen. [..] Um das Maß der Leiden voll zu machen, gelang dem FCK in der letzten Spielminute vor dem Halbzeitpfiff erneut das Führungstor. Wieder war Lienemann ausgewichen, diesmal nach links. Seine Flanke segelte hoch in den Strafraum, Vogel sprang höher als sein ständiger Bewacher Franke und köpfte wuchtig aufs Tor. Friese vermochte den Ball nur abzuwehren, das Streitobjekt blieb im Torraum, kehrte zu Vogel zurück, der nur den Fuß hinzuhalten brauchte. [..]

(Rainer Baumann)

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