Saison 1972/1973
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig2:2FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
22. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1972/1973
Samstag, 09. Juni 1973, 15:00 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 13.000
Schiedsrichter: Bader (Bremen/Rhön)
1. FC Lok LeipzigTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Friese
A Gießner
A Sekora
A Gröbner
A Fritsche
M GeislerGelbe Karte
M Altmann
M Hammer
S Matoul
S FrenzelGelbe Karte
S Löwe

Trainer: Scherbaum
1:0 Matoul (16.)
2:0 Frenzel (29.)
1:2 Bähringer (61.)
2:2 Bähringer (88.)

T Krahnke (46. Kunze)
A Schuster
A FrankeGelbe Karte
A Sorge
A P. Müller
M Bartsch (79. Förster)
M Göcke
M Wolf
S Bähringer
S J. Müller
S Neubert

Trainer: Hofmann
Pressestimmen

Fuwo

Das war schon der 10. Streich des FCK

[..] 60 Minuten lang boten die Leipziger Fußball, wie wir ihn in dieser Saison noch von keiner Mannschaft sahen. Mitreißend die temporeichen, wuchtigen, dabei präzisen Attacken, imponierend die wirkungsvolle Ergänzung von Abwehr und Angriff, erstaunlich das Selbstbewußtsein, die spielerische Lockerheit der jungen Burschen wie Altmann, Sekora, Fritsche und nun auch Hammer (in seinem ersten Oberligaspiel dieser Saison über die volle Distanz). [..] Bei Halbzeit gab es keinen unter den 13 000, der nicht hellauf begeistert von Lok schwärmte. Das 2:0 lag eher unter den Möglichkeiten. [..]

Allein kurz nach dem Wechsel bedrohten Matoul (46.), Altmann (48.), Köditz (56.), Hammer (57.), Altmann (58.), Köditz (58.) in einer wahren Dauerbelagerung das nun von Kunze (Krahnke schied verletzt aus) glänzend gehütete Tor. Der lange "Reservist" war es wohl auch, der seinen Vorderleuten in dieser wohl brenzligsten Phase Mut machte. Und als Bähringer, bis dahin sicher von Fritsche beherrscht, urplötzlich ein Solo an vier Lok-Abwehrspielern vorbei zum Anschlußtreffer nutzte, zeigte der Gastgeber Wirkung. Das Tempo erwies sich offenbar als zu hoch, als daß man es 90 Minuten hätte durchstehen können.

Der FCK nutzte die Gunst der Situation, fand sich zu geschlossenen Aktionen (laufstark J. Müller, unermüdlich Sorge, Franke, P. Müller), drängte die nun rapid abbauenden Leipziger zurück, und als Friese bei einem weiten Sorge-Flugball nicht von der Linie kam, trotz Zurufs seiner Vorderleute, war der Hüne Bähringer da und vollstreckte per Kopf zum unverhofften, aber dennoch nicht unverdienten 2:2 (10. Spiel ohne Niederlage in Reihenfolge). Krönender Abschluß einer 90-Minuten-Partie, die beste Fußballkost brachte.

(Horst Friedemann)

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