Saison 1971/1972
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig2:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
18. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1971/1972
Samstag, 04. März 1972, 15:00 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 12.000
Schiedsrichter: Einbeck (Berlin)
1. FC Lok LeipzigTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Friese
A Geisler
A Sekora
A Gießner
A Fritsche
M Köditz
M Gröbner
M Altmann
S Matoul (63. Lisiewicz)
S Frenzel
S KupferGelbe Karte

Trainer: Scherbaum
0:1 Rauschenbach (5.)
1:1 Frenzel (52.)
2:1 Lisiewicz (89.)

T Kunze
A Erler
A Dost
A Franke (58. Krasselt)
A Sorge
M Wolf
M J. Müller
M Wiedensee
S Zeidler
S Rauschenbach
S Neubert

Trainer: Hofmann
Pressestimmen

Fuwo

Sieg kurz vor dem Abpfiff

Mit den eingewechselten Spielern hatte Loks Cheftrainer bisher nie so recht Glück. Am Sonnabend jedoch tat er den richtigen Griff, als er Rainer Lisiewicz für Matoul aufs Feld schickte. Der wendige Stürmer sorgte förmlich vor dem Abpfiff für den entscheidenden Treffer, als ihn Köditz mit einem überlegten Paß freispielte und Karl-Marx-Stadts Torhüter Kunze das Leder nur noch aus den Maschen holen konnte. [..] Der 1. FC Lok verbuchte nach sieben sieglosen Spielen wieder einen vollen Erfolg!

Der FC Karl-Marx-Stadt wußte ebenso um die Bedeutung dieser Partie. Er operierte mit viel Selbstvertrauen; der von Rauschenbach erzielte Führungstreffer war nicht unverdient. Aus einer sicheren Abwehr heraus, in der Erler einen guten Libero abgab, überbrückten die Himmelblauen schneller als der 1. FC Lok das Mittelfeld, stießen Müller, Wolf stets mit in die Spitze. Und auf den Flügeln schufen der antrittsschnelle Zeidler und der quirlige Neubert ein ums andere Mal Gefahr für die lange Zeit konfuse Lok-Abwehr. "Trotzdem hätten wir noch mehr machen, in der ersten Halbzeit auf die Entscheidung hinarbeiten müssen", sagte FCK-Cheftrainer Gerhard Hofmann. Als seine Schützlinge nämlich glaubten, wenigstens das Remis schon in der Tasche zu haben, sie mehr auf das Halten des Ergebnisses spielten, da zog der 1. FC Lok noch einmal an. [..]

Nach dem Ausgleichstreffer marschierte der 1. FC Lok konsequenter über die Flügel, kamen aus dem Mittelfeld exaktere Pässe als vordem. [..] Und auch die Mittelfeldreihe (sehr bissig vor allen Dingen Köditz) bemühte sich um einen besseren Spielfluß, der letztlich mit dem 2:1 honoriert wurde. Daß der FC Karl-Marx-Stadt noch um den Lohn seiner Bemühungen gebracht wurde, lag auch daran, daß er in der 2. Halbzeit zu inaktiv blieb und einzig durch Zeidler (55.) eine Torgelegenheit herausarbeitete. Glück für die Gäste, daß in den ersten 45 Minuten der Pfosten und die Latte retteten.

(Otto Schaefer)

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