Saison 1971/1972
FCK / DDR-Oberliga



 
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden2:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
6. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1971/1972
Samstag, 30. Oktober 1971, 14:30 Uhr
Dynamo-Stadion, Dresden
Zuschauer: 22.000
Schiedsrichter: Bader (Bremen/Rhön)
SG Dynamo DresdenTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Kallenbach (31. Boden)
A Dörner
A Ganzera
A Sammer
A Wätzlich
M Häfner
M Geyer
M Kreische
S Heidler
S Richter
S Sachse

Trainer: Fritzsch
1:0 Dörner (10.)
1:1 Schuster (57.)
2:1 Richter (87.)

T Kunze
A K. Lienemann
A Sorge
A Schuster
A Franke
M Wolf
M Erler
M Dost
S Rauschenbach
S Zeidler
S Neubert

Trainer: Hofmann
Pressestimmen

Fuwo

Nach Führungstor Bruch im Spiel

[..] In den ersten zehn Minuten schienen die Karl-Marx-Städter dem schnellen, spritzigen, von hohem Einsatz getragenen Angriffsspiel Dynamos unbedingt hohen Tribut zollen zu müssen, so eindrucksvoll spielte Dynamo da auf. Und der prasselnde Beifall, den zum Beispiel Heidler für seinen Fallrückzieher aufs Tor in der sechsten Minute erhielt, bewies auch, wie sehr das Publikum vom Spiel seiner Mannschaft angetan war. Dörners Tor, ein 25-Meter-Flachschuß nach einer Freistoß-Abgabe Kreisches, war gerechter Ausdruck der andauernden Überlegenheit Dynamos.

Nach dem Treffer war es vorbei mit der klaren Linie im Spiel, [..] obwohl die gesamte Abwehr die sehr unterschiedlichen Leistungen im Mittelfeld und Angriff durch wechselseitiges Aufrücken zu stabilisieren trachtete. Das Ergebnis war schließlich nur eine wenig Erfolg versprechende Zusammenballung am Karl-Marx-Städter Strafraum, die wohl Turbulenz und Spannung erzeugte, aber an deutlichen Torchancen wenig genug zeitigte.

Das Ausgleichstor, ein Kopfball Schusters, bot das beste Beispiel, wie der Gast zum Erfolg zu kommen suchte. Aus der eigenen Hälfte heraus schickte Erler mit einem weiten Paß auf den linken Flügel Wolf auf die Reise, dessen sofortige Flanke setzte die noch nicht formierte engere Dresdener Abwehr matt. Diese Art des Spiels, in der Erler ein überzeugender Dirigent war, führten die Karl-Marx-Städter bemerkenswert gut vor, und sie fanden auch nach härtester Belastung aus der Abwehr heraus immer wieder dazu zurück. [..] Am I-Tüpfelchen auf die Angriffsaktionen mangelt es den Karl-Marx-Städtern nach wie vor. Harten Schüssen, schweren Prüfungen waren beide Dresdener Torhüter (Kallenbach verletzte sich an der Hand) nicht ausgesetzt.

(Otto Pohlmann)

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