Saison 1973/1974
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg0:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
3. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1973/1974
Samstag, 25. August 1973, 15:00 Uhr
Heinrich-Germer-Stadion, Magdeburg
Zuschauer: 14.000
Schiedsrichter: Scheurell (Berlin)
1. FC MagdeburgTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Schulze
A Zapf
A Decker
A Sommer
A Achtel
M Pommerenke (61. Pysall)
M Seguin
M Tyll
S Hermann (69. Mewes)
S Sparwasser
S Hoffmann

Trainer: Krügel
0:1 Bähringer (68.)

T Kunze
A Schuster
A P. MüllerGelbe Karte
A Sorge
A Franke
M Wolf
M GöckeGelbe Karte
M K. Lienemann (69. Schädlich)
S Bähringer
S J. Müller
S Neubert (59. Förster)

Trainer: Hofmann
Pressestimmen

Fuwo

Viel zu große Hektik und wenig Übersicht

Die Karl-Marx-Städter wußten sich vor Freude kaum zu fassen. "Jetzt sind wir sogar Zweiter. Ein herrliches Gefühl", strahlte Kapitän Eberhard Schuster. "Der Konterzug, der zum Siegestor führte, konnte sich wohl sehen lassen", freute sich Joachim Müller. "Ich kam an der Mittellinie an zwei Mann vorbei", schilderte er. "Jürgen Bähringer zog Zapf mit nach rechts, so daß links eine große Lücke für Wilfried Göcke frei wurde. Dann kam mein Paß, sein Schuß traf zwar nur den Pfosten, aber der Jürgen war ja zur Stelle." Sechs Minuten vor dem Ende hätte J. Müller bald noch das 2:0 markiert. Aber frei vor Schulze fehlte es ihm nach seinem Solo an drei Magdeburgern vorbei einfach an der Kraft.

Der FCK verdiente sich diesen Erfolg durch eine disziplinierte und taktisch kluge Mannschaftsleistung. Aus dem geschlossen wirkenden Kollektiv ragten noch der Torwartriese Kunze, der vor der Pause wahre Glanzleistungen vollbrachte und Schüsse von Decker, Seguin, Sparwasser, Zapf, Hoffmann und Tyll aus den unmöglichsten Ecken holte, sowie Sorge, der mit Fortdauer des Spiels gegen Sparwasser immer stärker die Oberhand gewann, und J. Müller, der im Angriff immer das Richtige tat, indem er das Spiel schnell machte oder verlangsamte, heraus.

Die Magdeburger, die vor der Pause alles in Grund und Boden zu stürmen schienen, scheiterten am eigenen Übereifer und an der Hektik, die durchdachte und überlegt vorgetragene Angriffsaktionen in den Hintergrund treten ließen. Außerdem überboten sich Pommerenke, [..] Sparwasser, Hoffmann und Seguin (er traf einmal den Pfosten, 27.) im Auslassen der Chancen. [..] Sparwasser, der gut begann, wurde später kräftemäßig überfordert, da fast alle Bälle, dazu noch hoch, auf ihn gespielt wurden. "So hatten wir es später relativ leicht, um uns darauf einzustellen", bemerkte FCK-Trainer Gerhard Hofmann. "Am vergangenen Mittwoch gegen den 1. FC Lok boten wir sicherlich noch mehr. Heute orientierten wir uns am Anfang zu sehr auf die Absicherung des eigenen Tores. Und das hätte ins Auge gehen können. Aber etwas Glück gehört halt auch dazu."

(Klaus Thiemann)

Fuwo

Rubrik: Spieler des Tages

An Ralf Kunze, dem 28jährigen Schlußmann des FC Karl-Marx-Stadt, bissen sich die Magdeburger am Sonnabend die Zähne aus. Der 1,90 m große und 88 kg schwere Torwarthüne war an diesem Tage unüberwindlich und verlieh mit seinen Paraden der Abwehr die notwendige Sicherheit, die [..] dafür sorgte, daß der Pokalsieger in seinem Bemühen um den Ausgleich erfolglos blieb. Für seine überragende Partie erhielt Kunze eine "Neun" in der Fuwo-Punktwertung.

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