Saison 2011/2012
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:1FC Carl Zeiss Jena
FC Carl Zeiss Jena
27. Spieltag - 3. Liga - Saison 2011/2012
Samstag, 25. Februar 2012, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 8.100
Schiedsrichter: Hartmann (Ingolstadt)
Chemnitzer FCTorfolgeFC Carl Zeiss Jena
T Pentke
A Stenzel
A BankertGelbe Karte
A WachsmuthGelbe Karte
A Andersen
M Sträßer
M Tüting
M Garbuschewski
M Schlosser (77. Aydemir/90. Schaschko)
S Dobry
S Fink (81. Förster)

Trainer: Schädlich
1:0 Fink (44.)
1:1 Pichinot (76.)

T Berbig
A Voigt
A Schmidt
A Miatke
A Pichinot (90. Schulz)
M HähngeGelbe Karte
M SimakGelbe Karte (81. Landeka)
M Ramaj (67. Eckardt)
M Boskovic
S Demirtas
S Becken

Trainer: Sander
Spielbericht

Gerechtes Remis zwischen Chemnitz und Jena

Von Matthias Mally

Chemnitz, seit 8 Spielen unbesiegt gegen Jena, seit 3 Spielen ohne Niederlage. Chemnitz mit dem vorsichtigen Blick nach oben, Jena mit neu gewonnenem Mut im Kampf gegen den Abstieg - es war Derbyzeit in Chemnitz. Auf Grund dieser Konstellation trieb es 8100 Zuschauer auf die Fischerwiese, womit ein neuer Saisonrekord aufgestellt wurde. Beim CFC gab es im Vergleich zu dem Auswärtsspiel in Oberhausen nur eine Änderung - Andersen, in der Winterpause verpflichtet, ersetzte den gesperrten Birk auf der linken Abwehrseite. Um es vorweg zu nehmen - der 1,90 große Abwehrspieler gab ein starkes Debut.

Die erste Halbzeit ist schnell zusammengefasst. Beide Abwehrreihen dominierten das Geschehen zum großen Teil. Jena, im Gegensatz zum Hinspiel stark verbessert, hatte durch den Ex-Bundesligaspieler Simak sogar 2 gute Freistoßmöglichkeiten, die unsere Nummer 1 Philipp Pentke jedoch sicher vereitelte. Doch auch der CFC hatte seine wenigen Möglichkeiten. Eine davon nutze der Torjäger vom Dienst, Anton Fink, kurz vor der Pause zu Führung für die Himmelblauen. Eine perfekte Flanke von Garbuschewski nutze Fink artistisch zum 1:0-Halbzeitstand. Sein 5. Tor im 5. Spiel - welch ein Neuzugang!

Die zweite Halbzeit nahm sich anfangs an der ersten Hälfte der Partie ein Beispiel. Jena spielte ordentlich mit, dem CFC gelang es nicht, das Thüringer Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Und doch hatte der CFC in seiner besten Phase in Person von Marcel Schlosser die Riesenchance zum entscheidenden 2:0 in der 62. Minute. Kläglich schoss er allein vor Gästetorwart Berbig stehend selbigen direkt in die Arme. Während Jena in dieser Phase des Spiels nur eine Chance durch Pichinot hatte (64. Minute) suchte der CFC die Entscheidung. Dobry hatte in der 68. Minute jedoch Pech, das sein Kopfball nur knapp das Tor verfehlte. So langsam wurden die Fans auf den Rängen nervös. Jena besaß immer wieder gute Ansätze in der Offensive, und doch kam der Ausgleich mehr als glücklich zustande. In der 75. Minute köpfte Pichinot aus 12 Metern Torhüter Pentke durch die Armen und die Beine - nach dem Ausgleich in Oberhausen bereits der zweite dicke Patzer von Penne binnen einer Woche. Der CFC wirkte daraufhin geschockt und Jena roch Lunte, das Derby siegreich zu gestalten. Eine Schrecksekunde gab es 5 Minuten vor Schluss. Bei einem Abwehrversuch eines hohen Balles kam Pentke - wild entschlossen seinen Fehler wieder gut zu machen - aus seinem Tor heraus und räumte bei der Gelegenheit einen Jenaer und Aydemir ab. Während Pentke anschließend mit Turban weiterspielen konnte, war für den gerade wieder genesenen Selim Aydemir die Partie nach nicht mal 15 Minuten wieder vorbei. Als sich alle mit der Punkteteilung abgefunden hatten, kam Jena in der Schlussminute durch Boskovic noch einmal zu einer großen Chance mit 3 Punkten nach Thüringen zurückzukehren. Doch sein Schuss verfehlte das Ziel knapp. Danach war das Spiel beendet. Das Positivste an dem Spieltag ist der Fakt, dass der CFC als Aufsteiger seit nunmehr 9 Spielen nicht bezwungen werden konnte und der Abstand zu den Abstiegsplätzen weiterhin höchst komfortabel ist.

Fazit: Gegen ein wiedererstarktes Jena holte sich der CFC einen verdienten Punkt. Die Himmelblauen können damit sicherlich besser leben als der Gast aus Thüringen, welcher weiterhin im Tabellenkeller verzweifelt versucht, den Abstieg zu verhindern. Auffällig war, wie schon oben erwähnt, das starke Debut von Niklas Andersen. Zweikampfstark, gutes Stellungsspiel und in Hälfte zwei auch mit guten Ansätzen nach vorn. Es lebe der Konkurrenzkampf. Bei aller Kritik über das Spiel gestern oder auch einzelnen himmelblauen Protagonisten sollte man stets die jetzige Bilanz im Auge behalten - mit 15 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz (!) und Tabellenplatz 6 (!) liegt man meilenweit im Soll.

Wertung: 3

Beste Himmelblaue: Fink, Andersen

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Die Einschätzung meines Kollegen zur ersten Halbzeit teile ich. Wobei der Angriff zum 1:0 ein Superangriff war. Aus dem 1:0 haben wir zu wenig gemacht und häufig den besser postierten Spieler nicht gesehen. Dann haben wohl schon einige vom Derby-Sieg geträumt - und wurden prompt bestraft. Das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis."

Petrik Sander (MDR-Online)
"In der ersten Halbzeit haben wir ein intensives und kampfbetontes Spiel gesehen, wo sich beide Mannschaften neutralisierten. Der Rückstand zur Halbzeit war in der Entstehung für uns sehr unglücklich. In der zweiten Halbzeit ist meine Mannschaft nicht zusammengebrochen, hat gut und besser strukturiert nach vorne gespielt und hat sich den Ausgleich verdient. Trotz des 1:1 hofft man als Trainer, mit der letzten Aktion von Boskovic den Big Point zu setzen."

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