Saison 1974/1975
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt2:11. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig
7. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1974/1975
Samstag, 28. September 1974, 15:00 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 12.000
Schiedsrichter: Kulicke (Oderberg)
FC Karl-Marx-StadtTorfolge1. FC Lok Leipzig
T Krahnke
A Wolf
A Krasselt
A P. Müller
A Franke
M Göcke
M Sorge
M J. Müller
S Bähringer
S Schellenberg
S Sachse (65. Ihle)

Trainer: Hofmann
0:1 Frenzel (29.)
1:1 Franke (47.)
2:1 Franke (65.)

T Niklasch
A Gießner
A Sekora
A HammerGelbe Karte
A Fritsche
M Moldt
M Altmann
M Frenzel (55. Kühn)
S Lisiewicz
S Köditz
S Schubert (68. Kinne)

Trainer: Scherbaum
Pressestimmen

Fuwo

Abwehrspieler mit Torinstinkt: Christoph Franke

[..] Frenzel vor allem verdankten die sehr selbstsicher startenden Messestädter die Vorteile im ersten Abschnitt, die auf der größeren Beweglichkeit, Angriffsfreudigkeit aus dem Mittelfeld heraus und der absoluten Deckungskonsequenz beruhten. "Was Henning für uns wert ist, bekamen wir nach der 55. Minute zu spüren. Erst jetzt konnte sich Göcke freimachen und Einfluß auf das Spiel seiner Mannschaft nehmen", schätzte Kapitän Peter Gießner ein. Der 1. FCL demonstrierte zunächst ansprechenden Kombinationsfußball bei hohem Tempo, fand in Lisiewicz, Köditz, Altmann und Sekora auch immer wieder Anspielpunkte, doch Wucht und Torgefährlichkeit langen wiederum unter dem Schnitt! [..]

Hier setzte der FCK mit Wiederbeginn die eindeutig stärkeren Akzente: Über Schellenberg, der das Duell mit dem forsch spielenden Hammer anahm, über den sich kraftvoll in Szene setzenden Bähringer, über den immer eindrucksvoller in die regieführende Rolle hineinwachsenden Wolf. "Er sorgte für die Dynamik, die unserem Spiel gut tat", meinte Assistenztrainer Dieter Erler. Nun zeichneten sich die entscheidenden Veränderungen in den Spielanteilen ab!

Seinen alten Freunden vom 1. FCL mit zwei Toren ein Schnippchen geschlagen zu haben, stimmte Christoph Franke natürlich besonders glücklich! "Sachses Eckball kam wie abgezirkelt, trotz harter Bedrängnis erwischte ich ihn volley mit dem Kopf. Treffer Nummer 2 war nach Niklaschs Abpraller hingegen nur noch Formsache", urteilte der FCK-Verteidiger. Er demonstrierte Qualitäten, die beispielsweise Sekora oder Fritsche auf Seiten des 1. FCL diesmal nicht aufzuweisen hatten. Und obgleich der Gastgeber diesmal kaum nennenswert von dem sonst laufstarken J. Müller profitierte, kam auch diese Schwäche nicht maßgeblich zum Tragen. [..] Man braucht kein Prophet zu sein, um beiden Kollektiven den baldigen Vorstoß auf bessere Tabellenpositionen vorauszusagen, so schwer er bei allem nervlichen Ballast auch sein wird!

(Dieter Buchspieß)

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