Saison 1974/1975
FCK / DDR-Oberliga



 
1. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig1:0FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
20. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1974/1975
Samstag, 03. Mai 1975, 15:00 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 8.000
Schiedsrichter: Roßner (Pößneck)
1. FC Lok LeipzigTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Friese
A Geisler
A Gröbner
A HammerGelbe Karte
A Fritsche
M Altmann
M Lisiewicz
M Frenzel
S Löwe (66. Köditz)
S Kühn (72. Moldt)
S Schubert

Trainer: Scherbaum
1:0 Frenzel (24.)

T Fichtner
A Wolf
A P. Müller
A Sorge
A HeydelGelbe Karte
M Uhlig
M J. Müller
M Göcke
S Rauschenbach
S M. Lienemann (69. Ihle)
S SachseGelbe Karte

Trainer: Erler
Pressestimmen

Fuwo

Nur Frenzel mit Torriecher

Lok Leipzigs Trainerassistent Manfred Pfeifer schritt zu den Kabinen, schüttelte den Kopf und meinte: "Diese Torchancen heute reichten für drei Siege!" Drinnen kam Libero Manfred Geisler gerade unter der Dusche hervor, nahm die Gratulation für den Erfolg entgegen, konnte sich jedoch die Bemerkung auch nicht enthalten: "Was heute wieder vertan wurde..." Ungeachtet dessen, daß der Gastgeber eine Vielzahl von Möglichkeiten (Trainer Horst Scherbaum: "Ich zählte so an die neun...") nicht zu nutzen vermochte und damit eine seiner Schwächen wieder einmal offenbarte, der Punktegewinn war hochverdient. [..]

So glänzte Lok am Ball, und dieser und jener auf den Rängen brachte es wiederum hörbar zum Ausdruck: "Wie kann diese Mannschaft nur im Abstiegsfeld sein!" Lange blieben die Gelb-Blauen ihren Anhängern eine Erklärung dafür nicht schuldig. Was nutzen die schönsten Angriffe, die Doppelpaßversuche, die Pässe in die Räume und in den Rücken der Verteidiger, wenn der krönende Abschluß fehlt? [..] Schon in der 4. Minute traf der fleißige Schubert nur das Außennetz, und als nach 19 Minuten der tatendurstige Gröbner zum Schuß ansetzte, im Torraum aber seinen Kapitän Frenzel traf, schlich sich das Gefühl ein: wenn das so weitergeht, was dann?

Just in dieser Phase, als der FCK den Hauptansturm abgeklungen wähnte, fiel das Tor. Hammers Dribbling wurde an der Strafraumgrenze [..] durch Foulspiel unterbunden. Zum direkten Freistoß fanden sich Geisler, Fritsche und Frenzel ein. Fritsche tat so, als ob, Geisler rannte am Ball vorbei und Frenzel schoß. Flach, hart, plaziert. Ein Prachtschuß am Geburtstag! [..] Nur ein Fehler unterlief Geisler. Ungenügend abgesichert, wurde er in der 38. Minute von Göcke überlaufen. Gert Schellenberg, noch immer verletzt, sah es so: "Göcke hätte vielleicht den Ball an Friese herum spielen und dann vorbeisprinten sollen. Aber wie man´s macht..." Es war die größte FCK-Chance. Zu spät wurde der Gast munter, merkte er, daß Loks Selbstsicherheit schwand.

(Joachim Pfitzner)

Trainerstimmen

Horst Scherbaum (Fuwo)
"Dieser Sieg war natürlich sehr wichtig für uns. Zeitweise haben wir recht gut kombiniert, aber der Erfolg hätte klarer ausfallen müssen. Einige Chancen wurden kläglich vergeben. Aus dieser Überlegenheit in der ersten Hälfte mußte mehr gemacht werden."

Dieter Erler (Fuwo)
"Die ersten 45 Minuten hat meine Mannschaft geradezu verbummelt. Wir ließen Lok zuviel Spielraum, zeigten zunächst nicht genügend Aktivität und kamen demzufolge nicht zum Spielfluß. Erst nach der Pause änderte sich das, merkten wir, daß Lok zu packen war."

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