Saison 1975/1976
FCK / DDR-Oberliga



 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt2:1FC Rot-Weiß Erfurt
FC Rot-Weiß Erfurt
5. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1975/1976
Samstag, 13. September 1975, 15:00 Uhr
, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 10.500
Schiedsrichter: Bude (Halle)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeFC Rot-Weiß Erfurt
T Krahnke
A Wolf
A P. Müller
A Franke
A Heydel
M Göcke
M Sorge
M Rauschenbach
S Schellenberg (46. Krasselt)
S SachseGelbe Karte
S Ihle

Trainer: i.V. Naumann
1:0 Göcke (72.)
1:1 H. Weißhaupt (77.)
2:1 Krasselt (87.)

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte für Lindemann (88.)

T Benkert
A Egel
A Birke
A Krebs
A Menge
M LindemannRote Karte
M Teich
M Göpel (72. J. Weißhaupt)
S Schnuphase
S H. Weißhaupt
S Schröder

Trainer: Bäßler
Pressestimmen

Fuwo

Als sich Wolf ein Herz faßte...

Die ungewöhnlich geringe Anzahl der Torschüsse belegt mit aller Deutlichkeit die Angriffskalamität beider Mannschaften. Über eine Stunde belauerten sich beide Kontrahenten ängstlich, riskierten nichts, und im Mittelfeld trieb der "Pärchenbetrieb" muntere Blüten. [..] Erst als sich Wolf, der zwar umsichtig die Abwehr dirigierte, aber ängstlich hinten verharrte, ein Herz faßte, kam Stimmung auf. Sein erster Vorstoß über die Mittellinie führte zum Führungstor. "Ich bekam den Ball genau serviert, fand mich mit Sachse zum Doppelpaß, hatte freie Bahn und plazierte den Ball an Benkert vorbei in die rechte Ecke", freute sich Winfried Göcke.

Das wiederum trieb die Erfurter auf den Plan, die insgesamt die intaktere Formation stellten und vor allem nach der Pause (Krebs, Schnuphase, Lindemann) immer mehr das Geswchehen diktiert hatten. [..] Und prompt erzielte H. Weißhaupt mit herrlichem Direktschuß den Ausgleich. "Aber dann verfiel die Truppe wieder in ihren alten Trott, anstatt mit Schneid und Courage auf Sieg zu spielen", sagte Klaus Urbanczyk. Die Strafe folgte drei Minuten vor dem Ende, als Krasselt einen Eckball von Rauschenbach (wo war hier Benkert?) mit dem Kopf erwischte. Teich schlug das Leder zwar per Fallrückzieher wieder aus dem Tor, "aber es hatte bereits klar die Linie überschritten", erklärte Linienrichter Peschel, der sofort die Fahne gehoben hatte. Die Temperamentausbrüche, die einige Erfurter danach zeigten, hätten sie lieber zuvor ins Spiel investieren sollen. Sie waren völlg fehl am Platze!

Zum Schiedsrichterkollektiv: Bude hatte diese Partie, die bis zur 87. Minute fair und ohne Probleme ablief, sicher im Griff. Sein Platzverweis an Lindeman (88.), der Rauschenbach eindeutig ohne Ball trat, war berechtigt. Benkerts Verhalten auf dem Weg in die Kabine dürfte noch ein Nachspiel haben.

(Klaus Thiemann)

Trainerstimmen

Herbert Naumann (Fuwo)
"Dieser erste Saison-Sieg hat viel Nerven gekostet. Unsere Manschaft gab zwar ihr Bestes, aber sie wirkte zu verkrampft und fand vor allem im Angriff keine Linie. Daß trotzdem keiner aufgab, bis zuletzt mitzog, gibt Hoffnungen für die nächsten Spiele."

Gerhard Bäßler (Fuwo)
"Wir konnten auswärts wieder einmal nicht über unseren Schatten springen, bestimmten zwar zumeist das Geschehen, aber nach vorn fehlte es unserem Spiel an Courage und Durchsetzungsvermögen. Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben."

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