Saison 1998/1999
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:01. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
13. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Samstag, 07. November 1998, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 3.700
Schiedsrichter: Seeger (Gera)
Chemnitzer FCTorfolge1. FC Magdeburg
T Fröhlich
A Laudeley
A BittermannGelbe Karte
A Jan Schmidt
M Kujat
M Köhler
M Tetzner
M Mehlhorn
M Jendrossek
S Jörg Schmidt (83. Liebers)
S Ullmann (73. Kunze)

Trainer: Franke
1:0 Jörg Schmidt (56.)

Besondere Vorkommnisse:
Dreszer hält Elfmeter von Köhler (19.)

T Dreszer
A HetmanskiGelbe Karte
A Wojcik
A Koc
M Zentrich (73. Ortlieb)
M SandmannGelbe Karte
M Maltritz
M Kretzschmar
M HannemannGelbe Karte (83. Hähnge)
S Mydlo (75. Ehler)
S Lau

Trainer: Schmidt
Spielbericht

Schmidt'ls Tor stürzt Tabellenführer

Mit 1:0 bezwangen die Himmelblauen in einer kampfbetonten Partie den Tabellenführer 1. FC Magdeburg. Mann des Tages war Jörg Schmidt, welcher in der 56. Minute den Siegtreffer für die Chemnitzer erzielte.

Trainer Franke hatte vor der Begegnung umgestellt. Statt Köhler spielte Laudeley Libero, für den zuletzt formschwachen Kunze bekam Ullmann eine Chance von Beginn an. Außerdem spielte Kujat erstmals im rechten Mittelfeld. Zu Beginn des Spiels verursachte diese Umstellung nicht zu übersehende Probleme. Magdeburg spielte engagiert und zweikampfstark, während bei den Himmelblauen noch spürbare Unsicherheit herrschte. Das zeigte sich z.B. daran, wie die erste Ecke für die Magdeburger zustande kam: nämlich durch einen eigentlich als Rückpaß gedachten Schuß von Jan Schmidt, der aber anstatt bei Fröhlich im Toraus landete.
Bei aller optischen Überlegenheit wurden die Magdeburger aber nicht zwingend torgefährlich. Die erste große Chance hatten die Himmelblauen: Kujat wurde im Magdeburger Strafraum umgerissen, woraufhin der Schiri auf den Elfmeterpunkt zeigte. Köhler trat an, aber der Magdeburger Keeper Dreszer reagierte großartig. Er parierte den eigentlich gut geschossenen Elfer (19.). In der Folgezeit war das Spiel der Himmelblauen in erster Linie vom Kampf geprägt. Spielerisch lief nur wenig zusammen, da sah es bei den Magdeburgern besser aus. Dafür waren die Chemnitzer torgefährlicher. Ein Schuß von Jörg Schmidt ging nur knapp am Kasten vorbei (25.), Jendrossek schoß nach einer Schmidt-Flanke volley aufs Magdeburger Tor (26.). Kurz vor der Halbzeit noch einmal eine Großchance für den CFC, doch Tetzner und Ullmann vertändelten den Ball im Strafraum.
In der 56. Minute kam der große Auftritt von Jörg Schmidt. Einen Steilpaß aus der Abwehr nahm der Chemnitzer Stürmer auf und war auch durch das Foulspiel eines Magdeburger Abwehrspielers nicht mehr aufzuhalten. Wie ein Stehaufmännchen rappelte sich der kleine Supertechniker wieder auf und schoß an Dreszer vorbei zum vielumjubelten Führungstreffer ein. Die beste Chance zum Ausgleich für die Magdeburger hatte Ortlieb, doch Fröhlich parierte hervorragend (72.). Ansonsten stand die Abwehr um den souveränen Libero Laudeley sicher. Auch die Himmelblauen hatten noch die Chance das Ergebnis zu erhöhen, die beste vergab der eingewechselte Kunze allerdings kläglich. Sein Schuß aus Nahdistanz ging weit über das Magdeburger Tor (74.). So blieb es beim überaus verdienten Sieg für die Himmelblauen.

Noch ein Wort zu den Offiziellen des 1. FCM. Diese erwiesen sich nämlich als schlechte Verlierer. FCM-Coach Schmidt meinte nach dem Spiel, man hätte "... gegen 12 Mann gespielt". Daß die Magdeburger sich nicht ganz im Griff hatten, zeigten sie schon während des Spiels, als während einer strittigen Situation sogar Eisbeutel von der Magdeburger Bank auf den Rasen flogen. Auch die FCM-Fans zeigten sich nicht gerade von Ihrer Schokoladenseite. Zwar machten sie im gut gefüllten Gästeblock ordentlich Stimmung, doch flogen leider auch Gegenstände auf Chemnitzer Spieler (Tetzner) und es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Fazit: Endlich haben die Himmelblauen mal einen Big Point gelandet. Franke hatte mit seinen Umstellungen ein glückliches Händchen. Besonders Kujat machte auf der rechten Mittelfeldseite ein gutes Spiel. Auch Laudeley konnte in seiner Rolle als Libero überzeugen. Als nächstes geht's zum Tabellennachbarn Union Berlin, wo hoffentlich der Bock (auswärts gut spielen, aber keinen oder nur einen Punkt holen) mal umgestoßen werden kann.

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