Saison 2012/2013
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC3:1SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
4. Spieltag - 3. Liga - Saison 2012/2013
Mittwoch, 08. August 2012, 19:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 5.200
Schiedsrichter: Siewer (Schreibershof)
Chemnitzer FCTorfolgeSV Darmstadt 98
T Pentke
A Stenzel
A Wachsmuth
A Buchner
A Birk
M Pfeffer (77. Aydemir)
M Sträßer
M Kegel (84. Hörnig)
M Landeka
S Förster (79. Jansen)
S Fink

Trainer: Schädlich
1:0 Fink (35.)
2:0 Landeka (38.)
3:0 Landeka (68.)
3:1 Behrens (88.)

T Zimmermann
A Gaebler (66. Schnier)
A Beisel
A Islamoglu
A LatzaGelbe Karte
M Zimmerman
M HübnerGelbe Karte
M Zielinsky
M da Costa (55. Behrens)
S Albayrak (45. Tatara)
S StegmayerGelbe Karte

Trainer: Runjaic
Kurzbericht

Von Frank Neubert

Na bitte, es geht doch. Der Chemnitzer FC hat nach den schmucklosen Auswärtsniederlagen in Münster und Burghausen wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen einen lauffreudigen und kompakten Gegner aus Darmstadt gab es nach 90 Minuten den erhofften Heimdreier. Die erhobene Forderung von Schädlich, Chancen konsequenter zu verwerten und im Spiel mehr Biss zu zeigen, wurde von den himmelblauen Jungs beherzigt und erfolgreich umgesetzt.

Zu Beginn tasteten sich beide Teams noch ab, doch mit zunehmender Spieldauer wurde der CFC immer sicherer und spielfreudiger. Pfeffer, Kegel, Landeka und Fink zogen immer wieder das Tempo an und beschäftigten die Abwehr der 98'er. Doch die eifrigen Gäste ließen keine Großchancen zu. Richtig gefährlich wurde es erst bei einem sehenswerten Freistoß von Fink (33.), der ohne Reaktion von Keeper Zimmermann an die Latte krachte. Zwei Minuten später zappelte der Ball aber im Netz, als Birk einem in den Strafraum geschlagenen Pass von Landeka aufnahm, mustergültig zurücklegte und in Fink einen spielintelligenten Abnehmer fand. Nur drei Minuten später wurde scharf nachgewaschen: Sträßer schob den Ball auf den links startenden Landeka, der an der Strafraumgrenze sofort abzog und mit Effet ins lange Eck vollendete. Nicht nur der Spielstand sorgte jetzt für Freude, auch die Südkurve zeigte sich bestens gelaunt: Ein über der Nordkurve auftauchender Heißluftballon wurde mit "Scheiß Luftballon!" bespaßt.

Nach dem Pausentee wirkte Darmstadt zunächst bemüht, die Partie offen zu gestalten. Der Club brauchte wieder eine kleine Anlaufphase, bis er das Spiel unter seine Kontrolle bekam. Lobenswert: Weiterhin keine nennenswerten Torchancen für Darmstadt bis zu diesem Zeitpunkt. Die Himmelblauen begannen, sich das vorentscheidende dritte Tor zu erarbeiten. Nachdem eine gute Anzahl an Ecken und Freistößen nicht verwertet werden konnte, war es der bestens aufgelegte Fink, der den entscheidenen Impuls lieferte. Der Goalgetter störte jagte fast an der Grundlinie einem Abwehrspieler den Ball ab, flankte nach innen, wo Förster mit dem Kopf zwar nicht verwerten konnte, aber dessen Ableger der aufgerückte Landeka in Abstaubermanier sofort zielsicher ins lange Eck beförderte.

Der Drops war damit gelutscht, und mindestens 5.100 der Zuschauer waren hochzufrieden. Die Welle schwappte durch das Stadion, sogar die Lilienfans gaben sich den Spaß, im Gästeblock mitzumachen. Die Südkurve reizte verbal mehrfach mit dem Singsang "Lilienschweine", doch diesmal hatte man auf Gästeseite - wie im Vorjahr gesehen - nicht die entsprechende Zaunfahne als Antwort parat. Zur Belohnung durften die Hessen kurz vor Schluß noch einmal jubeln, als der Club über die linke Seite klassisch ausgekontert wurde und das 1:3 hinnehmen musste. Wobei anzumerken ist, daß dieser Treffer das Spielgeschehen besser reflektiert, als ein glattes 3:0. Nun geht es mit frisch gestärkten Selbstbewußtsein am Sonntag zur derzeit auf Schlingerkurs befindlichen Hansa-Kogge...

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Wir haben ab der ersten Minute versucht, nach vorn zu spielen. Aber es hat in vielen Dingen der letzte Tick gefehlt. Ab dem 1:0 wurden wir in unseren Aktionen sicherer und die Stimmung auf den Rängen besser. In der zweiten Halbzeit wollten wir aktiv auf das 3:0 spielen. Dieses ist uns aber erst sehr spät geglückt. Trotz einiger Kritikpunkte bin ich mit der Mannschaftsleistung zufrieden."

Kosta Runjaic (MDR-Online)
"Uns war klar, dass dieses Spiel nur über Kampf und Leidenschaft entscheiden wird. Mit diesen Eigenschaften haben wir nur bis zur 34. Minute standgehalten. Wir hatten nur eine einzige Chance und haben es den Chemnitzern bei den zwei Gegentoren leicht gemacht. Damit war das Spiel aus meiner Sicht gelaufen. Ich hab mich in der Pause nicht aufgeregt. In der zweiten Hälfte war klar, dass der CFC das hohe Tempo nicht mehr gehen konnte, aber sie haben den Sieg sicher und verdient nach Hause gebracht."

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