Saison 2012/2013
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:2Alemannia Aachen
Alemannia Aachen
12. Spieltag - 3. Liga - Saison 2012/2013
Samstag, 29. September 2012, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 4.800
Schiedsrichter: Giese (Großräschen)
Chemnitzer FCTorfolgeAlemannia Aachen
T Schmidt
A le BeauGelbe Karte
A Wilke
A Buchner
A Birk
M Pfeffer (71. StenzelGelbe Karte)
M MrowiecGelbe Karte
M Kegel
M Landeka
S Jansen (51. Semmer)
S Fink

Trainer: Schädlich
1:0 le Beau (80.)
1:1 Müller (86.)
1:2 Pozder (88.)

T Melka
A Baumgärtel
A Schwertfeger
A Erb (46. PozderGelbe Karte)
A StehleGelbe Karte
A Olajengbesi
M KefkirGelbe Karte (46. Brauer)
M Weber
M Streit
M Heller
S Thiele (65. Müller)

Trainer: van Eck
Kurzbericht

Von Erik Büttner

Der Chemnitzer FC kommt immer mehr ins Schlingern. Gegen den zuvor siebenmal sieglosen TSV Alemannia Aachen verloren die Himmelblauen auf eigenem Platz mit 1:2. Dabei wandelten die Gäste die späte Führung der Chemnitzer in den letzten 5 Minuten noch in einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg um.

Es ist schon sensationell, wie sich der Chemnitzer FC immer und immer wieder als Aufbaugegner für strauchelnde Teams anbietet. Ein Sieg gegen die Zweitligaabsteiger aus Aachen wäre locker möglich gewesen, doch Chemnitz zeigte sich nur Mitte der zweiten Halbzeit mal dazu in der Lage. Völlig unverständlich agierte der Gastgeber verunsichert von der ersten Minute an. Ohne Not brachten sich die Himmelblauen immer wieder in bedrohliche Situationen und bauten Aachen so auf. Die Gäste zwar spielerisch auch schwach, aber gefährlicher vor dem Tor. Gefährliche Aktionen des CFC waren dagegen nicht zu verzeichnen. Denn Chemnitz schaffte es einfach nicht, den Ball über mehrere Stationen in den eigenen Reihen zu halten und aussichtsreich in die Spitze zu spielen. Aufregung gab es daher nur, als Schiedsrichter Giese einen klaren Handelfmeter verwehrte und stattdessen Le Beau für heftiges Reklamieren die gelbe Karte zeigte (31.). Der Pausenpfiff erfolgte beim Stand von 0:0 und begleitet von einzelnen Pfiffen.

Nach dem Seitenwechsel besserte sich das Spiel des CFC allmählich. Die Gastgeber zeigten sich etwas zielstrebiger und passgenauer. Trotzdem blieb vieles noch Stückwerk und Eingaben von den Flügelspielern bisweilen katastrophal, wie auch die Standards. Chemnitz investierte aber ein wenig mehr als das schwache Aachen und kam deswegen nicht unverdient zur Führung. Fink hob den Ball zu Le Beau, der zu seinem ersten Treffer für Chemnitz verwandelte (80.). Nun hatte man Aachen eigentlich im Sack, zumal das Glück auf der eigenen Seite zu liegen schien. Denn nur Sekunden vor der Führung hatte das Schiedsrichtergespann bei einem regulären Tor von Aachen Abseits erkannt.
Doch Chemnitz schaltete nun auf den Aufbaugegnermodus und schlug sich quasi selbst. Einen 25m-Schuss von Müller ließ Stefan Schmidt nach vorn abprallen und Müller netzte im zweiten Versuch zum Ausgleich ein (86.). Nur 2 Minuten später verwandelte Pozder einen Freistoß von Streit zum Siegtreffer - so werden Standards vollstreckt!

Und so stand Chemnitz wiederholt mit leeren Händen da. Das zwar unglücklich, weil der CFC mehr investierte, doch keinesfalls unverdient, denn die Hausherren zeigten einfach eine indiskutable spielerische Leistung und Aachen hatte einfach die gefährlicheren Torraumszenen.

Spielerstimmen

Anton Fink (Freie Presse):
"Ich bin völlig sprachlos. Wir hätten das 2:0 nachlegen müssen, haben die Kontermöglichkeiten aber schlecht ausgespielt."

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele technische Fehler im Spielaufbau und kamen kaum zu Chancen. Mit dieser Leistung war das Zu-Null noch da Beste. In der zweiten Halbzeit erarbeiteten wir uns ein Übergewicht, hatten mehrere gute Aktionen, aber mit den falschen Lösungen. Wenn man nach 80 Minuten mit 1:0 in Führung geht, erwarte ich einfach mehr Cleverness von meiner Mannschaft. Aber wir haben in den zwei entscheiden Situationen sehr fahrlässig agiert."

René van Eck (MDR-Online)
"Was wurde nicht alles über mein Team erzählt, wie zerstört und am Boden es ist. Ich habe aber immer an die Stärke meiner Mannschaft geglaubt und die hat heute Charakter gezeigt. Ich möchte gar nicht groß auf das Spiel eingehen, denn was meine Mannschaft trotz des Rückstandes für einen Charakter gezeigt hat, macht mich unheimlich stolz."

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