Saison 2012/2013
CFC / 3. Liga



 
VfL Osnabrück
VfL Osnabrück2:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
29. Spieltag - 3. Liga - Saison 2012/2013
Freitag, 08. März 2013, 19:00 Uhr
osnatel-ARENA, Osnabrück
Zuschauer: 9.700
Schiedsrichter: Arno Blos (Deizisau)
VfL OsnabrückTorfolgeChemnitzer FC
T RiemannRote Karte
A Thomik (26. Rickert)
A Pisot
A Beermann
A StaffeldtGelbe Karte
M CostaGelbe Karte
M Glockner
M Bouma
M Manno
S Jula (57. Fischer)
S Zoller (78. Grimaldi)

Trainer: Wollitz
0:1 Fink (26./Foulelfer)
1:1 Pisot (45.)
2:1 Zoller (54.)
2:2 Förster (86.)

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte wg. Notbremse für Riemann (24.)

T Pentke
A Stenzel
A WachsmuthGelbe Karte (77. Jansen)
A BankertGelbe Karte
A Birk
M PfefferGelbe Karte (56. Semmer)
M Kegel
M Hörnig
M Sträßer (56. FörsterGelbe Karte)
M Landeka
S Fink

Trainer: Schädlich
Kurzbericht

Von Frank Neubert + Lenny + Gentleman

Der Chemnitzer FC hat beim Aufstiegskandidaten VfL Osnabrück einen jederzeit verdienten Auswärtspunkt geholt. Was unter dem Strich höchst respektabel klingt, ist bei näherer Beschau je nach Geschmack in der Kategorie "unkonzentriert", "fahrlässig" oder "willensstark" einzuordnen. Spielverlauf und Ergebnis passen jedenfalls perfekt zur Saison der verpassten Chancen. Gut 150 himmelblaue Anhänger hatten am späten Freitag-Abend den Weg in die osnatel-ARENA gefunden und zu Beginn sogar eine kleine, nette Choreo gezeigt.

Bereits in der 3. Minute bot sich für den CFC die Riesenchance zur Führung. Fink stürmte auf rechten Seite auf und davon, passte quer durch den Strafraum zu Landeka, aber der Kroate scheiterte an VfL-Keeper Riemann. Von Osnabrück war weit und breit nix zu sehen. Der Gastgeber kaute an der Derby-Niederlage gegen Münster und fand kaum statt. In der 24. Minute spielte Pisot zu kurz zu Riemann zurück, Landeka spritzte aufmerksam dazwischen und konnte vom VfL-Keeper nur mit Notbremse gestoppt werden. Elfmeter und rote Karte für Riemann! VfL-Coach Wollitz tobte am Spielfeldrand wie ein Rumpelstilzchen, der Gastgeber brauchte 2 Minuten, um Ersatzkeeper Rickert auf den Rasen zu schicken; Costa flüsterte Fink noch Nettigkeiten ins Ohr, aber der Chemnitzer Torjäger verwandelte sicher zum 1:0 für den Club. Der VfL zerbrach förmlich an diesem Elfer und dem Spielstand. Landeka erwischte in der 38. Minute einen schlampig ausgeführten Freistoss des VfL und strebte allein auf Torwart Rickert zu, hob das Leder zu lässig am Pfosten vorbei. Diese Sünde wurde bitter bestraft, denn auf der Gegenseite traf Pisot quasi aus dem Nichts in der Nachspielzeit zum 1:1.

Auch nach der Pause hatte Chemnitz mehr vom Spiel, stellte sich aber zu umständlich und herrenkomodig an. Nach einem bösen Mittelfeld-Schnitzer von CFC-Kapitän Sträßer war VfL-Stürmer Zoller durch und tanzte Pentke aus - 2:1 für die Hausherren in Unterzahl. Das Osnabrücker Publikum wachte nun auf und klatschte sein Team nach vorn. Das clevere Chemnitzer Spiel aus der ersten Halbzeit erlosch immer mehr unter dem energischen Willen des dezimierten Gastgebers. Schädlich wechselte, warf mit Förster, Semmer und Jansen alle drei verfügbaren Stürmer in den Ring. Und hatte damit Erfolg. Nachdem der für den VfL eingewechselte Grimaldi die Riesenchance zum 3:1 vergeben hatte (79.), nickte Förster wenig später zum letztlich - und unter dem Strich - völlig verdienten 2:2-Endstand ein. Mit diesem Remis hat der Club ein weiteres Kapitel im diesjährigen Buch "Die Saison der verpassten Punkte" geschrieben.

Pressestimmen

Kicker-Online

Förster vermasselt dem VfL die Tabellenführung

[..] Ein Rückpass von Pisot zu Keeper Riemann fiel deutlich zu kurz aus. Der Schlussmann konnte den heranstürmenden Landeka nur mit unfairen Mitteln stoppen. Der Unparteiische Arno Blos zögerte nicht und zeigte auf den Punkt. Zusätzlich schickte er den noch am Boden liegenden Torwart - Riemann hatte sich bei der Aktion verletzt und musste behandelt werden - mit Rot vom Platz (23.). [..] Zwar zeigte sich der VfL anfangs noch bemüht, doch ging in der regulären Spielzeit des ersten Durchgangs gar nichts mehr für den Tabellenzweiten. Chemnitz spielte seine Überzahl geschickt aus und hatte noch gute Möglichkeiten auf 2:0 zu erhöhen. [..] Erst gegen Ende, als den Sachsen nicht mehr viel einfiel, wurde der VfL wieder offensiver: Grimaldi vergab jedoch frei vor Pentke die Großchance zur Vorentscheidung (79.). Die letzten Minuten gehörten dann wieder den Schädlich-Schützlingen. Auch der Coach bewies hierbei ein glückliches Händchen: Der eingewechselte Förster besorgte wenige Minuten vor dem Ende der Partie den hochverdienten 2:2-Ausgleich. [..]

MDR-Online

Chemnitzer FC holt trotz Überzahl nur einen Punkt

[..] Nach dem Seitenwechsel traten die Hausherren mutig auf und gingen in Unterzahl in Führung. Nachdem CFC-Kapitän Carsten Sträßer in der eigenen Hälfte den Ball verlor, spielte Emil Jula in die Spitze zu Simon Zoller. Der umkurvte den Chemnitzer Schlussmann Philipp Pentke und traf zum 2:1 (53.). Im Anschluss kam Osnabrück zu guten Torchancen: Der eingewechselte Adriano Grimaldi war allein durch, schoss aber am Tor vorbei. Bei den Gästen sorgten Landekas Freistöße für Torgefahr: Fink traf aber nur das Außennetz. Der nach einer Gelb-Sperre zurückgekehrte Toni Wachsmuth köpfte über das Tor. Dann bereitete Landeka aber mit seiner Flanke doch noch ein Tor vor. Der eingewechselte Benjamin Förster stand am kurzen Pfosten und köpfte aus fünf Metern zum 2:2-Endstand ein (88.). [..]


Trainerstimmen

Claus-Dieter Wollitz (MDR-Online):
"Bis zum Elfmeter ist in unserem Spiel vieles nicht richtig gelaufen. Wir haben mit unserer Unsicherheit den Gegner, der motiviert und schnell zu Werke gegangen ist, noch weiter aufgebaut. Dann machen wir auch noch den Fehler zum Elfmeter. Unser Spiel war insgesamt nicht gut. Wir hatten einfach keine Sicherheit und Souveränität im Spiel. Mit Einstellung und Glück sind wir zum 1:1 gekommen und zum Führungstreffer. Die zwei Konterchancen, die sich uns boten, konnten wir nicht nutzen."

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Es hat mir generell gefallen, wie meine Mannschaft gespielt hat, sich gut bewegt hat. Somit war unsere 1:0-Führung verdient. Wir haben es jedoch leider nicht verstanden, aus unseren Vorteilen das 2:0 zu erzielen. Durch eine Inkonsequenz beim Freistoß vor der Halbzeitpause fangen wir noch das 1:1, was aus Sicht des Gastgebers etwas schmeichelhaft war. In der zweiten Halbzeit war klar, dass es mit dem Osnabrücker Publikum im Rücken einen kämpferischen Gastgeber geben wird. Auch da ermöglichen wir durch einen Ballverlust den Osnabrückern die 2:1-Führung und haben durch unsere Fehler die Gastgeber in Vorderhand gebracht. Wir haben in den letzten Minuten alles versucht, die Abwehr zu einer Dreier-Kette umgestellt und uns den 2:2-Ausgleich verdient."

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