Saison 2012/2013
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC0:3SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
1. Runde - DFB-Pokal - Saison 2012/2013
Montag, 20. August 2012, 18:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 14.500
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Chemnitzer FCTorfolgeSG Dynamo Dresden
T Pentke
A Birk (74. Aydemir)
A Wachsmuth
A Buchner
A Stenzel
M Pfeffer (75. Förster)
M Sträßer
M Hörnig (46. Jansen)
M Kegel
M Landeka
S Fink

Trainer: Schädlich
0:1 Koch (31.)
0:2 Poté (44.)
0:3 Buchner (84.)

Besondere Vorkommnisse:
4 Minuten Spielunterbrechung aufgrund von Pyrotechnik in Block 5 und 3 (60.)

T Kirsten
A Bregerie
A Gueye
A Savic
A Schuppan
M LosillaGelbe Karte
M KochGelbe Karte
M Trojan (90. Thoelke)
M Ouali (88. Solga)
S Jungwirth
S Poté (82. Fort)

Trainer: Loose
Kurzbericht

Von Erik Büttner & Frank Neubert

Der Chemnitzer FC hat sich im sächsischen Pokalderby selbst besiegt. In der ersten Halbzeit konnte das Team von Gerd Schädlich leider nicht an die begeisternden DFB-Pokalpartien gegen den FC St. Pauli und den VfB Stuttgart anknüpfen, in der zweiten Halbzeit unterbrach eine völlig unnötige Pyro-Einlage die jetzt drangvollen Himmelblauen und last but not least "krönte" ein Eigentor von Buchner den total vermurksten Pokalabend.

Schönes Intro in der Südkurve zu SpielbeginnDer CFC ging schwungvoll in das Spiel, bekam aber auf die Dresdner Elf nie den richtigen Zugriff. Nach 10 Minuten neutralisierte sich die Partie, beide Teams lauerten im Mittelfeld auf Fehler des Kontrahenten. Und die ersten Fehler begingen leider die Himmelbauen. Poté startete mehrfach durch und scheiterte im letzten Akkord nur am glänzend aufgelegten Pentke. Koch netzte schließlich zum 0:1 ein und kurz vor der Pause erhöhte Poté auf 0:2. Der CFC kam in der ganzen ersten Hälfte zu keiner zwingenden Torchance - die Führung des Zweitligisten nach 45 Minuten war daher durchaus verdient.

Nach der Pause hätte es vielleicht ein Spiel werden können, was sich in die Köpfe einbrennt. Am Abendhimmel zuckten Blitze, es donnerte rund ums Stadion, und große Tropfen fielen in der Sommerhitze auf die 14.500 hernieder. Der Club rannte an, mit jedem Blitz und jeden Tropfen sang sich das Stadion vom Block 3 bis zum Block B in einen Rausch. Kirsten im Dynamo-Tor verrichtete Schwerstarbeit. Doch statt dem verdienten 1:2 fiel ein Eigentor auf den Chemnitzer Rängen. Erst wird im Block 5 Pyrotechnik gezündet, später folgt selbiger Unsinn im Block 3. Die Partie wird unterbrochen und nach 4 Minuten wieder angepfiffen. Ein Bärendienst für das eigene Team, denn der Schwung war nun weg. Passend zum verkorksten Abend wehrte Buchner eine scharfe Eingabe zum 0:3 ins eigene Netz ab.

Glückwunsch nach Dresden zum ersten Pokalsieg gegen den CFC nach der Wende! Fraglich bleibt allerdings, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn man schon in der 1. Halbzeit die himmelblauen Arschbacken zusammengekniffen hätte und wenn in Halbzeit 2 die Pyromanen ihre völlig überflüssige Selbstdarstellerei unterlassen hätten...

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"In der ersten Halbzeit waren wir freundliche Gastgeber. Wir waren viel zu lethargisch und haben Dynamo zum Tore schießen eingeladen. Erst mit Beginn der zweiten Halbzeit haben wir begonnen, Fußball zu spielen. Doch dort gelang uns trotz drei, vier guter Chancen kein Treffer. Am Ende war es ein deprimierender Fußballabend. Einige meiner Akteure sollten weniger erzählen und dann lieber mit Leistung glänzen."

Ralf Loose (MDR-Online)
"Meine Mannschaft hat von der ersten Minute an den Kampf angenommen, wenig zugelassen und fast alle Akteure haben sich am Spiel beteiligt. Wir haben in den richtigen Momenten auch dank des starken Poté die Tore gemacht. Aber mir war klar, dass ein mögliches 1:2 ein gefährliches Ergebnis ist. Wir mussten nach der Pause zehn bis 15 Minuten überstehen. Ich bin froh, dass kein Tor gefallen ist, sonst hätte das Stadion gewackelt. Mit dem 3:0 war das Spiel gelaufen. Dank an die Vereinsspitze, die mit ihrem Kampf unser Starten im DFB-Pokal erst möglich gemacht hat."

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